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    Schweres Warmblut

    Alter: 2006 Farbe: Schimmel Stckm.: ca. 1,70


    Name: Hekto

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Vielseitiger Partner für die ganze Familie. Bisher zuverl. Freizeitpferd. Bei entsp. Förderung vielseitig einsetzbar (Therapie-/Kutsch-/Wan derreitpferd) Er ist verkehrssicher, schmiede- und verladefromm und herdenverträglich. Eine Lebensversicherung auf 4 Hufen.


    Preis: 4.400,– € VHB


    Tel. 0171/2177102

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    Freiberger

    Alter: 13.2.2008 Farbe: Fuchs Stckm.: 1,61


    Name: Euro

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Großes, elegantes Pferd, elegante Gänge und arbeitet motiviert mit. Eignet sich sehr gut zum Fahren und Reiten.


    Preis: auf Anfrage


    info@cheval-jura.ch 

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    Freiberger

    Alter: 25.4.2009 Farbe: braun Stckm.: 1,53


    Name: Camarade des Prés

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Eignet sich für das Reiten und Fahren. Sehr guter Charakter, sehr netter Kumpel für Kinder.


    Preis: auf Anfrage


    info@cheval-jura.ch 

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    Freiberger

    Alter: 30.3.2009 Farbe: braun Stckm.: 1,57


    Name: Halifax

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Gutes Freizeitpferd (besonders für Reiten). Dynamisches Pferd, geht vorwärts, aber respektvoll.


    Preis: auf Anfrage


    info@cheval-jura.ch 

Aktuelles

Aktuelles

SÜDDEUTSCHE HENGSTTAGE ENDE GUT, UND FAST ALLES GUT!

Viel erlebten die zahlreichen Körbesucher aus aller Welt, darunter auch die Vorstandschaft der World Breeding Association WBFSH die in München parallel tagte, bei den Süddeutschen Hengsttagen vom 29. bis 31. Januar 2015 auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem. Zwei Unfälle überschatteten die zwölfte Auflage der Körtage am Donnerstag und Freitag. Was zunächst schlimm aussah, lief zum großen Glück zwei Mal glimpflich ab. Vorführer Matthias Schepper, der am Freitag unter die Hufe seines Hengstes kam und vorübergehend bewusstlos war, konnte am Samstag persönlich die Ehrung als bester Vorführer vor Auktionsbeginn entgegen nehmen, die beiden Zuschauer die am Donnerstag leicht verletzt wurden saßen nach einem ersten Schock eine Stunde später auf der Tribüne und verfolgten die Körung weiter. Das Lot mit 80 dreijährigen Hengsten kam nicht nur beim Publikum sondern auch bei den Käufern sehr gut an.

 

Die breite qualitätsvolle Spitze der Kollektion spiegelte sich letztlich im Auktionsergebnis wieder: Sechs Hengste erzielten Preise über 100.000 Euro! Der Gesamtumsatz kletterte um über 300.000 Euro auf 2.075000 Euro. Zur Körung traten von 80 zugelassenen Hengsten 79 am Donnerstag zur Pflastermusterung an. 29 Mal sprach die Körkommission, bestehend aus Cornelia Back, Dr. Carina Krumbiegel, Hans-Willy Kusserow, Uwe Mieck, Dr. Ralf-Peter Roffeis sowie den Sportkommissaren Dr. Ulf Möller und André Thieme die Zulassung für die Zucht aus, sieben Hengste zeichnete die Kommission darüber hinaus mit einer Prämie aus: Allen voran die Preisspitze der Auktion, der in Bayern gezogene Bailamos Biolley-Lanciano-Sohn aus der Zucht von Sabine Klößinger in Sachsen und ausgestellt von Heinrich Ramsbrock aus Menslage. Der Hammer fiel für den mit überragender Mechanik ausgestatteten und wunderschön aufgemachten Hengst nach einem spannenden Bieterduell zwischen der Hengststation Massener Heide und Kunden aus Südafrika, zu Gunsten der Massener Heide bei 240.000 Euro.

