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    Bayerisches Warmblut

    Alter: 2009, Farbe: schimmel, Stckm.: ca. 162 Name: White Sweethart

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Lieber und gutm


    ütiger Schimmel mit potenzial. Zutraulich und sehr interessant. Befindet sich momentan in der Ausbildung.


    Preis: auf Anfrage


    Tel.: +49 (0) 163/6855078, mail@pferdezucht-zellhuber.de 

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    Gig

    Kurzbeschreibung: Verkaufe Gig für Stockmaß ab 1,50 m, mit Stau - kasten, Blattfederung neu aufgebaut.


    Preis: 650,– € VHB


    Tel. 0170/5327670

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    Dänisches Warmblut

    Alter: 13 Jahre Farbe: braun Stckm.: 1,65


    Name: Jason

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Vater: Carano/Capitol/Cor de la Bryere. Bildschöner brauner Wallach aus Dänemark. Absoluter Kuschelbär, stellt sich prima auf den Reiter ein. Akt. L-Dressur gegangen, beherrscht viele M-Lektionen. Springt sehr gerne. Natürlich schmiede- und verladefromm.


    Preis: 5.500,– € VB


    Tel. 0160/8386622

Aktuelles

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SUMMERTIME BLUES

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Sommerekzem und Allergien in der warme Jahreszeit sind für viele Tiere ein Quälerei. Eine Therapie ist oft schwierig und langwierig. Doch Linderung ist durchaus möglich. Eine Studie vermittelt neueste Erkenntnisse. Winzig kleinen Tierchen, die nur 2 bis 6 mm groß sind, bringen ein 500 kg schweres Pferd und seinen Reiter an den Rand des Wahnsinns. Den einen, weil er durch die Stiche dieser kleinen Wesen unter ständigem Juckreiz leidet, den anderen, weil er unter Hunderten von Mitteln immer wieder Neues ausprobiert und viel Geld und Arbeit investiert hat, um seinem Pferd zu helfen. Bereits im Frühjahr, sobald die ersten warmen Tage einsetzen, fängt für viele Pferde eine Leidenszeit an. Meist beginnt es langsam: Die Besitzer stellen, hauptsächlich an Mähne und Schweif, haarlose Stellen fest. Oft scheinen die Pferde nervös zu sein und haben das Bedürfnis, sich immer und überall zu scheuern. Hautverletzungen sind die Folge, der Teufelskreis beginnt. An den betroffenen Hautpartien kommt es zu entzündlichen Stellen, die wiederum noch lieber von Insekten und Keimen aufgesucht werden, was in schlimmen Fällen nässende oder gar blutige und eitrige Ekzeme hervorruft. Oft stellen dann Tierärzte oder Tierheilpraktiker die Diagnose“ Sommerekzem“. Die Pferdebesitzer sind ratlos und suchen nach Gegenmitteln: Sie füttern Futterzusätze, die Wunder versprechen, schmieren Babyöl, Waffenöl, Heilerde und vieles mehr auf ihren Schützling, waschen, mischen Insektenmittel selbst, decken die Tiere ab und hoffen bei jedem neuen Mittel, jedem vielversprechenden Tipp, dass es dem Pferd helfen möge. Vieles ist teuer und kompliziert, Futterzusätze helfen oft nur minimal, und letztendlich werden die Ekzempferde schnell unter ihrem eigentlichen Wert verkauft.

 

Wodurch wird das Ekzem verursacht?

Das Sommerekzem ist eine Allergie vom Typ 1. Der Körper ,merkt` sich das Allergen, weswegen das Pferd mitunter bei jedem Kontakt stärker reagiert. Deshalb fährt schon beim ersten Stich im Frühjahr die Histavielverspreminausschüttung hoch. Es gilt also, bereits diesen ersten Stich zu vermeiden. Wenn ein Pferd sich zum ersten Mal scheuert, meist im März oder April, müssen sofort alle Insektenschutz und Pflegemaßnahmen ergriffen werden, um dem Pferd diesen Stress zu ersparen. Das Leiden wird durch Stechmücken, die sogenannten "Gnitzen" (Culicolides ssp.), Kriebelmücken (Simuliidae) oder auch Wadenstecher (Stomoxys calcitrans), hervorgerufen. Die meist weiblichen Blutsauger werden hauptsächlich vom Geruch angelockt. Jedoch ist auch bekannt, dass die Culicolides dunkelfarbige Weidetiere bevorzugen. Die Gnitzen stechen die Pferde im Bereich von Mähne und Schweif, bei Rindern Rücken und Bauch, während die Kriebelmücke beim Pferd gerne an der Bauchnaht und in den Ohrmuscheln ihren Hunger stillt. Sie stechen gerne in senkrechte Haarstellen, wo sie am leichtesten in die Haut kommen. Die Speicheldrüse stinkenden der weiblichen Insekten sondern ein Sekret ab, dass die Blutgerinnung verzögert, so dass der Saugvorgang des Insekts nicht behindert wird. Der Saugvorgang dauert 3-4 Minuten, und das Insekt wechselt in dieser Zeit mehrfach seine Position. Das Sekret enthält Toxine und löst dadurch bei vielen Pferden erst den starken Juckreiz, dann eine allergische Reaktion aus. Diese Allergene verursachen eine immer größere Sensibilisierung des Pferdes. Dadurch lässt sich die Verschlimmerung von Jahr zu Jahr erklären. Wenn nichts dagegen unternommen wird. An feuchtwarmen Tagen vermehren sich Gnitzen besonders schnell und sind dann auch sehr aktiv, so dass das Krankheitsbild vor allem im Frühjahr mit Anbruch der warmen Witterung und im Verlauf des Sommers auftritt. In einem solch idealen Lebensraum legen sie ihre Eier ab. Nach 30 Tagen schlüpft der Nachwuchs. Ebenso lange ist auch die Lebenserwartung der erwachsenen Mücken. Im Herbst werden sie noch widerstandsfähiger und stärker. Sie leben länger und werden dadurch auch lästiger. Das erklärt auch das verstärkte Auftreten des Ekzems im September/Oktober. 

 

Das Ergebnis einer Studie 2014:

Befragt wurden im vergangenen Jahr 26 Pferdebesitzer mit einem umfangreichen Fragebogen. Und wir (www.sommerekzemhilfe.de) befragen und forschen weiter.

 

 

Welche Pferde sind betroffen?

