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    Freiberger

    Alter: 30.3.2010 Farbe: Stckm.: 1,57 Name: Vingt et Un du Violat


    Kurzbeschreibung des Pferdes: Voyou/Ravel. Wunderschönen Fuchs-Wallach, sehr fein, brav, als Schulpferd benützt, Kinderlager, geführte Ausritt, 1-, 2- und oft 4-spännig eingespannt. Ruhig und sicher im Verkehr.


    Preis: auf Anfrage


    info@cheval-jura.ch 

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    Zweibrücken

    Alter: 9 J. Farbe: schwarzbraun Stckm.: ca. 1,70 Dressurpferd


    Kurzbeschreibung des Pferdes: Vater: Wind Dancer. Eyecatcher in eleganter Erscheinung! Perfekt für Damen, Junioren und Ponyumsteiger. Auch unsichere Reiter kommen gut klar. Im Umgang ein wahrer Schatz. Ein Lehrpferd, das in der täglichen Arbeit viel Spaß macht und stets willig mitarbeitet.


    Preis: auf Anfrage


    Tel. 0170/1833357

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    Deutsches Reitpony

    Alter: 14 Jahre Farbe: Schimmel Stckm.: 1,40 Name: Charmeur


    Kurzbeschreibung des Pferdes: Vater: VEH Schwalmprinz, Mutter: Gundi. Bildhübsches Reitpony, freizeitmäßig geritten, super Gänge, temperamentvoll aber lieb, kein reines Anfängerpony.


    Preis: 1.250,– €


    Tel. 06648/7606 oder 0178/8606869

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    Freiberger

    Alter: 25.2.2012 Farbe: Stckm.: 1,58 Name: Naco de Chatigani


    Kurzbeschreibung des Pferdes: Neco/Libéro. Lieber 3-jähriger Wallach, wurde sich für Anfänger eignen. Weiche und elastische Gänge. Naco ist ein sicheres Pferd, er ist sowohl angenehm beim Fahren als beim Reiten. Sicher im Verkehr. Er hätte den Potenzial an Dressur Concours teilzunehmen. Feldtest Noten: Fahren 8.14-Reiten 8.00.


    Preis: auf Anfrage


    info@cheval-jura.ch 

Aktuelles

Aktuelles

LASST DIE PFERDE LAUFEN! ODER WANN IST IHR PFERD DAS LETZTE MAL GALOPPIERT?

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Bewegungsmangel ist heute nicht nur ein Problem der Menschen. Auch unsere Pferde leiden immer häufiger unter zu wenig gesunder Beschäftigung. Geparkt in kleinen Ställen, trainiert unter den Zwängen, die der Zeitplan der Menschen diktiert. Unter solchen den Bedürfnissen der Pferde ungenügend angepassten Bedingungen können sich körperliche und mentale Schwierigkeiten für Pferd und Mensch entwickeln. Sobald wir aber den Zusammenhang zwischen dem Mangel an pferdegerechten Herausforderungen und physischen oder psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen erkennen, sind solche Probleme lösbar.

 

Ein gutes Jahr ist es nun her, dass Sandra ihren Holsteiner vom Züchter in sein neues Zuhause gebracht hatte. Stolz suchte sie sich einen guten Reitstall aus, nicht allzu weit von ihrem Zuhause entfernt, um fast täglich nach dem 6- Jährigen schauen zu können. Dancer war schon solide angeritten, kannte Longe, Bahn und zeigte sich als ein gut erzogenes, nettes Pferd. Alles schien perfekt.

 

Im Reitstall steht er von nun an  in einer Box mit Kontakt zu seinen Stallnachbarn. Täglich darf er für zwei bis drei Stunden mit anderen Pferden auf den Sandplatz, um sich frei zu bewegen. Im Sommer, nach der Heuernte, dürfen alle Pferde einen halben Tag auf die Weide. Die erste Zeit lief alles glatt. Sandra  nahm Rücksicht auf Dancers Jugend, longierte ihn etwa zweimal die Woche, ritt ihn  ein- oder zweimal die Woche im Schritt und Trab und ließ ihn einmal wöchentlich vom ansässigen Reitlehrer in der Halle reiten.

 

Nach einigen Monaten wurde Dancer immer frecher. Beim Longieren versuchte er zu bocken und war schwer ruhig zu halten. Beim Reiten erschrak er plötzlich vor jeder Kleinigkeit. Eines Tages war es dann soweit: Ein Traktor fuhr an der Reithalle vorbei, und Dancer rannte los, machte einen Satz und Sandra lag auf dem Hallenboden.

 

Letzte Lösung: Verkaufen

Es wurde immer schwieriger. Die Wandlung des artigen Wallachs schien unerklärlich. Der Reitlehrer war strenger zu ihm, ritt ihn zweimal wöchentlich. Auf Anraten der Stallkollegen ließ Sandra die Physiotherapeutin das Pferd untersuchen. Womöglich war der Grund für sein Verhalten in einem verschoben Wirbel zusuchen, oder der Sattel drückte. Sandra versuchte alles; sie war verunsichert und bekam Angst vor ihrem Pferd. Nur der Reitlehrer schien Dancer gut im Griff zu haben. Am liebsten wollte Sandra gar nicht mehr reiten; sie fühlte sich nicht mehr sicher. So kam der große Braune immer seltener in die Bahn, und wenn, dann wurde er sehr dizipliniert und streng geritten - und es wurde immer anstrengender. Für alle Beteiligten. Dancer schaffte es, Situationen für seine Ausbruchsversuche zu nutzen, und schien seine Kraft mit dem Reiter messen zu wollen. Schließlich wurde über den Verkauf des Pferdes nachgedacht. „Das Pferd ist zu stark für Dich“, hieß es von einigen Zuschauern. Sandra wurde immer trauriger und ihr Selbstbewusstsein immer kleiner.

 

Pferde sind keine Höhlentiere

Eingesperrt auf einem Raum, der in der Verhältnismäßigkeit dem Käfig eines Legebatteriehuhns entspricht, leben unsere Pferde heute in den meisten Ställen. In den besseren Fällen kommen sie für einige Stunden am Tag in einer Gruppe auf einen Platz, auf dem sie leider in den seltensten Fällen nach Herzenslust traben oder galoppieren können, sich ihren Bedürfnissen entsprechend ausleben können.

Pferde brauchen Licht, Luft und vor allem Bewegung, um physisch und psychisch gesund zu bleiben. In der Natur laufen sie in ihrer Herde viele Kilometer täglich. Ein stundenlanges Stehen auf der Stelle gibt es dort nicht. Wenn wir uns das ins Bewusstsein rufen, gelingt es uns vielleicht doch, das Beste aus den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu machen. Und dabei die Pferde besser zu verstehen.

 

Bewegung hält gesund

Für eine gesunde Entwicklung gibt es kaum Wichtigeres als genügend Bewegung. Muskeln, Sehnen und Bänder werden in jungen Jahren gnadenlos gefordert und gestärkt durch Rangkämpfe und das Spielen mit Artgenossen. Junge Pferde benötigen Platz und sozialen Austausch für ihre gesunde Entwicklung. In einer Pferdebox mit einer Stunde Auslauf am Tag, bei gutem Futter, ist das nicht möglich. Im Wachstum ist das fatal; bei Jungpferden mit Übergewicht bilden sich dann, statt Muskelkraft und Knochenstärke, Degenerationserscheinungen und echte Fehler im „System“, die sich auf das gesamte Pferdeleben auswirken können. Hat ein Pferd in jungen Jahren schon Arthrosen, darf ruhig an eine schlechte Aufzucht gedacht werden.

