Pferde Rhein-Main und Pferde in Bayern

Gelungene Tunierpremiere auf dem Hofgut Liederbach

Es bleiben keine Wünsche offen

Foto: Jan Reumann

06.10.2017     Leserberichte    , Reitsport

Trotz ergiebiger Regenfälle in der ersten Wochenhälfte wurde die Premiere des  „Skyline Cup“ des Hofguts Liederbach ein voller Erfolg. Und das lag nicht nur am Boden auf dem neuen Springplatz, der tiptop zu bereiten war. Aber es war der wichtigste Faktor, denn die optimale Bodenqualität ist für die Springreiter die Nummer eins der Anforderungen an ein gelungenes Reitturnier. Hinzu kam, dass das Wetter sich an den Turniertagen besserte, so dass unter Sonnenschein und weiß-blauem Himmel der Parcours auf dem Springplatz zwischen dem gerade fertig gestellten Richterturm vor den geklinkerten Stallneubauten auf der einen und den aus Natursteinen errichteten Zuschauertribünen vor der Skyline Frankfurts auf der anderen Seite ein eindrucksvolles Bild bot. Der Skyline Cup: Die Frankfurter Skyline hat dem Turnier den Namen gegeben. Es wurde guter Sport geboten. Als reines Springturnier konzipiert, hatte die Veranstaltung Mitte September vom Springreiterwettbewerb über Springpferdeprüfungen bis hin zur Klasse S für alle Leistungsklassen Startmöglichkeiten im Programm. In den Prüfungen starteten bis zu hundert Teilnehmer. 300 Reiter mit 650 Pferden reisten insgesamt an den drei Turniertagen an, um an den Wettbewerben teilzunehmen. Beim sportlichen Höhepunkt des Turniers, einer anspruchsvollen Springprüfung der Klasse S* am Sonntagnachmittag, verfolgten zahlreiche Zuschauer die Ritte der 45 Starter. Acht Reiter schafften es im ersten Umlauf ohne Fehlerpunkte ins Stechen. Im verkürzten Stechparcours ließ Horst Klaus Heleine vom Waldenserhof in Ober-Ramstadt mit Cassio D als einziger der Bewerber alle Stangen liegen und holte sich damit den Sieg vor Nico Sauer aus Griesheim mit C´est la vie und David Will aus Pfungstadt mit River Dance Semilly. Der Sieger, ein Routinier, der seit Jahrzehnten die Turnierszene aus eigener Anschauung kennt, war begeistert: „Das ist ein tolles Ambiente hier, alle Helfer sind sehr gut geschult, die ganze Atmosphäre ist sehr angenehm, die Meldestelle, der Turniersprecher und das ganze Drumherum sind sehr professionell, die Ehrenpreise großzügig. Es bleiben keine Wünsche offen.

Ich freue mich darauf, nächstes Jahr wieder in Liederbach starten zu können.“ Pferdehändler Reinhold Distel als Zuschauer wagte schon Prognosen für die Zukunft: „Toll hier, alles vom Feinsten, die Veranstalter werden sich beim nächsten Mal vor Nennungen kaum retten können.“

Rund um den Springplatz konnten die Besucher die gepflegte Anlage, die auch für größere Events einen entsprechenden Rahmen bietet, in Augenschein nehmen. Neben zwei Reithallen, Round Pen, Führanlage und Galopprennbahn gehört das Reha-Zentrum zu den Besonderheiten der Anlage, die eine Rundum-Betreuung für Pferde garantiert.

Das Hofgut Liederbach wird von dem Unternehmer Andreas Peiker (65) betrieben, der die Anlage vor den Toren Frankfurts 2015 erworben und seitdem renoviert hat. Mit dem Hofgut hat der ehemalige Reiter sich einen Jugendtraum erfüllt. Tochter Carina reitet Dressur und absolviert derzeit auf dem Hofgut eine Bereiterlehre. Eine perfekte Anlage, perfekter Service und gelungene Turniere sind die Intention des Inhabers, der nebenbei das Kommunikationssystem Ceecoach entwickelt hat, das auch im Reitsport viel genutzt wird. Am ersten Oktober-Wochenende folgt ein reines Dressurturnier, zu dem sich Olympiasiegerin und Weltmeisterin  Isabell Werth als Ehrengast angekündigt hat.

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