Betroffen waren hier zu 70%Pony- und Kleinpferde oder Mischungen daraus. Shetlandpony, Isländer, Haflinger, Camargue- und Fjordpferde sowie weitere ursprüngliche Rasse, wie Tinker, Friesen und Arabermischlinge. Nur zweiWarmblüter waren unter den betroffenen Pferden. Geschlechterunterschieden gab es keine, Wallache, Hengste oder Stuten sind vom Ekzem gleichermaßen betroffen. Das Alter der befragten Pferde reichte von 5 – 27 Jahre. Das frühste Ekzem trat mit einem Jahr auf.

 

Was war der Auslöser?

Was war der Auslöser? Eindeutig war der Hauptauslöser (zu 90%!) ein Stallwechsel. Oft fängt das Ekzem tatsächlich erst beim neuen Besitzer an. Es scheint, als bringe ein „Zuviel“ an Stress, an Futterumstellungen, Medikamentengaben oder psychische Belastungen das „Fass“ zum Überlaufen. Alle Pferde waren geimpft und wurden entwurmt, meist mit chemischen Wurmkuren. Die meisten Pferde (70%) mit Ekzem sind eher zu dick, ein „Zuviel“ für den Stoffwechsel scheint tatsächlich der Hauptauslöser zu sein. Auch hier ein Cocktail, der Körper reagiert, wenn es wird, mit seiner Schwachstelle, die durchaus genetischen Hintergrund haben kann. Sehr interessant war der Ausbruch des Ekzems bei einem erfolgreichen Islandpferdehengst. Nach der Teilnahme an einem großen Wettkampf trat sein starkes Sommerekzem auf. Das Turnier war verbunden mit einer mehrtägigen Reise. Selbstverständlich wurden vorher alle vorgeschriebenen Schutzimpfungen und regelmäßige Wurmkuren verabreicht. Hinzu kommt der Stress einer solchen Fahrt. Irgendwann reagiert solch ein sensibler Körper. Bei Islandpferden liegt der Verdacht nahe, dass gerade sie durch ihren natürlichen Ursprung empfindsam auf Störungen von außen reagieren. In ISLAND selbst gibt KEINE IMPPFUNGEN UND VIELE MÜCKEN. Es scheint, ihr eigentlich robuster Körper kommt mit unseren Impfungen, Wurmkuren, Medikamenten und/oder Futtermitteln, sowie dem psychischen Stress einer Umsiedelung nicht zurecht. Ein junger Tinker bekam schon einjährig das Ekzem.

 

Er wurde zwar nicht geimpft, hatte jedoch oft Koliken und wurde immer tierärztlich mit Medikamenten behandelt. Sein Körper wehrte sich vermutlich darauf mit einer Überreaktion, einer Allergie. Auch der Arabermix war bis zum Stallwechsel vor 23 Jahren gesund. Allerdings wechselte er damals auch den Besitzer und bekam im darauffolgenden Jahr alle möglichen Impfungen, deren Sinn und Verträglichkeit heute schon längst in Frage gestellt werden. Trotz guter Haltung find im nächsten Sommer das Sommerekzem an, der chronische Husten ließ nicht lange auf sich warten. Auf alles, was „zuviel“ war, dem Körper fremd vorkam, erfolgte eine hypersensible Reaktion. Er entwickelte sich zu einem hochgradigen Allergiker.

 

Wie kann der Pferdebesitzer helfen?

Haltungsbedingungen optimieren! Wo keine Insekten sind, gibt es auch kein Sommerekzem! Wenn die Besitzer in ihrer Not Bäume abzäunen und den Pferden die Möglichkeit nehmen, sich ihrem Juckreiz hinzugeben, ist ihnen nicht wirklich geholfen. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Stelle am Körper, an der Sie sich kratzen möchten, aber Sie kommen nicht dran! Viele Pferde wälzen sich dann und befinden sich in einem Dauerstreßzustand. Ist es möglich, das Pferd nur nachts auf Koppeln zu halten, ist das eine sehr gute, aber auch arbeitsintensive Möglichkeit. Die Kriebelmükken und Gnitzen fliegen erst etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang bis etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Die Hauptaktivität des Insekts liegt in den Dämmerstunden. Fliegen, Bremsen und andere Insekten kommen tagsüber hinzu, die die empfindlichen Pferde weiter sensibilisieren. Feuchte Gegenden, d.h. Wasserquellen, Pfützen und Bachläufe, ziehen Ungeziefer an, ebenso Kot, der sich auf den Weiden sammelt. Eine sauberes, trockenes Ruhelager bzw. ausreichend große, saubere Weideflächen vermindern auf alle Fälle die Insekteninvasion.

 

Weniger ist oftmals mehr!

Sommerekzempferde leiden oft unter einer Stoffwechselerkrankung. Von daher wird eine eiweißund kohlenhydratarme Fütte rung grundsätzlich empfohlen, da sich ein Eiweißüberschuss negativ auf das Ekzem auswirkt und viele erkrankte Pferde bereits einen Protein-Überschuss aufweisen. Deshalb sind manche Sommerekzemer anfällig für Hufrehe und umgekehrt. Wurmkuren und Impfungen so viel wie nötig und so wenig wie möglich! Medikamentengaben vermeiden. Impfungen und Wurmkuren sowie alle Medikamente, die nicht in der natürlichen Umwelt des Pferdes vorkommen, können den ohnehin empfindlichen Stoffwechsel des allergischen Pferdes belasten. Impfungen sollten wohl überlegt sein, Wurmkuren erst nach Kotproben sparsam und gezielt eingesetzt werden. Natürliche Futtermittel ohne künstliche Zusatzstoffe verhelfen den Pferden zu einem gesunden Organismus. Das wichtigste hierbei ist das qualitativ hochwertige Heu, von ungedüngten vielfältigen Wiesen, die nicht zusätzlich als Pferdekoppel dienen. Ein Calciummangel ist bei vielen Sommerekzempferden feststellbar, der ausgeglichen werden sollte. Stress vermeiden. Häufiger Stallwechsel kann einen unglaublichen Stressfaktor für Pferde darstellen, ist doch die Sicherheit in der eigenen Herde überlebenswichtig. Kein Pferd würde freiwillig seine sichere Herde verlassen! Tipps – Homöopathie Urtica Urens bei kleineren Schwellungen (1-2 cm) mit oder ohne Reizung. Auch bei Nesselausschlägen am ganzen Körper. Ledum reduziert die Reaktion auf die Stiche der Gnitzen Apis ist das Hauptmittel für ausgedehnte Schwellungen (auch bei Schlauch- oder Augenschwellungen durch Stiche) mit ödimatösen Stellen, infizierte Stichwunden. Kälte bessert. Die Mittel wirken gut in der Potenz C30, 10 – 15 Globulis (Zuckerkügelchen) pro Gabe. Zu Beginn werden die Mittel häufiger gegeben, dann reduziert. Z.B. anfänglich alle zwei Tage, dann nur noch 2 x Woche, dann 1 x Woche.