 

Kopfarbeit für Zufriedenheit

Gegen Ende ihrer Entwicklungsphase, mit 7 bis 8 Jahren, spüren sich viele Pferde erstmals im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die meisten werden da schon einige Jahre geritten und benötigen dann mehr als vorher, Platz und Raum, um ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen. Ist dies nicht möglich, müssen viele Pferde ihrer angestauten Power Luft verschaffen. Und der Reiter ahnt nichts davon; er sieht sich plötzlich mit ungewohntem Verhalten konfrontiert.

 

Bei Dancer ist genau dies passiert. Sein letzter richtiger Galopp in Freiheit liegt Monate zurück. In Stall und Auslauf kann er sich kaum bewegen. In der Reithalle ist es verboten, die Pferde laufen zu lassen. Und in den wenigen wöchentlichen Stunden, wenn er von Sandra oder dem Reitlehrer bewegt wird, soll er sich diszipliniert verhalten. Man will ja nicht viel von ihm, nur wenige Stunden Konzentration die Woche … Doch Dancer kann nicht mehr. Im Vollbesitz seiner Kräfte, gut gefüttert, platzt er geradezu vor Energie. Ein Ventil muss her. Sandra ist die Leidtragende.

 

Dabei ist es nicht nur die körperliche Beschäftigung, an denen es vielen Pferden mangelt, sondern auch die geistige. Unter natürlichen Bedingungen leben Pferde in einem großen Herdenverbund im ständigen Austausch untereinander. Sie erleben Bedrohungen von außen, müssen ständig auf der Hut sein, um zu überleben, um sich immer den momentanen Bedingungen anpassen. Echte Ruhe gibt es wenig, Pferde in der Wildnis sind ständig gefordert. Unsere Stallpferde hingegen leben von allen Gefahren abgeschirmt, oft ohne ausreichende Sozialkontakte, also ohne das, was ihren Kopf fordern würde. Eben ohne diese ständigen Erlebnisse, Erfahrungen, Herausforderungen in der Natur, die sie in natürlicher Beschäftigung halten.

 

Unterforderung wird zur Überforderung

So sind die meisten Pferde, die bei uns leben, tatsächlich unterfordert.  Wir schaffen ihnen viel zu wenige Möglichkeiten, sich nach ihren Bedürfnissen zu bewegen, zu toben, mit anderen Pferden zu rennen, zu kommunizieren und damit ihre körperlichen und mentalen Fähigkeiten auszubilden. Und das unbeeinflusst von uns Menschen. Im Gegenteil: Bewegung erfolgt nur kontrolliert. Pferde werden dressiert; oft unter großem Druck, vom Menschen sehr unterschiedlich ausgebildet und beschäftigt. Stimmt das Maß, gibt es ein gutes, wunderbares Miteinander. Stimmt die Waage nicht mehr, wird es zu Schwierigkeiten kommen.

 

Kleine Änderungen können Wunder bewirken

Nachdem Sandra mit ihrem Latein am Ende war, bekam sie den Rat, eine andere Pferdeausbilderin um Hilfe zu bitten. Und das war letztendlich die Rettung. Einiges wurde verändert. Dancer durfte sich vor jedem Reiten austoben, an der Longe flitzen und buckeln, bis er von alleine ruhiger wurde. Das war vorher verboten gewesen, und es machte anfänglich Sandra fast Angst, als sie die Kraftausbrüche von Dancer zulassen sollte. Danach wurde ein wenig Bodenarbeit gemacht, so dass er schon vor dem eigentlichen Reiten bereit war, seiner Reiterin zuzuhören. Der Druck wurde herausgenommen, Sandra machte Übungen, die weder sie noch ihr Pferd berforderten. Von nun an wurde er regelmäßig bewegt, unter verschiedensten Bedingungen. Der tägliche Galopp war die einzige Pflichtübung. Bald kam das Ausreiten dazu, in Begleitung eines ruhigen Stallgenossen, so dass Dancer sich dabei sicher fühlen konnte. Letztendlich suchte Sandra eine neue Unterkunft für Dancer. Sie wurde fündig in einem guten Aktivstall, zu dem sie zwar weiter fahren musste, wo ihr Pferd jedoch, im Herdenverbund lebend, noch viel ausgeglichener wurde.

 

Es darf nie zu spät sein, im Sinne seines Pferdes umzudenken. Ausreichende und abwechslungsreiche Bewegung, verbunden mit feinem, druckfreien Reiten,  ließ Dancer und Sandra zu einem guten Team zusammenwachsen. Gelernt und profitiert haben beide von ihrer Odyssee, die so ähnlich täglich in vielen Ställen abläuft. Schauen Sie auf Ihr Pferd und geben Sie ihm das, was Sie sich für sich selbst wünschen: Ein Leben mit freien Tun in Ausgeglichenheit unter Freunden. Ihr Pferd wird es Ihnen danken.

 

Katrin Ehrlich

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Aktuelles

Die deutschen Vierspänner nehmen wieder Fahrt auf

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Donaueschingen, 22.04.2015 – Unter den Fahrern ist Donaueschingen ebenso Tradition wie Kult und gehört dieses Jahr zu der bedeutendsten Station für die deutsche Vierspänner-Equipe: Vom 17. bis 20. September 2015 nehmen die Top-Fahrer des Landes die Leinen in die Hand und gehen im Wettstreit um den Titel des Deutschen Meisters (Pferde) an den Start. Von Donnerstag bis Sonntag werden alle Viererzüge in den Teilprüfungen Dressur-, Hindernis- und Marathonfahrten antreten und mit rasanten Fahrten das Publikum in ihren Bann ziehen.

 

Amtierender Deutscher Meister Georg von Stein (Modautal) hatte bereits 2013 beim Internationalen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier eine Hand an der Medaille, nachdem der 42-Jährige nach den ersten zwei Teilprüfungen der Deutschen Meisterschaft vorne lag. Doch der Hesse hatte schlichtweg riesen Pech, als er sich unfreiwillig während der Marathonfahrt von seinem Gespann trennte. Letztes Jahr setzte sich dann der Leinenkünstler in Riesenbeck gegen seine Konkurrenten durch und sicherte sich den DM-Titel. Als aktueller Titelverteidiger und Sieger im internationalen Fahrerderby wird Georg von Stein im September ganz klar zum engsten Favoritenkreis gehören.

 

Knapp vier Monate nach der EM 2015 in Aachen steht das CHI Donaueschingen im Terminkalender und ist für die Fahrer ein Ort der Revanche. Während bei den Großpferden um die Königsklasse der Gespanne gekämpft wird, geht es bei den Ponys um den Titel des Baden-Württembergischen Meisters. Aktuelle Medaillengewinner und Platzierte treffen zum ersten Mal wieder aufeinander und es gilt, die Leistungen zu bestätigen. Spannende Fahrmanöver und erstklassiger Sport sind garantiert und zusammen mit tollen Pferden und Fahrern sind die Fahrprüfungen nicht nur für Pferdefans ein absolutes Highlight des Turniers.