 

Das Dressurpferdezentrum Lodbergen, vertreten durch Urs Schweizer, sicherte sich den Bewegungskönig der Körung. Der schmucke Sohn des Diamond Hit aus einer Mutter von Pour Plaisir aus der Zucht und im Besitz von Else Hermine Schnell aus Burgthann, die sich über einen Preis von 110.000 Euro freuen konnte bewegte sich kadenziert, federnd und mit spektakulärer Galoppade. 115.000 Euro war der PS Pferdehaltung in Mühlen ein Sohn des Don Olymbrio L, der wie ein Abbild seines Vaters aussieht, aus einer Mutter von Fidermark wert. Souverän präsentierte er sich an allen Tagen mit überragen der Trabarbeit sowohl im Freilaufen als auch an der Longe. Der Fuchs wurde in Dänemark von Mini und Finn Jensen in Vejle gezogen und vom Gestüt Blue hors ausgestellt. Ein weiterer Prämienhengst des Dressurlotes abstammend vom Trakehnerhengst Millenium aus einer Mutter von Samba Hit sicherte sich ein privater Käufer für 41.000 Euro.

 

Der mit drei hochwertigen Grundgangarten ausgestattete Schwarzbraune zeigte sich darüber hinaus mit einem hervorragenden Interieur ausgestattet. Züchter und Aussteller dieses tollen Hengstes sind Dietmar und Cerstin Mewes aus Gardelegen. Drei Springhengste zeichnete die Körkommission mit Prämien aus: Ein Sohn des Cornet Obolensky aus einer Mutter von Carolus aus der Zucht und im Besitz von Thomas Sagel aus Brakel. Den Schimmelhengst schlug Auktionator Hendrik Schulze Rückamp bei 160.000 Euro zu. Der souverän und hervorragend freispringende Hengst wird auf der Hengststation Holzeder im bayerischen Malching in den Deckeinsatz gehen. Die in Rheinland- Pfalz-Saar beheimatet Deckstation von Alfred Kohn konnte zur Freude vieler Züchter einen bayerischen Sohn des Los Angeles aus einer Mutter von Contender (Züchter: Petra und Guntram Miller, Ursberg) für 41.000 Euro ersteigern. Der sich leichtfüßig und federnd bewegende Braune ging an der Longe in hervorragender Anlehnung und war in der Freispringgasse einer der besten. Auch die Station Klatte aus Lastrup hat künftig einen Prämienhengst aus dem Süden auf Station: Ein mit dem Bayernbrand geschmückter mit einnehmender Ausstrahlung und viel Antritt auf dem Pflaster ausgestatteter Sohn des Clooney aus einer Mutter von Landkaiser aus der Zucht von Nikolaus Chrissikos aus Pocking. Am Sprung zeigte der Braune darüber hinaus viel Biss und Leistungsbereitschaft. In einen lackschwarzen hoch im Blut stehenden Millenium-Sohn aus einer Mutter von Ituango xx hat sich Albert Sprehe bereits auf der Vorauswahl in Prussendorf „verguckt“.

 

Auf der Vorbesichtigung sicherte er sich persönlich bereits die Hälfte des Deutschen Sportpferde-Hengstes von Züchter Jochen Schulz aus dem Vogtländischen Oberland. In München machte er die Sache rund und kaufte sich und Jochen Schulz diesen hoch im Blut stehenden Edelmann für seine Firma, die Hengststation Sprehe, für 125.000 Euro ab. Über die Elite-Fohlenauktion in Nördlingen wechselte vor drei Jahren ein weiterer Hengst, der in München über die 100.000 Euro Marke kletterte, in den Besitz von Werner Spallek in Ibbenbüren. Der dunkelbraune Württemberger aus der Zucht von Klaus und Edwin Schuster in Ellwangen, abstammend von Diarado - Landadel präsentierte sich sowohl mit sehr gutem Springvermögen als auch mit sehr guten Grundgangarten und wechselte für 125.000 Euro in einen Ausbildungsstall. Im Schnitt brachten die 24 gekörten Hengste 64.625 Euro, die 28 nicht gekörten 18.714 Euro. Treue Käufer aus der Ukraine kauften zwei Hengste (v. Shouppydam und Lordanos), der Totilas- Sohn wird künftig in England zu Hause sein und ein Sohn des Numero Uno wird nach Kanada exportiert werden. Die gekörten Söhne von Conen und A la Carte NRW werden auf der Deckstation Massener Heide zu Hause sein, das Gestüt Tannenhof erwarb den typvollen Sohn des Breitling. Roland Metz, seit 15. Dezember 2014 Geschäftsführer der veranstaltenden Süddeutschen Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH, erlebte bei den ersten Hengsttagen unter seiner Regie eine wahre Achterbahnfahrt.