 

Alles, was hilft und gut tut ist erlaubt, solange es nicht noch mehr den Körper belastet!

• Ohne Schutz in Form von natürlichen Pflegemitteln geht es nicht. Sie sollen der Haut gut tun und Insekten fernhalten!

• Heilerde deckt schützend offene Hautstellen ab und lindert die Entzündung.

• Aloe Vera heilt und pflegt die Haut

 

Wann fing bei Ihrem Pferd das Ekzem an, wie sind Ihre Beobachtungen und was hat tatsächlich geholfen? Schreiben Sie bitte Ihre Erfahrungen an relax@sommerekzemhilfe.de 

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TICKETVORVERKAUF HAT BEGONNEN: PFERD INTERNATIONAL 2015 VIELSEITIGE UND HOCHKARÄTIGE VERANSTALTUNG

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Vom 14. bis 17. Mai treffen sich Pferd und Reiter verVom 14. bis 17. Mai treffen sich Pferd und Reiter verchem Hintergrund. Für Prominenz in der NÜRNBERGER Dressur- Arena sorgt auch in diesem Jahr wieder das Finale der World Dressage Masters. Hierbei kämpfen die weltbesten Reiter um den Gesamtsieg der höchstdotierten Dressurreihe der Welt. Auch die Qualifikationen zum NÜRNBEGER Burg- Pokal bei Pferd International haben eine jahrzehntelange Tradition und locken jedes Jahr Tausende von Besuchern auf die Anlage. Dabei bildet die Arena stets einen würdigen Rahmen für die jeweiligen Sieger, fast alle später im großen Dressursport erfolgreich. Auf dem Springplatz können die Aktiven in drei hochdotierten Prüfungen Weltranglistenpunkte sammeln.

 

Und das ist nur ein kleiner Auszug aus dem vielfältigen Programm der Disziplinen. Auch die Nachwuchsförderung wird groß geschrieben: Erstmalig präsentiert die Pferd International in diesem Jahr „Deutschlands U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport“. Die Serie gibt Springreitern bis 25 Jahren Gelegenheit, auf großen Turnieren ihre Erfahrung im Spitzensport zu sammeln. Ein weiteres Highlight im Parcours ist der Große Preis mit zwei Umläufen, welcher am Sonntagnachmittag traditionell als krönender Abschluss auf dem Programm steht.

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„WER RASTET DER ROSTET“…

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…vor genau einem Jahr haben wir bereits einen kleinen Bericht mit derselben Überschrift über unse ren Pferdeopa Wiesenferdl verfasst und vielleicht hat sich schon der ein oder andere gefragt, ob es den Senior mit 33. Jahren noch gibt….und wie es ihm so geht? Er genießt nach wie vor in vollen Zügen seinen Lebensabend im Reitsportaber nicht mit langweiligem Rumstehen und Faulenzen. An seinem täglichen Bewegungseifer hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert, ganz im Gegenteil. Da er immer täglich nach seinem Stallkollegen geschrieen hat, als dieser wie jeden Vormittag in die Führanlange kam, wurde die Idee geboren ihn doch einfach mal mitzunehmen und aus dieser spontanen Idee wurde tägliche Routine. Opa ist wohl das motivierteste Pferd in der Führanlage und genießt jede einzelne Runde, welche er mitlaufen darf. Auch Opa's Tierarzt ist von dieser neuen Bewegungsmöglichkeit begeistert, da nach wie vor auch seine Aussage ist "wer rastet, der rostet" und gerade bei einem Lauftier, ist und bleibt es das Lebenselixier.... Wir möchten uns auch auf diesem Weg bei allen Bedanken, die uns bei der Pflege und Betreuung von unserem Opa tagtäglich helfen und unterstützen und hoffen das wir gemeinsam seinen Jubeltag am 11.04.2015 in einer lustigen Runde feiern werden. 

 

Wir wünschen unserem Ferdl alles Liebe und Gute zu seinem 34. Geburtstag und hoffen weiterhin, das wir noch ganz viel Zeit mit ihm verbringen dürfen!

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GUT AUFGESTELLT!! ÖSTERREICHS ELITE BEIM OSTER-CDI

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Als eines der größten Dressurturniere, die Österreich zu bieten hat, zählt das mit so viel Tradition behaftete CDI3* zu Ostern zu den ganz großen Turnierhighlights des Jahres. Am Osterwochenende öffnet das Pferdezentrum in Stadl-Paura vom 31. März bis 06. April wieder seine Tore und heißt alle internationalen Dressurstars von den Ponykids bis hin zu den hochkarätigen Kader und Olympiareitern herzlich willkommen. Unter der Leitung der Familie Beudel findet das legendäre Osterturnier zum mittlerweile 15. Mal statt. Heuer unter dem Namen „4. Rudolf Beudel Gedächtnisturnier“. Victoria Max-Theurer, Renate Voglsang, Christian Schumach, Evelyn Haim- Swarovski, Astrid Neumayer und Amanda Hartung – das sind nur sechs bekannte rot-weiß-rote Reitgrößen, die für das CDI3*- Event in Stadl-Paura ihre Nennung abgegeben haben. Österreichs Aushängeschild Vici Max-Theurer zählt seit Jahren schon zur ungeschlagenen Dressur- Queen und sorgte stets für glorreiche Heimerfolge. Sie hat mit ihren beiden Pferden „Eichendorff“ und „Blind Date 25“ auch 2015 zwei heiße Eisen im Feuer und ist – wie die letzten Turniereinsätze bewiesen – in Top-Form. Schützenhilfe gibt es auf jeden Fall von ihren Teamkollegen Renate Voglsang und Christian Schumach, die ja schon bei den letztjährigen Weltreiterspielen in Caen eine starke Einheit bildeten.

 

Sichtungssiegerin und Horsebox Austria Cup-Gewinnerin Timna Zach hat ihren Start angekündigt, ebenso wie Nikolaus Erdmann, Caroline Kottas-Heldenberg, Belinda Weinbauer oder Katharina Wünschek. Auch in den Nachwuchsklassen wird die gesamte heimische Elite erwartet: Neben den besten Fünf der aktuellen Jungen Reiter- Rangliste, Lea-Elisabeth Pointinger, Diana Porsche, Alina Larissa Djaber Ansari, Oliver Valenta und Kristina Sober, wird mit Florentina- Gisi Lorenz auch Österreichs beste Juniorin erwartet. Sie bekommt in der Junioren- Tour Unterstützung von Laura Rehberger, VictoriaWurzinger, Marie-Christine Fuhs und Nicola Louise Ahorner. Letztere ist bei der Pony- Rangliste schon lange die Nummer eins und hält natürlich als große rot-weißrote Favoritin in den Ponyprüfungen die österreichische Fahne hoch.