 

Tickets und alle weiteren Informationen gibt es unter www.escon-marketing.de oder www.chi-donaueschingen.de 

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Aktuelles

PFERD INTERNATIONAL: LISA MÜLLER WIRD GOLDENES REITABZEICHEN VERLIEHEN

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Steigende Besucherzahlen, sportliche Highlights und immer buntere Shows: Die Vorbereitungen für die Pferd International auf der Münchner Olympia-Reitanlage vom 14. bis 17. Mai laufen auf Hochtouren. Auch in diesem Jahr wird die größte süddeutsche Freiluftveranstaltung rund ums Pferd wieder auf den seit vielen Jahren erfolgreichen Eckpfeilern Spitzenreitsport, Show und Messe stehen. Vor allem in der Dressur sind Schwergewichte vorprogrammiert, immerhin stehen drei der wichtigsten Dressurserien Deutschlands und der Welt an!

 

Im Rahmen der World Dressage Masters gehen wieder die weltbesten Dressurreiter in der NÜRNBERGER Dressur-Arena an den Start und tragen in München das Finale dieser höchstdotierten Dressurreihe der Welt aus. Seit 2009 kämpfen die Topstars im Dressursattel bei den World Dressage Masters um Punkte und Preisgelder. Dafür sind in den letzten Jahren zahlreiche prominente Reiter in die Landeshauptstadt gereist. Nur die Besten der Besten dürfen auch in diesem Jahr bei der Endausscheidung in der NÜRNBERGER Dressur-Arena starten.

 

Das aktuelle Ranking führt vor dem Finale der World Dressage Masters 2015 Patrik Kittel an. Angekündigt hat sich jedoch auch bereits die Crème de la Crème der deutschen Dressurelite: Jessica von Bredow-Werndl, Isabell Werth, Kristina Sprehe, Ulla Salzgeber und Dorothee Schneider wollen in München Ihre vierbeinigen Stars satteln. Weitere namhafte Reiter haben ihr Kommen angemeldet und auch Patrik Kittel wird seine Führung verteidigen wollen. Valentina Truppa und Vici Max-Theurer sind ebenfalls auf der Pferd International am Start. Mitte Mai wird München also auch in diesem Jahr wieder DER Dressur-Hotspot!

 

Aber damit nicht genug in Sachen Stars - München wäre nicht München ohne den gewissen Promifaktor: Drei sehr erfolgreichen Dressurreiterinnen wird im Rahmen der Pferd International eine Ehre in jeder aufstrebenden Reitkarriere zuteil, ihnen wird das goldene Reitabzeichen verliehen. Darunter eine, die auch außerhalb des Dressursattels bekannt ist, Lisa Müller. Hier wird es sich ihr Mann, Deutschlands Torgarant Thomas Müller, sicher nicht nehmen lassen, zu gratulieren. Außerdem werden Natalie Ries und Yeliz Marburg die Auszeichnung des goldenen Reitabzeichens erhalten.

 

Auch für den Nachwuchs im Sattel gibt es in Riem lohnende Startmöglichkeiten und eine große Chance: So dürfen die besten Dressurreiter der Altersklasse 16 bis 25 Jahre bei der World Dressage Masters NextGen an den Start gehen - die nächste Generation der weltweiten Dressurelite bekommt hier eine angemessene Plattform.

 

Die Qualifikationen zum NÜRNBERGER Burg-Pokal bei Pferd International haben eine jahrzehntelange Tradition und locken jedes Jahr Tausende von Besuchern auf die Anlage. Dabei bildet die NÜRNBERGER Dressur-Arena stets einen würdigen Rahmen für die jeweiligen Sieger, fast alle später im großen Dressursport erfolgreich. So siegten dort beim Burg-Pokal unter anderem Victoria Max-Theurer mit Augustin (2007), Anja Plönzke mit Le Mont d’ Or (2008), Isabell Werth mit Don Johnson (2009) und Dorothee Schneider mit Forward Looking (2010). Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr steht auch 2015 wieder eine Qualifikation zum Finale des Louisdor-Preis auf dem Programm. Diese Serie für acht- bis zehnjährige Nachwuchspferde wird von der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung unterstützt und bietet jungen Vierbeinern den Einstieg in den Grand Prix.

 

Nach Einschätzung von Hans-Peter Schmidt, dem Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats von Hauptsponsor NÜRNBERGER Versicherung, zählt die Münchner Olympia-Reitanlage zu den bedeutendsten Reitplätzen Europas: „Mit dem Auf- und Ausbau der NÜRNBERGER Dressur-Arena wurde ein Schmuckstück geschaffen, in dem sich alljährlich die internationalen Top-Reiter der Konkurrenz stellen.“ Als Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands sieht Hans-Peter Schmidt die Entwicklung der Dressur bei Pferd International durchweg positiv: „Die Wertigkeit wurde durch die kontinuierliche Anhebung der Dotierung in Verbindung mit der Finalwertung des World Dressage Masters deutlich erhöht. Damit stieg die Attraktivität und es hat sich eine komplette Ausstellungsstadt entwickelt mit einem reichhaltigen Angebot für alle Besucher.“

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FÜR HAFLINGER UND EDELBLUTHAFLINGER: 2. INTERNATIONALE MEISTERSCHAFT VOM 5. – 8. MAI 2015, IN GUNZENHAUSEN MOOSKORB

Seit Jahren nimmt die Zahl der Haflinger und Edelbluthaflinger, die sich erfolgreich im Turniersport zeigen stetig zu. Egal ob Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren, Westernreiten oder Gelassenheitsprüfung, Haflinger können alles und sind extrem vielseitige Pferde. Es war längst überfällig für diese beliebte Pferderasse eine eigene Meisterschaft auszurichten, bei der sie sich auf internationaler Ebene messen können. Bei Familie Schwarz in Gunzenhausen fand man eine Anlage mit optimalen Möglichkeiten und einen Turnierveranstalter mit jahrzehntelanger Erfahrung.

 

Die Turniergemeinschaft Reiterhof Altmühlsee und die AGH (Arbeitsgemeinschaft der Züchter, Sportler und Freunde des Haflingers und Edeltbluthaflingers in der Bundesrepublik Deutschland) und der Landesverband Bayerischer Pferdezüchter sagten ihre Unterstützung zu. Viele namhafte Sponsoren konnten gewonnen werden und so wurde es möglich dieses außergewöhnliche Turnier zu veranstalten. Vom 16. Bis 18. Mai 2014 fand die erste Internationale Meisterschaft statt. Mehrere hundert Teilnehmer Reiter und Fahrer aus der Schweiz, Italien, Österreich und den Niederlanden konnten wir begrüßen. Rund 300 Pferde waren gemeldet, allein 120 Pferde standen in den Stallzelten. Insgesamt mussten mehr als 50 Gespanne untergebracht werden. In über 40 Prüfungen konnten die Haflinger und Edelbluthaflinger ihre vielseitige sportliche Verwendbarkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Zahlreiche Meistertitel wurden erkämpft.

 

Für Teilnehmer und Zuschauer war es ein überwältigendes Fest der Haflingersportler, bei dem ausschließlich die Freude am Sport im Vordergrund stand. Familie Schwarz gelang es, diese Mammutveranstaltung hervorragend zu organisieren und trotzdem eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Bei Kaffee und Kuchen, oder fränkischen Spezialitäten konnten die Zuschauer tolle Wettkämpfe verfolgen, Musikkür auf dem Dressurplatz, spannende Springprüfungen, rasante Ritte durchs Gelände, Dressur-, Hindernis- und Geländefahren Ein- und Zweispännig, Westernprüfungen und phantasievoll verkleidete Pferde und Reiter in den Gelassenheitsprüfungen.