 

„Die Auktion war ein hervorragender Abschluss dieser Hengsttage. Das qualitätsvolle Lot mit einer breiten Spitze kam sehr gut bei unseren Kunden an. Tragisch waren die beiden Unfälle, die zum Glück ohne größere Schäden bei Menschen und Pferden ausgingen. Das bisherige Konzept stößt an seine Grenzen. Der Körplatz ist enorm gewachsen. Wir werden Nachdenken und unsere Hausaufgaben machen. In den letzten Jahren gab es immer wieder Gedanken über den Umbau der Körhalle, letztlich scheiterten diese Ideen oft auch an den Auflagen der Behörden die es einzuhalten gilt. Die Hengst-Gala kam sehr gut an, hier gilt unser Dank den Süddeutschen Hengsthaltungen, die den Weg nach München trotz extremer Witterungsbedingungen nicht scheuten. Ein besonderer Dank gilt auch der Nürnberger Versicherungsgruppe, die die Hengsttage seit Jahren großzügig unterstützen.“ 

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Aktuelles

SPRINGLEHRGANG IM REITSTALL HOHE WARTE FITNESSKURS FÜR DIE TURNIERSAISON

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Fit für die kommende Turniersaison sind jetzt die Reiterinnen des Vereins Hohe Warte. Im Reitstall Wampen trimmte Trainer Siegfried Haaf aus Unterfranken drei Tage lang ein Dutzend Pferd-Reiterinnen- Teams im Springen. Stallbesitzerin Fabienne Tandler hatte den renommierten Springtrainer für einen Lehrgang in ihre Anlage eingeladen. Die Gelegenheit, die Kenntnisse intensiv aufzufrischen, ließen sich die Aktiven im Verein nicht entgehen – inklusive der Trainerin. Am ersten Tag machte sich der erfahrene Reitlehrer und Turnierrichter ein Bild von den angetretenen Paaren. Gymnastik stand auf dem Programm, was im Reitsport Stangenarbeit, Wendungen und Übergänge bedeutet.

 

Am zweiten Kurstag nahm sich Haaf mit den Teilnehmerinnen einzelne Sprünge vor, die er laufend anders kombinierte und mit verschiedenen Wegen auf beiden Händen anreiten ließ. Immer wieder erklärte der Trainer während der Reitstunde, warumeine Übung so und nicht anders zu reiten ist oder gab individuelle Tipps für die unterschiedlichen Teams, die ein reiterliches Niveau vom Einsteiger bis zur schweren Klasse mitbrachten. Am dritten Kurstag überprüfte Haaf das Gelernte bei einem Parcours.

 

Und weil man nach der harten Arbeit auch die Zufriedenheit beim Erfolg nicht vergessen darf, lautete seine Anweisung nach dem letzten Sprung des Parcours: „Jubeln!“ Was die Schülerinnen und die zahlreichen Zaungäste auf der Tribüne dann auch ausgiebig umsetzten. Haaf freute sich mit ihnen und lobte in seinem Schlusswort zum Kursende ausdrücklich die guten Grundlagen, die Springtrainerin Fabienne Tandler bereits bei ihren Schülerinnen gelegt hatte. Katrin Lyda