 

Ebenfalls ihr Bestes geben werden Alessa-Louisa Djaber Ansari, Daria Hohenwarter, Marlene Krimascek, Chiara Pengg, Anna Wischenbart und Victoria Wurzinger. Österreich ist aber nur eines von insgesamt 20 genannten Nationen. Darüber hinaus kommen Stammgäste aus Deutschland, Schweiz, Dänemark, Luxemburg, Schweden oder Polen. Und auch Exoten wie Japan oder Mexiko sind in diesem Jahr dabei. Das Nennergebnis kann sich also sehen lassen und mit Ulla Salzgeber, Anabel Balkenhol oder Stefanie Weihermüller springt auf der Nennliste auch große Prominenz ins Auge.

 

Alle Ergebnisse auf www.horse-events.at 

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ONKEL DES OLYMPIASIEGERS DIRK SCHRADE VERSTORBEN HAUPTSATTELMEISTER A.D. FRITZ SCHRADE IST TOT

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Marbach, 19.03.2015 (HuL Marbach). Er war bis heute ein Vorbild und prägend für viele Marbacher Gestüter: Hauptsattelmeister a.D. Fritz Schrade ist am 16. März 2015 im Alter von 85 Jahren in seinem Heimatort Gomadingen verstorben. Fritz Schrade war am 10. Juli 1945 im jugendlichen Alter von 15 Jahren als Gestütshilfswärter in den Gestütsdienst des Haupt- und Landgestüts Marbach eingetreten. Auf den Gestütshöfen Offenhausen und Marbach lernte Fritz Schrade schnell den Umgang mit Pferden kennen. Im Jahr 1955 wurde der Grundstein für die Gestütswärterlaufbahn mit seiner Teilnahme an einem gestütsinternen Ausbildungslehrgang gelegt. Aufgrund seines Talents für Reiten und Fahren wurde Fritz Schrade im Januar 1962 durch den damaligen Landoberstallmeister Dr. Georg Wenzler an die Deutsche Reitschule in Warendorf entsandt. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung zum Reitlehrer, anerkannt durch den damaligen „Hauptverband für Zucht und Prüfung Deutscher Pferde“ (heute Deutsche Reiterliche Vereinigung), folgte im Jahr 1964 die Beförderung zum Gestütwärter, im Jahr 1966 zum Gestütoberwärter und im Jahr 1968 zum Gestüthauptwärter. Nach dem Tod des früheren Sattelmeisters Christian Vöhringer wurde im Gestüt ein neuer Leiter für die Ausbildung des Personals und für die Ausbildung der Pferde gesucht.

 

Bereits zu dieser Zeit erkannte Landoberstallmeister Dr. Wenzler, dass Fritz Schrade ein sehr gutes Händchen in der Pferdeausbildung hatte. Er schlug dem Ministerium vor, diesen Mann weiter ausbilden zu wollen und gab als Gründe den „derart schrecklichen Personalmangel“ und „Notlage an Personal“ an, den er u.a. mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland begründete. Ein bereits ausgebildeter, geeigneter Nachfolger sei nicht zur Verfügung. Zur Förderung seiner Kenntnisse in der Dressur wurde Fritz Schrade daraufhin 1968 für vier Monate in die renommierte Reitschule Egon von Neindorff nach Karlsruhe abgeordnet. Eine weitere Ausbildung folgte an der Westfälischen Reit- und Fahrschule Münster bei Major a.D. Stekken, die mit bestandener Reitlehrer- Prüfung erfolgreich endete. In ausführlichen Briefwechseln zwischen den externen Ausbildern und dem Marbacher Landoberstallmeister wird berichtet, dass Fritz Schrade einen guten und ordentlichen Eindruck hinterlassen habe, er sehr zuverlässig und gewissenhaft sei und man sich einig war, dass er die Funktion des Ausbilders im Gestüt in Marbach aufgrund seines soliden Wissens und Könnens ausüben könne.

 

Diesen Erwartungen wurde Fritz Schrade mehr als gerecht. 1969 erfolgte seine Ernennung zum Sattelmeister, 1973 die Ernennung zum Obersattelmeister, 1974 zum Regierungslandwirtschaftsobersekretär und schließlich 1982 zum Regierungslandwirtschaftshauptsekretär. Aus gesundheitlichen Gründen wurde Fritz Schrade Ende Oktober 1984 durch Landoberstallmeister Dr. Wolfgang Cranz in den Ruhestand versetzt. Insgesamt war Fritz Schrade 15 Jahre als Ausbilder im Reitkommando tätig in der Ausbildung der Remonten und Auszubildenden, bei Hengstleistungsprüfungen und Reitpferdeauktionen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Messen und Hengstparaden, für die er vielzähliger Quadrillen choreografierte und an der Tête ritt. Als sein Neffe Dirk Schrade mit King Artur bei den Olympischen Spielen in London Gold gewann, gehörte er zu den ersten Gratulanten und war beim feierlichen Empfang durch die Gemeinde Gomadingen im August 2012 unter den Ehrengästen, gemeinsam mit Hans Günter Winkler. Ganze Generationen Marbacher Gestüter lernten von Fritz Schrade. Seine disziplinierte Dienstauffassung war Vorbild für sie und seine Philosophie im Umgang mit dem Pferd prägte sie – bis heute. Informationen zum Haupt- und Landgestüt Marbach im Internet (www.gestuetmarbach. de) oder auf der Facebook- Seite des Gestüts.

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DRESSUR- UND SPRINGLEHRGANG IN DER REITSCHULE GOLD

Gössenheim. Auch in diesem Jahr ist es der Reitschule Gold für die Durchführung eines kombinierten Dressur- und Springlehrganges gelungen als Lehrgangsleiter Markus Lämmle zu gewinnen. Markus Lämmle ist Pferdewirtschaftsmeister FN Schwerpunkt Reiten, Besitzer verschiedener Trainerlizenzen und leitet seit dem Jahr 2000 das einzige private Trainingszentrum in Süddeutschland für die Traineraus- und weiterbildung C, B und A in der Nähe des Bodensees. Lange Zeit war er selbst erfolgreicher Vielseitigkeits- und Dressurreiter.