 

Alle Reiter hatten ihre Pferde liebevoll herausgebracht. Aber das Schönste überhaupt war, die Prüfungen liefen äußerst fair ab, jeder gönnte auch dem anderen Teilnehmer den Erfolg. Alle waren Mitglied der riesigen Familie „Haflinger-Begeisterte“. Am Samstagabend fand in der festlich geschmückten Reithalle ein wunderbarer Teilnehmerempfang statt. Das Team des Gestüthotel Reiterhof Altmühlsee hatte ein gigantisches Büffet mit warmen und kalten fränkischen Spezialitäten aufgetischt, das keine Wünsche offen ließ. Nach der großen Siegerehrung am Sonntag Nachmittag waren sich alle einig, dass diese herausragende Veranstaltung regelmäßig stattfinden soll.

 

Deshalb laden wir Teilnehmer, Sponsoren und Zuschauer wieder ein zur 2. Internationalen Meisterschaft für Haflinger und Edelbluthaflinger. Vom 6. Bis 8. Mai 2015 in Gunzenhausen, Mooskorb Nähere Informationen erhalten Sie unter www.haflinger-meisterschaft. de oder unter facebook. Im Rahmen dieser Meisterschaft findet auch eine Verkaufsschau für ausgebildete Haflinger und Edelbluthaflinger statt. Eine Woche lang stehen die Pferde im Stall des Reiterhof Altmühlsee, hier kann Temperament und Umgänglichkeit, sowie Stand der Ausbildung schon gut beurteilt werden. Geritten werden sie vom Team des Reiterhof Altmühlsee und unseren erfahrenen Reiterinnen Stefanie Eisermann (mit ihrem Haflinger-Hengst Stratus erfolgreich in Dressur, bis zur Klasse S) und Eva Raab (mit ihren Hafllingern erfolgreich im Springen und in der Dressur, jeweils bis zur Klasse L). Ein Tierarzt- und Hufschmied- Check und ein Fremdreitertest finden statt. Die Pferde können vor Ort besichtigt und probegeritten werden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Stefanie Eisermann (0170/5867665) oder Wolfgang Kühlechner. Ab Mitte April werden die Pferde bei E-Horse und auf der Facebook AGH-vor-Ort vorgestellt. Wir freuen uns auf ein ereignisreiches Wochenende vom 5. Bis 8. Mai 2015 mit den Haflingern. Man sieht sich in Gunzenhausen.

 

Hedwig Beyschlag, Schriftführerin AGH

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REITSCHULE GOLD: REITABZEICHEN MIT BRAVOUR BESTANDEN

Gössenheim. In der Reitschule Gold fanden in den Osterferien wieder Reitabzeichenkurse statt. Seit Karfreitag bildeten Bertram und Simone Gold insgesamt 15 Teilnehmer in Theorie und Praxis aus. Nach einer Woche harter Arbeit war am 11. April 2015 endlich der ersehnte Prüfungstag. Die einzelnen Prüfungen wurden von den Richtern Herr Jemelka und Herr Eikermann (Leiter des Pferdezentrum Ansbach) abgenommen. Auch wenn manche Teilnehmerinnen vor ihrer Prüfung aufgeregt waren, so war dies mit Beginn der Prüfung nicht mehr zu spüren. Alle Kursteilnehmer gaben ihr Bestes und wurden vor der Urkundenvergabe von Herrn Eikermann mit den Worten beglückwünscht: „Alle Teilnehmer haben bestanden. Herzlichen Glückwunsch!“ Nun ging Herr Eikermann nochmals auf die einzelnen Prüfungen ein und lobte die hervorragende Ausbildung von Bertram und Simone Gold, bei denen sich die Kursteilnehmer bedanken können. Alle Prüflinge wurden so gut vorbereitet, dass besonders die theoretischen Leistungen überdurchschnittlich gut waren.

 

Das sei keineswegs selbstverständlich, bemerkte Herr Eikermann und es sei auch nicht selbstverständlich, dass alle Prüfungen ausschließlich mit Schulpferden geritten wurden. Die Schulpferde der Reitschule Gold seien ebenfalls sehr gut ausgebildet und zudem absolut brav und gelassen im Umgang. Ihm habe die Abnahme der Prüfungen sehr viel Spaß gemacht und er spornte die Teilnehmer an auch in Zukunft mit und auf dem Pferd so gut weiter zuarbeiten wie bisher. Bertram Gold bemerkte am Ende der Veranstaltung, dass jeder Reiter die Verpflichtung habe, sich zum Wohle des Pferdes regelmäßig fortzubilden. Er bedankte sich bei dem Richterteam Herrn Jemelka und Herrn Eikermann, bei den Kursteilnehmer für die gute Zusammenarbeit der vergangenen Woche und bei allen ehrenamtlichen Helfern, die alle dazu beitrugen, dass dieser Prüfungstag so reibungslos ablief. Folgende Teilnehmer haben bestanden: Herzlichen Glückwunsch!

 

RA- Klasse 9: Anne Sachs, Sandra Dietrich, Chiara Gottschalk RA-Klasse 7: Julia Ruppert RA-Klasse 6: Adelina Stanke RA-Klasse 5: Lisa Handwerk, Lorraine Helm RA-Klasse 3: Sonja Spänkuch Basispass: Lisa Handwerk, Josephine Goßmann, Julia Aull Reitpass: Sonja Galz Reitpass mit Sprüngen: Anna Neisinger, Claudia Bloos Longierabzeichen Kl. 4: Bertram Gold, Angela Jägerhuber

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VICI BLEIBT IN STADLPAURA UNGESCHLAGEN

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Vier Starts und viermal siegreich! So lautete die mehr als respektable Erfolgsbilanz von Victoria Max-Theurer, die beim Oster-CDI3* in Stadl-Paura nicht zu schlagen war. Während ihr verlässlicher „Eichendorff“ in der Special-Tour sein Können bewies, beeindruckte Stallkollegin „Blind Date 25“ im Rahmen der Kür-Tour. Die schicke Fuchsstute ging bereits im sonntägigen Grand Prix als haushohe Gewinnerin hervor und zog als hochgehandelte Siegesanwärterin in die finale Musikkür ein.

Zu den Klängen italienischer Schlager schwebte „Beate“ – wie sie liebevoll zu Hause genannt wird – mit exakt 78 Prozent dem Kür-Sieg entgegen und brachte ihre Reiterin, die sie nach der letzten Grußaufstellung mit Lob überhäufte, zum Strahlen.

 

Auf den hinteren Rängen, die mit knappem Abstand dicht beieinander lagen, gab es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Schlussendlich war es Jessica von Bredow-Werndl, die sich mit 73,250 Prozentpunkten den zweiten Endrang sicherte. Sie durfte hierbei voll und ganz auf ihre elfjährige, aus der KWPN-Zucht stammende „Zaire 14“ vertrauen. Das Endergebnis von 72,975 Prozentpunkten bescherten Stefanie Weihermüller und ihrem imposanten und keck bunt gefärbten Fuchswallach „Fantomas IV“ den hervorragenden dritten Endrang.

 

Bei der feierlichen Schlussehrung ließen es sich Veranstalterfamilie Beudel nicht nehmen, sich bei ihrem gesamten Team für die tatkräftige Unterstützung zu bedanken. Ohne den fleißigen Helfer hinter den Kulissen wäre die Veranstaltung nicht so reibungslos über die Bühne gegangen – vor allem weil auch die Wetterkapriolen am Anfang der Woche die CDI-Crew ordentlich auf die Probe gestellt hat. Rührend war auch die Verabschiedung von Victoire Mandl, die nach der heurigen Saison ihr Amt zurücklegen wird und in diesem Jahr somit das letzte Mal dabei war.