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Aktuelles

ZÜCHTERLEHRGANG IN SCHWARZENAU

Der in Schwarzenau schon zur Tradition gewordene Züchterlehrgang, veranstaltet vom Pferdezuchtverein Schwarzenau in Zusammenarbeit mit dem Pferdezuchtverband Franken e.V., fand auch heuer wieder statt. Am 7. Februar trafen sich knapp dreißig Züchter, Reiter und Rossnarrische im Lehrsaal des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums, um drei interessanten Vorträgen zu lauschen. Den Anfang machte Georg Ochs, seines Zeichens 1. Vorsitzender sowohl des Landesverbandes bayerischer Pferdezüchter als auch des Pferdezuchtverbandes Franken und 2. Vorsitzender des Pferdezuchtvereines Schwarzenau.

 

Er begrüßte die Gäste und gratulierte Frau Else Hermine Schnell aus Burgthann zu ihrem gerade bei den Süddeutschen Hengsttagen gekörten Hengst v. Diamond Hit / Pour Plaisir. Sodann referierte er über die aktuellen Entwicklungen in der Pferdezucht, dass die Spezialisierung der vorgestellten Pferde zunähme, dass die Mehrzahl der Pferdekäufer sogenannte „Freizeitkäufer“ seien, die ihre ureigensten Vorstellungen beim Kauf verwirklichen würden ohne sich fachmännisch beraten zu lassen. Mit der Aussicht auf die Wiedereinführung eines Pferdeverkaufstages im Landesleistungszentrum Ansbach leitete er über zum Vortrag von Frau Back, der Zuchtleiterin des Bayerischen Landesverbandes. Diese berichtete über einige Neuerungen, so zum Beispiel werde das Freispringen bei der Landesschau eingeführt, und das Richtverfahren dort habe sich geändert. Auch die Bezeichnung und der Inhalt der Noten bei den Fohlenschauen sei überarbeitet worden.

 

So würde die bisherige Note für „Trab / Galopp“ jetzt in „Schwung / Entfaltung / Elastizität“ ausgedrückt und der „Gesamteindruck“ beinhalte ab sofort den „Schritt, den Pflege- und Ernährungszustand und die Entwicklung“ des vorgestellten Fohlens. Zudem sei die für ein Prämienfohlen erforderliche Punktzahl auf „39“ heraufgesetzt worden. Anschließend an diese beiden Vorträge forderten beide Referenten die Gäste auf, ihre Wünsche, etwaige Kritik und Vorstellungen zum Ausdruck zu bringen, was zu einer lebhaften Diskussion führte. Nach einer erholsamen Mittagspause, die bereichert wurde durch eine leckere Mahlzeit, zubereitet von den Küchenfeen des Staatsgutes, stellte sich Roland Metz als Nachfolger von Thomas Münch im Amt des Geschäftsführers der SPV und der AGS vor.

 

Er berichtete zudem über die eben abgelaufenen Süddeutschen Hengsttage in München, referierte über die Voraussetzungen einer erfolgreichen Fohlenvermarktung (z.B. aktuelle Abstammung, geprüfte Mutterstute) und über die differenzierte Ausbildung verkäuflicher Pferde z.B. als „Jagd-, Dressur-, Springoder Ausreitpfed“. Auch an diesen Vortrag schlossen sich engagierte Diskussionen an, was wiederum hoffen lässt, dass das Interesse am Pferd und an der Pferdezucht in Franken nicht unterzukriegen ist. Wir freuen uns auf den Züchterlehrgang im nächsten Jahr an gleicher Stelle.

 

Dr. E. Hummel, Schriftführerin PZV Schwarzenau

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Aktuelles

R-IQ-CU-IMPULSE FÜR DEN REITSPORT 2015

Die Serie R-IQ-Cup dient der Förderung der vielseitigen Ausbildung von jugendlichen Reitern/innen. Sponsor und Namensgeber dieser Veranstaltungsserie ist die Firma R-IQ Impulse für Ihre EDV - Riedel Informations-Integration GmbH.