 

Insgesamt hatten sich im Vorfeld 9 Spring- und 11 Dressurreiter für das Wochenende 21./22.03.2015 angemeldet. Sie erwarteten, dass sie bei diesem Lehrgang hilfreiche Tipps und Anregung erhalten würden, um das Reiten in der Freizeit und besonders zur bevorstehenden Tuniersaison verbessern zu können. Markus Lämmle ging auf jeden Teilnehmer gezielt ein. In der Dressur machte er sich sehr schnell ein konkretes Bild von Pferd und Reiter und konnte somit wertvolle Hilfestellung ge - ben. Seitengänge, Schenkelweichen, Schulter herein waren nur einige Übungseinheiten. Er lobte, wo es angebracht war, sparte aber auch nicht mit konstruktiver Kritik. Im Springen erhielten die Teilnehmer durch den anspruchsvoll aufgebauten Parcour eine perfekte Trainingseinheit, gerade im Bezug auf die bevorstehende Tuniersaison.

 

Markus Lämmle achtete besonders auf das korrekte Anreiten eines Hindernisses sowie das richtige Tempo vor und zwischen den Sprüngen. Er lobte und korrigierte die Teilnehmer und ließ einzelne Sprünge auch mehrfach wiederholen, wenn diese in seinen Augen nicht perfekt in der Ausführung waren. Nach diesem anstrengenden Wochenende gingen alle Lehrgangsteilnehmer erschöpft aber sehr zufrieden nach Hause und jeder hat sich vorgenommen die erhaltenen Tipps umzusetzen. Sollte Markus Lämmle auch im nächsten Jahr wieder diesen Lehrgang leiten, werden sie wieder dabei sein. Da sind sich alle Teilnehmer einig, denn es war zwar harte Arbeit, hat aber riesigen Spass gemacht.

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Pferdegesundheit

ERSTE HILFE

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Theisau – Die Vorsitzende des Regionalverbandes Lichtenfels, Coburg, Kronach des VfD (Verband der Freizeitreiter und –fahrer Deutschlands) Kirsten Kastl vom Reiterhof Kachelmannsberg organisierte in Zusammenarbeit mit dem Reit- und Fahrverein Burgkunstadt – Theisau e. V. und dem Reitclub St. Georg Küps am 15. März 2015 einen Kurs zum Thema Notfälle und Erste Hilfe beim Pferd im Casino des Theisauer Reitvereins. Dr. Hans-Elmar Zapf aus Altenkunstadt referierte vor zahlreichen Teilnehmern darüber wie sie selbst überprüfen können, ob ihr Pferd krank ist, ob es sich um einen Notfall handelt und wie man dem Pferd bis zum Eintreffen eines Tierarztes helfen kann um weitere Schäden zu vermeiden. Die Demonstration von Verbandstechniken an mit - gebrachten Präparaten verfolgten die Teilnehmer ebenso interessiert wie sie im Anschluß an den theoretischen Teil im Reitstall von Robert Konrad aus Theisau aktiv einige Verbände an Pferden üben konnten. Zum Schluss überreichte Kirsten Kastel die Urkunden an die Teilnehmer.

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Der Passende Sattel

Geschichte des Reitsattels Zwischen Mensch und Pferd: der Sattel

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„Keine Stunde im Leben, die man im Sattel verbringt, ist verloren.“ (Sir Winston Churchill). Die Geschichte des Sattels ist zugleich die Geschichte des Reitens. Vorrichtungen, die wir als „Packsättel“ bezeichnen könnten, gab es schon lange vor jeder Reitkunst. Aus zwei Brettern und Bügeln einfach angefertigt, dienten diese Vorrichtungen dazu, den Pferden möglichst viel Gepäck gleichmäßig aufladen zu können. Die Griechen polsterten die ersten Reitsättel mit Dekken und Kissen aus Lammfellen, die Kelten nützten zu diesem Zweck bereits das Leder. Mit solchen Unterlagen wurden die ursprünglichen Packsättel erstmals zu Reitsätteln umfunktioniert. Entsprechende Hinweise finden sich bereits in denWerken des griechischen Philosophen Xenophon.

 

Die wahrscheinlich keltische Erfindung der Sattelhörner, die das Aufsteigen erleichterten und beim Reiten zusätzlichen Halt gaben, wurden als wichtiger Fortschritt in der Reitkunst sehr rasch von den Römern übernommen. Den für das Reiten wichtigen Steigbügel finden wir ab dem 3. Jahrhundert in Asien, und fünfhundert Jahre später auch in Europa. Die wichtigsten Sattelelemente – der für Form und Steifigkeit des Sattels wichtige Sattelbaum, die für den Reiter möglichst komfortable Sitzfläche und die Steigbügel – gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Mit der Entwicklung des Reitsports entstand auch eine Vielzahl an für den jeweiligen Zweck optimierten Sätteln.

 

Neben dem beliebten Vielseitigkeitssattel, dem spezifischeren Dressursattel oder auch dem Springsattel wurden auch spezielle Rennsättel, Polosättel, Westernsättel entwickelt, dazu die Töltsättel, Distanzsättel oder der speziell in der Toskana beliebte Maremmana. Eine Besonderheit stellten natürlich die Damensättel dar, die es der Damenwelt in früheren Jahrhunderten erlaubten, mit beiden Beinen auf der linken Seite des Pferdes zu sitzen. Diese Art der nicht ungefährlichen Sättel wird heute im Normalfall nicht mehr verwendet. Qualitativ hochwertige Sättel sind für das Wohlbefinden sowohl des Reiters als auch des Pferdes optimiert. Ein „pferdefreundlicher“ Sattel wird jedenfalls auf die Größe des Tieres Rücksicht nehmen. Zu lange Sättel belasten vor allem den kritischen Bereich des Pferderückens hinter der Sattellage. Eine optimale Sattellänge sorgt dafür, dass der Schwerpunkt der Sitzfläche mit dem Schwerpunkt des Pferderückens übereinstimmt. Wer seinen Sattel sorgfältig auf das Pferd abstimmen möchte, wird auch darauf achten, dass das Schulterblatt des Pferdes vor dem Sattel liegt und dadurch eine ausreichende Beweglichkeit gewährleistet ist.