 

Kleine Tour-Erfolg für Deutschland: Matthias Bouten dominierte in der Kleinen Tour

Ostermontag bedeutete Finaltag beim CDI3* in Stadl-Paura. Nachdem schon ein Großteil der internationalen Prüfungen abgeschlossen und würdige Gewinner prämiert waren, stand am siebenten Veranstaltungstag des Oster-CDIs sowohl der finale Bewerbe der Kleinen Tour als auch die Musikkür auf Grand Prix-Niveau am Programm. Für die Arrivierten hieß es also ein letztes Mal, nochmals ordentlich Konzentration und Klasse zeigen, um sich mit Ruhm und Ehre auszuzeichnen und nicht zuletzt auch eine der begehrten Schleifen und Ehrenpreisen zu ergattern.

 

Für ein Duo hatte sich die Reise nach Stadl-Paura voll und ganz ausgezahlt: Matthias Bouten, der übrigens zum allerersten Mal hier an den Start gegangen war, und seine Florencio I-Tochter „Fräulein Auguste MJ“ zeigten sich in atemberaubender Siegerlaune und entscheiden beide Wertungsprüfungen der Kleinen Tour für sich und das mit genialen Noten von über 72 Prozentpunkten. In der heutigen Intermediaire I holten die beiden sogar 72,526 Prozent und führten voller Stolz und Freude die Ehrenrunde an.  Ihren zweiten Rang vom St. Georg eisern verteidigt hatte Lea-Elisabeth Pointinger, die somit zweimal für die beste österreichische Platzierung sorgte. Sie setzte beim ihrem Triumphzug selbstverständlich auf ihren routinierten Fuchswallach „Gino 333“, auf den sie sich einmal mehr voll und ganz verlassen konnte und alle geforderten Lektionen bravourös meisterte.

 

Dies brachte dem so harmonisch aufeinander eingespielten Team das ansehnliche Ergebnis von 70,447 Prozentpunkten ein. Mitten unter den Besten gereiht war mit der Drittplatzierten Karoline Valenta das nächste rot-weiß-rote Nachwuchstalent. Im Sattel ihres bildhübschen „Valenta´s Diego“, der nicht nur wegen seines Erscheinungsbildes – pechschwarzer Jacke und viermal weiß gefesselt – sofort ins Auge sticht, sondern auch mit enormer Lektionssicherheit beeindruckte, punktete die Niederösterreicherin mit knapp 69 Prozent und einer internationalen Spitzenplatzierung beim Heim-CDI. Rang sechs ging mit Franziska Fries ebenso nach Österreich: Auch sie zählt zur aufstrebenden Truppe von Erfolgstrainer Christian Schumach und konnte mit „Alassio´s Boy“ zwei Top-Resultate in ihre persönliche Erfolgsliste eintragen.

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Pferd & Hund

Pferd & Hund

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Es ist ein beliebtes Bild: Der Reiter galoppiert über das Feld und neben ihm läuft friedlich und glücklich ein Hund. Was auf den ersten Blick sehr idyllisch aussieht, ist oft harte Arbeit gewesen. Von Natur aus ist es nicht vorgesehen, dass Hunde und Pferde friedlich nebeneinander existieren.
Der Jagdtrieb des Hundes kann dafür sorgen, dass die scheuen Pferde schnell nervös werden und sich wehren oder flüchten. Wer dennoch gerne beides hätte und auch von langen Ausritten träumt, der sollte sich einfach etwas Zeit nehmen und mit den Tieren üben. Denn Hunde und Pferde funktionieren zusammen, nur dauert es manchmal eben ein wenig…

 

Vor dem Besuch der Koppel

Bevor es mit dem Hund überhaupt erst einmal auf den Reiterhof und in die Nähe von Pferden geht, sollte der Vierbeiner dem Besitzer gehorchen. Voraussetzung sind die Grundkommandos sowie die Möglichkeit, das Tier abzurufen. Dafür bietet es sich an, eine Hundeschule zu besuchen und mit der Reizangel zu arbeiten, um den Hund zu trainieren. Natürlich kann der Vierbeiner ruhig schon ab und an mit auf den Reiterhof kommen. Allerdings sollte er an der Leine gehalten werden. Zeigt er Interesse daran, die Pferde zu beschnuppern, ist erst einmal Vorsicht geboten. Sobald er bellt oder hektisch auf die Tiere zurennen möchte, ist ein scharfes “Nein” notwendig.

 

Übungen mit der Schleppleine

Die Schleppleine ist eine ideale Möglichkeit, um mit dem Hund ein wenig zu üben. Im Idealfall geht es auf ein Feld und eine andere Person geht mit einem Pferd in einiger Entfernung vorbei. Der Hund sollte beobachtet werden. Viele Hunde zeigen Respekt vor den Hufen der Pferde. Dennoch sind sie neugierig und möchten schauen und schnuppern gehen. Diese Option sollte ihnen zur Verfügung stehen. Sind Hunde und Pferde aneinander gewöhnt, geht es nun darum, auch andersherum für Harmonie zu sorgen.

 

Wie Hunde und Pferde aufeinander reagieren

Pferde sind generell scheu und als Fluchttier haben sie immer die Gefahr im Augenwinkel. Auch ein Hund wird schnell als Gefahr erkannt und mit Hilfe der Hufe verjagt.

Während der Hund eine gesunde Reaktion entwickeln muss, um den Hufen auszuweichen, sollten die Pferde damit vertraut gemacht werden, dass von dem Tier keine Gefahr ausgeht. Hundebesitzer setzen den Hund daher erst einmal im Stall ab und vergewissern sich, dass er nicht in die Box hinein kann. Dann wird der Hund näher an das Pferd herangebracht. Es kann den Vierbeiner nun ebenfalls beschnuppern und sich ein Bild machen.

 

 

Gemeinsam rausgehen

Ist es endlich soweit und der erste Ausritt steht an, bedeutet das für den Reiter und Hundebesitzer viel Arbeit und Aufmerksamkeit. Sowohl Hund als auch Pferd müssen korrigiert werden, wenn sie sich falsch verhalten. Daher sollte der Reiter das Pferd erst einmal führen und überprüfen, ob Hunde und Pferde nebeneinander laufen ohne sich anzugehen. Es kann hilfreich sein, eine weitere Person dabei zu haben, wenn der Reiter das erste Mal aufsteigt. Diese Person kann den Hund erst einmal an der Leine halten oder reagieren, wenn er zwischen die Hufe geht. Die Gewöhnung mag erst einmal anstrengend und zeitaufwändig sein. Das Ergebnis ist jedoch lohnenswert und sind die Tiere erst einmal miteinander vertraut, sind viele schöne Ausritte garantiert.

 

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Rund um den Stall

Der Reitboden

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Jeder Pferdefreund weiß, wie wichtig der richtige Reitboden bzw. Reitbelag für das Wohlbefinden der Vierbeiner ist. Trittsicherheit, Stabilität und Gelenkschonung sind Merkmale, die ein qualitativ guter Reitplatzboden gewährleisten sollte. Zudem spielt die Wetterunabhängigkeit des Untergrunds eine nicht unerhebliche Rolle bei der Wahl des Materials und des Produkts. Der richtige Reitboden - Keine leichte Entscheidung!