 

Es gelten folgende Regelungen:

Richtlinien: Für die Serie wird bei jeder Veranstaltung eine A-Dressur * und ein ASpringen * ausgeschrieben. Jeder Teilnehmer muss an der gleichen Veranstaltung in beiden Disziplinen an den Start gehen. Nur diese Teilnehmer erhalten auch Rangierungspunkte. Sollte ein Teilnehmer in einer der beiden Prüfungen ausscheiden, erhält er nur für die Teilprüfung Punkte, die er beendet hat. Für die Cup- Wertung werden die Rangierungspunkte der Teilnehmer addiert, die sowohl in der ADressur, als auch im A-Springen gestartet sind. Die Teilnehmer können in beiden Disziplinen das gleiche Pferd/Pony vorstellen, oder aber auch verschiedenen Pferde/Ponys wählen. Gewertet wird hier der Reiter unabhängig von der Wahl des Pferdes/Ponys. Insgesamt sollen ca. 4-5 Veranstaltungen durchgeführt werden. ( 3-4 Wertungsprüfungen und eine Abschlussprüfung) Jeder Veranstalter muss beide Prüfungen ausschreiben. Der Veranstalter erhält für die Durchführung der beiden Prüfungen pauschal 300,-- €.

 

Im Programmheft der Veranstaltung ist kostenfrei eine Anzeige der Firma R-IQ abzudrucken. Während des Turniers sind außerdem an gut sichtbaren Stellen 2 Werbe-banner der Firma R-IQ anzubringen. Der Werbesprung des Sponsors ist in den Parcours zu integrieren. Der Veranstalter erklärt sich bereit einen Sprechertext zu verlesen. Ein Repräsentant der Firma R-IQ wird dem jeweiligen Veranstalter vor dem Turnier den Sprung, sowie die Werbebanner vorbeibringen und die Veranstaltung begleiten. Dazugehörende Absprachen werden zwischen dem Turnierveranstalter und der Firma R-IQ direkt getroffen. Zudem behält sich der Sponsor vor, Flyer auszulegen und einen Informationsstand aufzustellen.

 

Die fränkische Jugendleitung bittet die Veranstalter darum, im Springen Ponyausgleich zu gewähren. In der Teilnahmeberechtigung sollte für die Prüfungen des Cups vermerkt sein, dass in diesen 2 Prüfungen alle Stamm-Mitglieder eines Vereins des Regionalverbands Franken starten können und keine geladenen Gäste erlaubt sind. Die R-IQ Cup Prüfungen müssen sowohl in der Ausschreibung als auch in der Zeiteinteilung als solche benannt werden. (Prüfungsuntertitel: gleichzeitig Wertungsprüfung zum R-IQ Cup) Wertungsprüfungen und Abschlussprüfung: In den Wertungsprüfungen des RIQ- Cups sind nur fränkische Reiter/innen startberechtigt. Die Teilnehmer müssen an einer Veranstaltung sowohl an dem A-Springen, als auch an der A-Dressur teilnehmen um in der Wertung für den RIQ- Cup Punkte zu sammeln. Nimmt ein/e Reiter/in mit mehreren Pferden an einer der (Teil-)Prüfungen teil, wird nur das bessere Pferd gewertet. Für den R-IQ-Cup werden die Rangierungspunkte aus Dressur und Springen von maximal 2 Veranstaltungen addiert. Bei der Teilnahme an mehr als zwei Veranstaltungen fließen nur die beiden besten Gesamtpunktsummen aus Dressur und Springen in die Wertung ein.

 

Hinzu kommen die Punkte der Abschlussveranstaltung am Ansbacher Weekend. Die Ergebnisse werden anhand der Rangierung der jeweiligen Prüfung ermittelt. Es werden immer nur die besten 30 Paare einer Prüfung gewertet. Dabei erhält der Sieger/die Siegerin 30 Punkte, der/die Zweitplatzierte 29 Punkte, der/die Drittplatzierte 28 Punkte, ...ect.. Die Ergebnisse der gerittenen Wertungen beider Disziplinen werden aufsummiert und auf Basis dieser Summe eine Rangierung ermittelt. Die letzte Wertungsprüfung (Abschlussprüfung) in den beiden Disziplinen wird am Ansbacher Weekend stattfinden. Um einen Cupsieger zu ermitteln, werden die Punkte aus den 2 Wertungsprüfungen und der Abschlussprüfung zusammengezählt. Die Siegerehrung des Cups findet am Samstag Abend am Ansbacher Weekend statt.