 

Der optimale Sattel ist für das Pferd nicht zu eng und verhindert jeglichen punktuellen Druck. Um ein Verrutschen des Sattels zu verhindern, muss die Gurtung des Sattels senkrecht zur Gurtlage des Pferdes verlaufen. Der aus England stammende Vielseitigkeitssattel sorgt aufgrund seines langen Sattelblattes für ein ausreichendes Maß an Bequemlichkeit und bietet einen besonders für Anfänger sehr wichtigen guten Halt. Diese Sättel sind für eher kurze Ausritte gedacht und werden auch beim Dressurreiten oder Springen verwendet. Da der Reiter auf dem Vielseitigkeitssattel sehr nahe am Pferd sitzt und über ausreichend Bewegungsfreiheit verfügt, ist es ihm möglich, dem Pferd genaue Gewichts- und Kreuzhilfen zu geben. Je nach Länge der Sattellagen werden Keilkissen – für normale bis längere Sattellagen – oder Bananenkrissen – für kurze Sattellagen – verwendet. Mit dem Vielseitigkeitssattel versuchen die Anbieter sowohl den Ansprüchen der Dressur als auch des Springens gerecht zu werden. Der flexible Einsatz macht den Vielseitigkeitssattel auch zu dem am häufigsten verwendeten Satteltyp in Reitschulen.

 

Der spezifische Dressursattel hat eine relativ kleine Auflagefläche. Auch auf diesem Sattel sitzt der Reiter sehr nahe am Pferd. Neben dem tiefen, stabilen und relativ weit hinten befindlichen Sitz ermöglicht das lange Sattelblatt das sogenannte „lange Bein“. Dieses gewährt dem Oberschenkel viel Freiheit und ist für die Hilfen, die dem Pferd bei der Dressur zu geben sind, besonders wichtig. Gerade beim Dressurreiten ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich Reiter und Pferd möglichst intensiv „spüren“. Ein geeigneter Sattel mit einem elastischen und durchlässigen Sattelbaum wird diese Kommunikation über die „Körpersprache“ besonders fördern. Etwas länger und flacher als ein Dressursattel ist ein spezieller Springsattel. Bei diesem Sattel steht nicht die Hilfengebung des Reiters sondern die Bewegungsfreiheit des Pferdes im Mittelpunkt. Wichtiger als der Schenkeldruck ist beim Springreiten ein guter Kniekontakt zum Pferd.

 

Die Sattelpauschen sorgen beim Springsattel für eine strenge Führung des Oberschenkels. Die nach vorne gezogenen Sattelblätter und die hohen Pauschen sichern dem Knie bei der Landung nach einem Sprung einen sehr guten Halt. Durch verkürzte Steigbügelriemen bietet der Springsattel dem Reiter die Möglichkeit, näher am Hals des Pferdes zu sitzen, und so den Schwerpunkt nach vorne zu verlagern. Der erhöhte Hinterzwiesel verhindert das Abrutschen des Reiters. Bei Pferderennen werden spezifische Rennsättel eingesetzt, die besonders klein und leicht sind und dem Rennpferd eine maximale Bewegungsfreiheit ermöglichen. Für längere Ausritte sind die sogenannten Westernsättel mit dem typischen Horn vor dem Vorderzwiesel aufgrund ihrer großen Fläche und guten Gewichtsverteilung am besten geeignet. Für Distanzritte von mehr als 100 Kilometern wurden eigene Distanzsättel entwickelt. Ein geeigneter, sorgfältig gewählter Sattel ist in allen Fällen die Grundvoraussetzung dafür, dass sich folgender Spruch bewährt: Das Beste für die Seele eines Menschen ist der Rücken eines Pferdes. (Lord Palmerston)

 

Mit freundlicher Genehmigung: www.sattelpartner.de/ geschichte-des-reitsattels

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Start in die Turniersaison

Der Vorbereitungsplatz Das Fenster zum Reitsport

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Umgangssprachlich Abreiteplatz, korrekt Vorbereitungsplatz, ist er das Herz einer jeden Turnierveranstaltung und – je nach Blickwinkel – auf eine ganz besondere Weise das Fenster zum Reitsport.

 

Blickwinkel Reiter! Wie der Name schon sagt: Der Vorbereitungsplatz ist zur Vorbereitung da, nicht zum Üben, Würzen, Streiten oder Tratschen. Egal ob ganz ländlich auf der engen Wiese oder international auf professionell geharktem Untergrund – auf dem Vorbereitungsplatz will jeder Reiter sich und sein Pferd individuell auf die kommende Spring-, Dressur-, Western-, Fahr-, Voltigieroder Basis-Prüfung einstimmen. Dazu braucht es Ruhe und Regeln statt Randale. Wer schon im Vorfeld weiß, dass sein Pferd die ein oder andere Prüfungsanforderung noch nicht beherrscht, gehört nicht aufs Turnier.

 

Denn: Geübt wird Zuhause! Auch umstrittene Trainingsmethoden oder übertriebenes „Nachsitzen lassen“ nach Problemen in der Prüfung sind überflüssig. Letzteres bringt nichts und hinterlässt auch einen schlechten Eindruck. Immerhin geschieht die Vorbereitung in der Öffentlichkeit und gewährt somit einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Was sich auf dem Vorbereitungsplatz abspielt kann Werbung für den Pferdesport sein – oder aber das traurige Gegenteil. 􀀀 Blickwinkel Zuschauer! Nirgends lernt man mehr über Pferde und Reiter als auf dem Vorbereitungsplatz. Deshalb stehen hier manchmal beinahe so viele Zuschauer wie bei der Prüfung. Und wer genau hinsieht kann nicht nur „mit den Augen klauen“ und Tipps mit nach Hause nehmen. Er kann auch erkennen, was sich hinter der Faszination einer perfekten Vorstellung verbirgt: Anspannung, Teamwork, Vertrauen, Fleiß, Talent, Arbeit, Systematik und – im Optimalfall – Harmonie. Fast wie in einer guten Ehe.

 

Und genau wie dort kann’s auch mal dissonante Momente geben. Nicht jede kurze Auseinandersetzung ist gleich ein schlimmer Streit, nicht jedes „tiefe Einstellen“ gleich Rollkur, nicht jede Gertenhilfe gleich Prügel. Wichtig ist: Die „Diskussionen“ zwischen Pferd und Sportler müssen pferdegerecht sein. 􀀀 Blickwinkel Veranstalter! Gute Vorbereitung ist der beste Start. Ein guter Vorbereitungsplatz ist demnach genauso wichtig wie ein guter Prüfungsplatz und sagt viel aus über die Qualität einer Veranstaltung. Ein guter Boden macht nicht nur Reiter glücklich, er hält auch die Pferde gesund, ermöglicht bessere Leistungen und schönere Bilder. Schlammige Matschgruben, drangvolle Enge, fehlende Sprungmaterialien oder schlechte Organisation schießen ein Turnier ganz schnell ins Aus. Auch Unerreichbarkeit des Vorbereitungsplatzes für Zuschauer lässt Verbotenes vermuten. Dabei gibt’s im Pferdesport nichts zu verheimlichen. Zumindest nicht, wenn alles mit rechten und gerechten Dingen zugeht. Blickwinkel Richter! Der Dienst auf dem Vorbereitungsplatz ist nicht nur richterliche Pflicht, er ist genauso wichtig wie der Einsatz auf dem Prüfungsplatz.