 

Jede Jahreszeit bringt so ihre eigenen Problematiken mit sich. Bei schlechtem bzw. unbeständigem Wetter und Niederschlägen kann der Reitlatz verschlammen und morastig werden. Auch Pfützenbildung ist ein unangenehmes Phänomen, das wohl jeder Pferdehalter kennt. Kommen niedrige Temperaturen hinzu, so friert das Geläuf und birgt nicht zu vertretende Gefahren für Mensch und Tier. Bei hohen Temperaturen im Sommer kann auffliegender Staub für Unannehmlichkeiten sorgen, zumal dann, wenn Sand oder Holz in der Tretschicht bereits durch starke Beanspruchung aufgerieben wurden und dann als mikroskopisch feine Partikel aufgewirbelt werden - eine nicht zu unterschätzende Belastung für Mensch und Pferd. Darauf zu achten, dass all diese Nachteile oder zumindest die meisten ausgeschlossen werden können, ist bei der Suche nach der richtigen Anlage des Reitplatzbodens also von immenser Wichtigkeit. Kann etwaiges Wasser gut abfließen? Schützt der Reitboden durch die Elastizität die Sehnen, Bänder und Gelenke der Pferde? Wie verhält sich mein Reitplatzboden unter den verschiedenen Einflüssen der Umgebung und der Natur? Wie strapazierfähig und ausdauernd ist das von den Herstellern angebotene Material? Fragen, die nicht vergessen, sondern die gestellt werden müssen, bevor eine Entscheidung für diese oder jene Technik und dieses oder jenes Produkt fällt. Und natürlich kann die Frage nach den guten Erfahrungen, die andere Pferdehalter, Reiter und Züchter gemacht haben, niemals schaden.

 

Reitboden aus Sand oder alternatives Material? Der Weg zu einem guten Reitplatzboden ist kein einfacher, der Weg, den Pferd und Reiter auf ihm zurücklegen, sollte umso leichter, unbeschwerlicher und angenehmer für beide sein. Vergleichen Sie neben dem Reitboden aus Sand auch andere interessante Alternativen, die mittlerweile auf dem Markt sind.

 

Quelle: www.pferde.de

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Leserbrief

PSYCHE, VERHALTENSWEISE UND GEFÜHLSLEBEN DER PFERDE

Der Winter ist vorbei und die ersten Sonnenstrahlen locken wieder viele Reiter in die Natur. Leider steigt damit auch die Zahl der Unfälle im Umgang mit dem Pferd. Dabei wird das Verhalten der Pferde oft missverstanden, was zu unnötigen Gefahren für Mensch und Tier führt. Wenn der Mensch zum Leittier wird, sind Pferde berechenbar ungefährlich. Dies setzt voraus, dass wir Menschen Kenntnisse über Verhaltensweise und Psyche dieser Tiere besitzen. Der bekannte Pferdepsychologe Fred Rai schreibt in seinem Buch: "Natürliches Reiten": "Die Kenntnis der Verhaltensweise der Pferde ist das Wissen, wie ein Pferd reagiert. Die Kenntnis der Psyche der Pferde ist das Wissen, warumein Pferd in bestimmter Weise reagiert. Dieses Wissen ist die Voraussetzung, um das Verhalten von Pferden verstehen und berechnen zu können."

 

Die Entwicklung des Pferdes begann vor 70 Millionen Jahren. In dieser Zeit entwickelte es sich vom fuchsgroßen, mehrzehigen Tier bis zum einhufigen Pferd. Damals wurden die Pferde nur mit dem Raubwild, oder Artgenossen, den Pferden konfrontiert. Daraus entwickelten die Pferde zwei Verhaltensmuster. Dies sind das Feindbild-Verhalten gegenbüber Puma und Wolf und das Freundbild-Verhalten gegenüber ihren Artgenossen. Niemals wurden Pferde mit anderen Lebewesen, wie z. B. Affen konfrontiert. Vor ca. 7.000 Jahren drängte sich nun der Mensch in das Leben der Pferde. Diese erkennen zwar, dass wir nur auf 2 Beinen laufen und anders aussehen als sie, aber sie können uns nur in eines der zwei Verhaltensmuster einordnen. Entweder befinden wir uns im Feindbild oder im Freundbild.

 

Im Feindbild-Verhalten kennen die Pferde nur ein Gefühl, dies ist die Panik. Panik ist die höchste Stufe der Angst. Bei einem in Panik geratenem Pferd ist jedes "normale" Verhalten außer Kraft gesetzt. Panik blockiert das Gehirn. In dieser Verfassung würden Pferde auch eine Felswand hinunterspringen, also sich selbst zerstören. Übrigens lassen sich die in Panik befindlichen Pferde auch nicht mit Schmerzeinwirkung, wie sie z. B. durch das Ziehen am Gebissstück entstehen können, in "normales" Verhalten zurückführen. Eher das Gegenteil ist der Fall: Durch Schmerzen wird die Panik bei den Pferden noch mehr verstärkt, was zur Unkontrollierbarkeit führen kann.

 

Im Freundbild-Verhalten, also innerhalb der Herde, besteht eine klare Rangordnung. Ein Pferd herrscht oder gehorcht, es gibt nichts dazwischen!!! Dies muss uns im Umgang mit dem Pferd immer wieder bewußt sein. Das rangniedere Pferd hat gegenüber dem ranghöheren Pferd im Moment der Drohgebärde das negative Gefühl "Angst". Diese Angst, oder besser gesagt dieser Respekt, löst Gehorsam beim rangniederen Pferd aus. Das entscheidende positive Gefühl ist die Geborgenheit. Denn das rangniedere Tier übergibt das Sicherheitsdenken dem Leittier und fühlt sich unter ihm geborgen. Geborgenheit ist das wichtigste Gefühl für das Wohlbefinden eines Lebewesens.

 

Wenn wir im Umgang mit dem Pferd Ranghöher sind, also zum Leittier werden, wird uns das Pferd das Sicherheitsdenken übertragen und sich bei uns wohl und geborgen fühlen. Es wird auch in gefährlichen Situationen nicht weglaufen, da es den Schutz des Leittieres nicht freiwillig aufgeben wird.

Falls wir es aber mit sogenannten "Problempferden" zu tun haben, befinden wir uns entweder im Feindbild (wie das Raubwild) oder im Freundbild, allerdings in der rangniederen Position. In beiden Fällen zeigen die Pferde ihr normales, ihnen angeborenes Verhalten, wie z. B. Steigen, Buckeln, Beißen oder Schlagen. Es gibt also keine "verdorbenen Pferde", denn sie reagieren nur nach den ihnen im Erbgut überlieferten Instinkten und Verhaltensweisen.

 

Pferde sind fühlende und sensible Lebewesen. Ihre Reaktionen werden durch Gefühle ausgelöst. Ein positives Grundgefühl des Pferdes löst bei ihm Leistungsbereitschaft aus. Ein negatives Grundgefühl dagegen ruft Unlust hervor. Wir Menschen unterschätzen sehr oft, dass Gefühle übertragbar sind. Wenn wir im Umgang mit dem Pferd ängstlich sind, überträgt sich dies genauso wie z. B. die Vorfreude auf einen gemeinsamen Ausritt. Sind wir im Umgang mit und auf dem Pferd sicher, so überträgt sich diese Sicherheit auch auf die Pferde. Wenn das "Leittier Mensch" ruhig und gelassen bleibt, so bleibt es auch das Pferd. Erkennt uns also das Pferd als Ranghöher an, so können wir ihm durch entsprechendes Verhalten Geborgenheit und Wohlbefinden, also ein positives Grundgefühl vermitteln. Mit dem entsprechenden Verhalten sind keine schmerzbringenden Hilfmittel, wie z. B. Sporen, Peitsche, Kandarre gemeint, sondern: Überlegte Entscheidungen, Konsequentes Verhalten, Sicherheit im Auftreten, Klarlinigkeit und Korrektur bereits im Ansatz einer unerwünschten Handlung.