 

Immerhin kann es in der nervlichen Anspannung der Vorbereitung schon mal geschehen, dass der ein oder andere Reiter ein bisschen zu viel von seinem Vierbeiner will. Oder dass die Sportkontrahenten sich gegenseitig behindern. Oder in die Trickkiste greifen. Oder, oder, oder. Hier reguliert der Richter als Sachverständiger, beruhigt, kontrolliert, ermahnt, rügt. Und ist ein Aktiver mal ganz uneinsichtig, hilft manchmal nur Platzverweis und Ausschluss von der Prüfung. Eine nicht beliebte Maßnahme, die zum Glück nicht allzu oft zum Einsatz kommt. Wann und vor allem wie ein Vergehen auf dem Vorbereitungsplatz geahndet werden kann, regelt die Leistungsprüfungsordnung (LPO). Drum: Augen auf und keine Angst vor unangenehmen Diskussionen oder großen Namen. Tricks, Grobheiten oder gar tierschutzrelevantes Verhalten gehören nicht in den Reitsport. Da sei der Richter vor! Quelle: Deutsche Reiterliche Vereinigung

 

 

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Der Passende Sattel

Die richtige Sattelpflege

Ideal gepflegt wird das Leder mit lauwarmen Wasser, Sattelseife und Lederbalsam oder Lederfett. Den Schwamm mit Sattelseife und Wasser anfeuchten und damit den gesamt Sattel reinigen. Angefangen bei der Sitzfläche, den Sattelblätter, unter den Sattelblättern bis hin zu den Gurtstrippen. Nach der Reinigung mit Sattelseife und Wasser soll der Sattel gründlich abgetrocknet werden. Auf den sauberen, trockenen Sattel soll nun mit einem weichen Tuch das Lederbalsam oder Lederfett aufgetragen werden. Angefangen wieder bei der Sitzfläche, Sattelblätter, unter den Sattelblättern bis hin zu den Gurtstrippen.

 

Nun lässt man den Lederbalsam/ -fett ca. 15 Minuten in das Leder einziehen. Im Anschluss wird der Sattel mit einem Wolllappen abgerieben, um den restlichen Lederbalsam zu entfernen und das Leder zu polieren. Der Lederbalsam, der zwischen den Sattelblättern nicht eingezogen ist, wird ebenfalls mit dem Wolllappen entfernt. Wichtig – die Unterseite des Sattels nicht vergessen. Ganz normal pflegen mit Seife und Lederbalsam/- fett. Sehr wichtig, da hier das Leder im direkten Kontakt mit Schweiß steht und das Leder

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Rund um den Stall

Stalleinrichtung

Eine optimal auf die Bedürfnisse und Ansprüche von Tier und Mensch abgestimmte Umgebung sorgt einerseits für das Wohlbefinden der Pferde und andererseits für praktikable und möglichst einfache Arbeits- und Versorgungsgänge des Pferdehalters. Die auf die individuellen Umstände und Voraussetzungen ideal angepasste Stalleinrichtung ist also der Schlüssel zu beidem. Moderne Stalleinrichtung – Bewegungsfreiheit für die Pferde Moderne Pferdestallungen zeichnen sich durch ihre der Bewegungsfreiheit der Vierbeiner gerecht werdende großzügige Raumaufteilung aus. Selbst bei unterschiedlichsten Platzverhältnissen und Anlagengrößen können professionelle Konzeptionen verschiedenster Hersteller und der entsprechenden Fachleute die Umsetzung artgerechter Strukturen gewährleisten.

 

Die Inanspruchnahme ausführlicher Beratung durch Experten mit entsprechender Ortsbesichtigung und Ausarbeitung verschiedener Vorschläge ist hier dringend zu empfehlen. Fragen über Fragen Im Rahmen einer Pferdestalleinrichtung gibt es unzählige Punkte, die geklärt werden müssen, ebenso viele Möglichkeiten, technische Einrichtungen zu berücksichtigen und praktisch und zweckdienlich zu platzieren und schließlich und endlich das Wohnzimmer der Pferde zu konzipieren. Müssen Pferdeboxen fix oder von variabler Größe sein, aus welchem Baustoff bestehen die Boxen, von welcher Beschaffenheit ist der Stallboden, welches Fütterungssystem soll verwendet werden, sind Möglichkeiten einer arbeitssparenden Entmistungsanlage zu berücksichtigen, wie funktioniert das Be- und Entlüftungssystem, wo werden Zubehör, Werkzeuge und Gerät schaften untergebracht … Fragen über Fragen, und das sind noch längst nicht alle. Die Stalleinrichtung – ein Garant für Idealzustände Wichtig und vordergründig in allen Fragen rund um die Stalleinrichtung ist die Verfolgung und Verwirklichung zentraler Ziele, die in der Pferdehaltung als unabdingbar gelten sollten. Die Stalleinrichtung darf der Sozialpflege und dem Sozialkontakt der Pferde untereinander nicht entgegenstehen, sondern sie muss dafür die Voraussetzungen schaffen. Dies fördert in erheblichem Maße die Ausgeglichenheit und die Lust und Laune der Herdentiere.

 

Frische Luft und sehr gute Lichtverhältnisse sind Selbstverständlichkeiten einer artgerechten Pferdehaltung, genauso wie die bereits erwähnte Bewegungsfreiheit. Gleiches gilt für die ständige Versorgung mit kleinen und ausgewogenen Futterrationen, die unter Einsatz von Futterautomaten und Fressständen beziehungsweise Futterständen gewährleistet werden kann. Für den Pferdehalter indes erlaubt die richtige Stalleinrichtung flexiblere Arbeitszeiten, organisierte Arbeitsprozesse und damit reduzierte Arbeitsaufwände, eine bessere Futterverwertung durch die Pferde und weitere Vorteile durchdachter örtlicher Begebenheiten. Angelehnt an diese Philosophie ist die fachgerechte Stalleinrichtung ein Garant für viele Idealzustände für Pferd und Reiter.

 

Quelle: www.pferde.de 

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Pferdegesundheit

NUR EIN FALSCHER TRITT AM HÄUFIGSTEN UNTERSCHÄTZT, UND DOCH EIN ECHTER NOTFALL – DER NAGELTRITT

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„Mein Pferd steht auf drei Beinen und hat einen Gegenstand in der Hufsohle stecken, was kann ich jetzt tun?“ Öfter als vielleicht gedacht müssen sich Pferdebesitzer diese Frage stellen und reagieren. Dies muss natürlich nicht zwingend ein Nagel sein. Jede Verletzung durch spitze, oder scharfe Gegenstände der Hufsohle, des Strahls, oder der Stahlfurchen wird als Nageltritt bezeichnet. Das Eindringen dieser Fremdkörper ruft oft schlimme Verletzungen verschiedener Strukturen und Wundinfektionen hervor. Unabhängig der Herkunft und Art des Fremdkörpers ist dies immer ein echter Notfall.

 

Zwei Arten des Nageltritts sind zu unterscheiden.

Im ersten Fall steckt der Fremdkörper noch im Huf. Dieser darf auf keinen Fall einfach so herausgezogen werden, außer es besteht die dringende Gefahr, dass er weiter in den Huf eindringt. Bevor man diesen entfernt sollte ein Tierarzt Lokalisation und Tiefe des eingedrungenen Materials festgestellt haben. Dies geschieht am einfachsten durch eine Röntgenaufnahme. Mit dieser Information kann über das weitere Vorgehen und die richtige Behandlung entschieden werden. Im zweiten und schwierigeren Fall ist das Pferd zwar auf einen spitzen Gegenstand getreten, welcher auch in den Huf eingedrungen ist, aber so fest mit dem Boden verankert war, dass er nicht im Huf stekken blieb. In diesen Fällen lahmen die Tiere manchmal erst nach ein paar Tagen und ein Nageltritt ist nicht immer sofort als dieser zu erkennen. Eintrittstelle und -tiefe bedarf hier in jedem Fall einer aufwendigeren Diagnostik mithilfe von Metallsonden, Ultraschall, Kontraströntgenauf-nahmen und Untersuchungen der Gelenkflüssigkeit. Dabei variieren Symptome, Diagnosen und Prognosen immer je nach Art der Verletzung und den betroffenen Strukturen. Dabei unterscheiden wir:

 

− Verletzungen der oberflächlichen Strukturen, wie Strahl und Sohlenlederhaut, die zu eitriger Lederhautenzündung und Hufabszessen führen kann. Wird dies umgehend behandelt bleiben aber Übergriffe auf Hufbein, Strahlbein und Hufgelenk aus. Der Fremdkörper befindet sich hier meist im vorderen Bereich des Hufes, der Strahlspitze, oder auch direkt im oberflächlichen Bereich der Ballen.

 

− Verletzungen von tieferen Strukturen wie Strahlpolster, tiefer Beugesehne und Hufbein. Die Penetration des Strahlpolsters ist in erster Linie so gefährlich, da der eingedrungene Fremdkörper Bakterien einschleust. Diese breiten sich schnell im darum liegenden, weitmaschigen Bindegewebe aus und dabei kommt es nicht selten zu Infektionen des Hufknorpels und umliegende Gewebe. Wird das Hufbein getroffen kann es oft zu Fissuren oder Frakturen kommen. Bei der näheren Untersuchung stösst die Metallsonde auf Knochen und ein Röntgenbild verschafft Klarheit. Steckt der Nagel, die Glasscherbe, oder ein anderer Fremdkörper in den seitlichen Strahlfurchen, kann er die tiefe Beugesehne erreicht haben. In diesem Fall verschlechtert sich auch das Allgemeinbefinden des Tieres. Fieber, als Folgen einer Allgemeininfektion, und hochgradige Lahmheit sind die auffallendsten der Folgen.

 

− Verletzungen von synovialen Strukturen wie dem Hufrollenschleimbeutel, die Beugesehnenscheide, oder dem Hufgelenk. Perforiert der Gegenstand die tiefe Beugesehne, eröffnet er manchmal auch den Hufrollenschleimbeutel und infiziert diesen. Die Symptome ähneln denen der verletzten tiefen Beugesehne. Schafft es der Gegenstand dennoch tiefer einzudringen, durchbohrt er das Hufbein-Strahlbeinband und eröffnet so das Hufgelenk. Man beachte dass lange Fremdkörper bis zum Strahlbein vordringen können und auch dort starke Verletzungen wie Frakturen hervorrufen können. Mit bloßem Auge ist die genaue Einschätzung immer schwierig. Einstichstelle und Stichrichtung, sagen uns zwar, welche Strukturen möglicherweise betroffen sein können, doch genaue Lokalisation und geschädigte Strukturen, sind nur mit Bildgebenden Verfahren möglich und es bedarf immer einer genauen und gründlichen Untersuchung. Die Therapie eines Nageltritts ist so unterschiedlich wie er selbst. In jedem Fall muss der Fremdkörper, nach ausreichender Untersuchung, vorsichtig und komplett aus dem Huf entfernt werden.

 

Bei Verletzungen der oberflächlichen Strukturen wird zunächst das saubere Ausschneiden des Stichkanals durch einen Tierarzt, ein Hufverband und die Gabe von Breitbandantibiose zur Genesung reichen. Tiefere und synoviale Verletzungen müssen meist chirurgisch behandelt werden, um eine Genesung des Tieres zu erreichen. Gelenke, Beugesehnen, Sehnenscheiden und Hufrollenschleimbeutel müssen, wenn betroffen, von Erregern freigespült werden, während frakturierte Knochenstücke herausgeholt und verletzte Knochenpartien ausgeschabt werden müssen. Die Prognosen für Nageltritte stehen gut für oberflächliche Verletzungen und Nageltritte, die früh erkannt und behandelt werden konnten. Reagiert man allerdings zu spät, sind Komplikationen wie Hufbeininfektionen, Hufrollenentzündungen mit Osteolyse im Strahlbein und weitere Langzeitschäden in Gelenken und Bandapparat zu erwarten. Zusammenfassend ist zu sagen, sollte Ihr Tier nun also in die prekäre Situation eines Nageltritts kommen, nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter und ziehen Sie den Gegenstand nicht einfach heraus. Am besten konsultieren Sie sofort einen Tierarzt und überprüfen den Tetanus – Impfschutz Ihres Pferdes, da Wundinfektionen oft von Fäulniskeimen, sporenlosen Anaerobiern und Tetanuserregern ausgelöst werden.

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