 

Diese Kenntnisse über Psyche, Verhaltensweise und das Gefühlsleben der Pferde ist keine Zauberei. Der am Anfang erwähnte Pferdepsychologe Fred Rai hat eine Ausbildungsmethode entwickelt, duch welche der Mensch ohne Schmerzeinwirkung zum Leittier des Pferdes wird. Sie hat nichts mit "Pferdeflüstern" zu tun, sondern ist das Ergebnis wissenschaftlicher Erkenntnissse, nachgewiesen mit zwei Masterarbeiten der Universität München-Weihenstephan. Angeleitet und betreut wurden diese Masterarbeiten von der führenden Verhaltensforscherin für Pferde, Dr. Margit Zeitler-Feicht.

 

Deshalb kann ich nur an alle apellieren, mehr über Psyche, Verhaltensweise und Gefühlsleben der Pferde zu lernen. Nur wenn wir mehr über diese edlen, wundervollen Tiere wissen, sind wir in der Lage, sie richtig zu verstehen. Dann wird auch der Umgang mit dem Pferd nicht zum gefährlichen Hobby und wir können die Freizeit mit unseren Pferden in Harmonie genießen.

 

Claudia Kißmehl

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Reiterferien

URLAUB MIT EIGENEM PFERD: Die besten Tipps und wichtigsten Dinge

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Es gibt so viele traumhafte Länder auf dieser Welt! Aber egal, wie toll das Gelände, wie perfekt das Wetter oder wie breit der Strand ist, wähle kein Urlaubsziel, das zu weit weg ist. Denn umso länger die Anreise dauert, umso stressiger wird es für das Pferd. 

 

Manche schönen Orte in unseren Nachbarländern sind gar nicht ein mal so weit weg. Bei einem kurzen Aufenthalt ist es empfehlenswert nicht mehr als zwei bis drei Stunden mit dem Hänger zu fahren. Wenn hingegen eine längere Reise geplant ist, kann auch eine  Anreise von bis zu 6-8 Stunden in Kauf genommen werden.

Informieren Sie sich vor einer Buchung genau über die Kosten der Unterbringung des Tieres und welche Leistungen im Preis inklusive sind.  Wird Ihr Pferd gefüttert und wenn ja, wie oft und ist dieses Futter inklusive? Wird es auf der Weide gehalten, in einer Paddock-, Außen- oder gewöhnlichen Stallbox? Und je nachdem, wird ausgemistet und ist die Einstreu im Preis enthalten? Wird Ihr Pferd auf die Koppel gebracht, oder müssen Sie das selber machen? Die meisten Ställe geben sicher gerne Auskunft über Kosten und inkludierten Leistungen. Dennoch sollten Sie vorher nochmals alle Einzelheiten klären. Auch spezielle Futterwünsche wie nasses Heu oder Müsli müssen vorher abgesprochen werden. 

 

Natürlich müssen Sie auch die Kosten für den Transport einrechnen, und die können schnell teuer werden! Selbst wenn Sie einen eigenen Hänger besitzen, müssen teure Spritkosten einrechnet werden. 

 

Ein weiterer Punkt ist der Gesundheitszustand des Tieres.  Überprüfen Sie rechtzeitig mit einem Tierarzt ob Ihr Pferd in einwandfreier Verfassung ist. In einigen europäischen Ländern sind Krankheiten zudem mehr verbreitet als in anderen. Eventuell sind auch zusätzliche Impfungen nötig oder Sie müssen bereits gegebene Impfungen auffrischen lassen.

 

Bevor es  nun auf den Hänger geht, sollten Sie mit Ihrer Versicherung klären, ob das Pferd auch im Ausland versichert ist. Es gibt tatsächlich schon Haftpflicht-Versicherungen, die einen Auslandsaufenthalt von bis zu mehreren Jahren mitversichern. 

Sollten alle diese Punkte geklärt sein, steht einem schönen und entspannten Urlaub mit Pferd nichts mehr Wege.

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Rund um den Stall

TIPPS UND TRICKS: Rund um den Zaunbau

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Frühlingszeit ist Weidezeit. Aber bis die Pferde ihren ersten Weidegang genießen können, sind noch viele Arbeiten rund um dieWeide zu erledigen. Besonders der Zaunbau stellt Pferdebesitzer vor eine große Herausforderung. Denn Pferde sind Flucht- und Bewegungstiere, die in der Gruppe oft ein anderes Verhalten zeigen als alleine. Dies stellt natürlich auch ganz besondere Anforderungen an den Weidezaun, der aus diesem Grund nicht nur verletzungssicher, ausbruchssicher, abschrekkend, sichtbar, stabil und langlebig sein muss, sondern darüber hinaus auch umweltfreundlich und kostengünstig in Errichtung und Unterhaltung. Auch wenn klar ist, dass es die absolut sichere Pferdeweide nicht gibt, kann beim Zaunbau doch einiges getan werden, damit Pferde die Einzäunung akzeptieren.

 

Die optimale Zaunhöhe

Beim Zaunbau gibt es eine Faustregel für die Obergrenze der Zaunhöhe. Sie liegt bei 1,20m bis 1,60m, muss also mindestens 0,8 mal höher sein als die Widerristhöhe des größten Pferdes. Die untere Begrenzung der Zaunhöhe verläuft dagegen mindestens 40 cm über dem Boden. Wer auch Ponys, Fohlen und Kleinpferde auf der Pferdeweide hält, bringt an die Einzäunung zusätzlich noch 2 bis 4 Querlatten im Abstand von 40-70 cm an.

 

Zaunbau - Holz oder Kunststoff?

Grundlage von einem stabilen Weidezaun sind die Zaunpfosten, welche besonders stabil und massiv sein sollten, damit sie je nach Ausführung des Weidezauns auch große Zugkräfte aushalten können. Häufig werden beim Zaunbau Holzpfosten verwendet, die für mehr Stabilität einen Durchmesser von 14- 16cm haben und im Abstand von 2,60 -5m in den Boden gerammt werden. Die Stabilität und Lebensdauer von dem Pferdezaun hängt aber nicht nur von ihrem Durchmesser, sondern auch von Art und Qualität des verwendeten Holzes sowie der Verarbeitung ab. So sind Holzpfosten aus Weichholz zwar preiswerter, müssen aber imprägniert werden, da sie sonst nicht so langlebig sind wie Pfosten aus anderen Holzsorten. Holzpfosten halten auch im Winter B e s o n d e r s langlebig sind dagegen aus Eiche oder Robinie, welche aber für eine längere Haltbarkeit nicht nur gut abgelagert, sondern vor allem geschält sein müssen, da ihre Rinde giftig ist. Eine Alternative beim Zaunbau sind Pfosten aus Kunststoff. Sie verrotten nicht und sind pflegeleicht, dafür sind aber auch nicht so stabil wie Holzpfosten.

 

Quelle: www.pferde.de 

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Pferdegesundheit

ERSTE HILFE BEI VERLETZUNGEN WAS TUN BIS DER TIERARZT KOMMT ?

Sommerzeit ist leider auch oft Unfallzeit. Mit dem Koppelgang, Ausreiten, Training und Ausflüge zum Turnier, bleiben leider auch Verletzungen nicht aus. Dabei sind die häufigst gestellten Fragen: „Brauche ich einen Tierarzt? Was tun bis der Tierarzt kommt? Wie verhalte ich mich richtig?“ Um sich richtig zu entscheiden ist es nötig die Lage richtig einzuschätzen und dann darauf zu reagieren. Die jeweils richtige Reaktion des Ersthelfers hängt daher stark von der Art und Lokalisation der Wunde ab.

Bei oberflächlichen Schürfwunden ohne Lahmheit bedarf es keinen tierärztlichen Besuch, wenn diese gut versorgt werden. Diese zeichnen sich durch geringe Blutung und Breitflächigkeit, allerdings nicht durch Tiefe aus. Es empfiehlt sich hier die Haare um die Wunde herum zu entfernen, Sand, Erde und anderweitigen  Verunreinigen mit Wasser abzuspühlen und die Wundfläche zu desinfizieren. Diese Art von Wunden ist bereits meist schon ein zwei Tage später trocken, mit Schorf bedeckt und heilt ohne Komplikationen ab.

 

Bisswunden hingegen können unterschiedliche Tragweiten haben. Pferdebisse verletzen oft die oberflächliche Haut nicht, sondern äussern sich nur in Form von Quetschungen und Blutergüssen. Hierbei genügt es, die Stelle zu kühlen und eine heparin-haltige Salbe aufzutragen. Offene Bissverletzungen werden, wenn oberflächlich, wie Schürfwunden behandelt. Klafft Haut auseinander lohnt es sich den Tierarzt zu verständigen, um es nähen zu lassen. Bis der Tierarzt kommt ist es ratsam, je nach dem wo die Verletzung sitzt, die Stelle zu kühlen und mit Wasser zu reinigen.

 

Die nächste Stufe von Verletzungen sind Schnittwunden und Risse in der Haut. Diese äussern sich als Wunden der Haut und der darunter liegenden Muskulatur. Oft sind Hautlappen vom restlichen Körper getrennt und je nach Ausmaß der Wunde kommt es zu starken Blutungen. Am häufigsten findet man diese an Körperstellen wie Hüfte, Schulter und Flanken, doch auch an den Beinen legen diese Verletzungen manchmal Knochen und Gelenke frei. In diesem Fall ist auf alle Fälle ein Tierarzt zu verständigen, der die Wunde untersucht und durch eine Naht verschliesst. Befindet sich die Wunde in Gelenknähe, muss auch immer überprüft werden ob das Gelenk eröffnet ist. Bis der Tierarzt kommt, ist es auch hier ratsam die Wunde mit fließend Wasser zu kühlen und zu reinigen. Bringen sie keine Salben oder Desinfektionsmittel auf, da diese das Wundbild verändern können und dem Tierarzt die Arbeit erschweren. Blutet die Wunde sehr stark, sollte durch Gegendruck versucht werden die Blutung zu stillen. Ähnlich wie bei Schnitt- und Risswunden ist auch bei Stichwunden Vorsicht geboten. Unauffällige, kleine Stichwunden werden häufig unterschätzt und sind doch oft mit hohen Risiken verbunden. Sie sind meistens so klein und unauffällig, sie bluten oft nur sehr wenig und sind anfangs nicht geschwollen, so werden sie oft vom Besitzer als unwichtig eingestuft.

 

Doch oft kommen mit dem Fremdkörper, der den Einstich verursacht hat, Bakterien in die Wunde. Die oberflächliche Haut verschließt sich schnell und die Bakterien können sich im luftdichten Raum wunderbar vermehren, es kommt zur Infektion und weiter zur Phlegmone, dem sogenannten Einschuss. Sind diese Wunden mit hoher Lahmheit verbunden, Gelenknah oder in der Nähe anderer synovialer Strukturen, wie Sehnenscheiden, muss auch hier deren Beteiligung ausgeschlossen werden. Die gefährlichsten aller Wunden sind sogenannte Pfählungswunden. Kollidieren Pferde mit Koppel – oder Reitplatzzäunen, Hindernissen oder anderen Gegenständen im Gelände, können Fremdkörper sich in den Pferdekörper bohren und in der Einstichstelle stecken bleiben. Bohren sich diese in Körperhöhlen, wie Brust- oder Bauchhöhle werden meist lebenswichtige Organe verletzt. Auf keinen Fall darf hier der Fremdkörper einfach aus der Wunde entfernt werden. In diesem Fall ist sofort ein Tierarzt zu rufen oder das Tier in eine Klinik zu bringen.

 

Die Aufgabe des Ersthelfers vor Ort ist es, das Tier zu beruhigen und starke Blutungen versuchen zu stillen. Für den Transport in eine Klinik kann man bei Bedarf den Gegenstand kürzen, so dass dieser nicht weit vom Pferdekörper absteht. Es muss verhindert werden, dass der Fremdkörper weiter in das Pferd eindringen kann. In bestimmten Fällen kann man einen „Stopper“ in Form einer Verdickung direkt vor dem Wundeingang anbringen. Zum Beispiel durch ein Tuch, Klebeband oder andere, am Fremdkörper befestigte Materialien. In einer Pferdeklinik kann dieser Gegenstand dann kontrolliert entfernt werden. Zieht man ihn blind vor Ort, besteht die Gefahr, dass man noch weitere Schäden hervorruft, das Pferd verbluten könnte und ausserdem erschwert es die darauf folgende Diagnostik.

 

Zusammenfassend kann man mit gutem Gewissen sagen, bei Verletzungen ist Vorsicht besser als Nachsicht und der Tierarzt lieber einmal zu oft als einmal zu wenig gerufen.

Wenn Sie auf den Tierarzt warten:

1)    beobachten Sie gut das Allgemeinbefinden Ihres Tieres

2)    kühlen Sie die Verletzung mit fließendem kühlen Wasser, aber vorsichtig und immer mit den Beinen beginnend

3)    Benutzen Sie keine Desinfektionsmittel, Salben oder Wundsprays

4)    hochgradige Lahmheiten stellen immer Fraktur –, Fissur - oder Verdacht auf Gelenkbeteiligung dar. Vermeiden Sie Bewegung.

5)    Eine kleine Wunde mit starker Lahmheit ist immer schlimmer als eine große Wunde ohne Lahmheit (Haut und Muskeln sind ersetzbar, Verletzungen synovialer Strukturen und Knochen sind weitaus gefährlicher und können langwierige Konsequenzen haben)

6)    Schmerzmittel sollten nie ohne Absprache mit dem Tierarzt gegeben werden

7)    Hautlappen sollten nicht entfernt werden

8)    Fremdkörper NIE entfernen

9)    Stillen Sie starke Blutungen mit Wundkompressionen (Blutungen bis zu 10l bringen keine Konsequenzen mit sich)

10) Tetanusimpfschutz prüfen

 

Daher lohnt es sich immer den  Erste Hilfe Koffer mit Desinfektionsmittel, Schere zur Haarentfernung, Verbandswatte, elastischen Binden und selbsthaftenden Binden sowie sterilen Wundabdeckungen, einem Fieberthermometer und Leukoplast auszustatten. Die wichtigste Maßnahme im Umgang mit dem verletzten Pferd, die jedoch zu ergreifen ist, ist Ruhe bewahren, sich die Wunde zu betrachten und dem Tierarzt möglichst genau zu schildern:

 

1)    WO am Körper

2)    WIE lahm

3)     WIE tief

 

Dr. vet. Josefa Eisenreich

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