 

Die ersten 3 Platzierten der Gesamtwertung des R-IQ-Cups erhalten einen Sonderehrenpreis. Prüfungsausschreibung: Springprüfung Kl. A * (E + 150,00 €, ZP) gleichzeitig Wertungsprüfung zum R-IQ-Cup Pferde: 5j.+ält. Teiln: Jun./J.R., Jahrg. 94 +jün., die Stamm- Mitglieder eines Vereins des Regionalverbandes Franken sind. Keine geladenen Gäste, Kadererlaubnisse entfallen. LK 4,5,6 LK 4 mit Pferden, die in SM u./o. höher unplatziert sind, Ausr. 70 Richtv: 501,A.1 Hindernishöhe 95 cm Einsatz: 8,50 VN: 15 SF: Dressurprüfung Kl.A * (E + 150,00 €, ZP) gleichzeitig Wertungsprüfung zum R-IQ-Cup Pferde: 4j.+ält. Teiln: Jun./J.R., Jahrg. 94 +jün. die Stamm-Mitglieder eines Vereins des Regionalverbandes Franken sind. Keine geladenen Gäste, Kadererlaubnisse entfallen LK 4,5,6 LK 4 mit Pferden, die in DM u./o. höher unplatziert sind. Ausr. 70 Richtv: 402,A Aufg: A6 Einsatz: 8,50 VN: 15 SF:

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Leserbriefe

LESERBRIEFE ZU UNSEREM ARTIKEL „WIR TÖTEN WAS WIR LIEBEN“

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Sehr geehrte Damen und Herren des PFERDE RHEIN-MAIN-TEAMs,

zu dem Thema „Wir töten was wir lieben“ kann ich folgenden selbst erfahren Beitrag liefern: Wir haben zwei Vollblüter mit einem sehr guten Pedigree, um das uns schon der eine oder andere Rennstall beneidet hat.Wir wurden dazu animiert, diese beiden doch ins Pferderennen zu tun. Nun, da das Galopprennen ja noch das natürlichste ist, was ein Pferd kann - darf (im Hochleistungssport--> siehe Dressur, Militäry usw.) haben wir uns entschlossen, diese Pferde nicht ins professionelle Galopprennen zu geben. Uns war das sehr junge Anreiten der Pferde, die Verletzungen im Hochleistungssport und was am Ende der Hochleistungsphase im Galloprennen passiert, klar. Kurzum: wir haben die Pferde im Westernreiten, Horsemanship, Knotenhalfter selbst ausgebildet und mit dem Anreiten gewartet, bis ein entsprechendes Alter erreicht war. Hinzu kommen sehr gutes Futter, viel Liebe und soziale menschliche Beziehungen zu den Pferden. In der Geschichte spricht man von einem Thor's Hammer (aus der griechischen Mythologie). Unser jüngeres Vollblut Pferd „Miss Moneypenny“, 5 Jahre alt, Stute, brach sich bei einem Sturz zweimal das rechte Handgelenk. Ein Trümmerbruch mit 3 Bruchstücken, und eine Impressionsfraktur im Handwurzelbereich. Dazu kommt noch die Kusshandstellung der gleichnamigen Gliedmaße, bedingt durch den Ausfall der Nervus radialis durch eine Kompression des Nervs. Passiert beim Rennspeed auf der Koppel mit ihrer 1 Jahr älteren Schwester. Ich kann Ihnen sagen, wie wir das Bein gesehen haben, war der Schock groß. Ein hängendes Bein am Pferd, welches immer wieder versucht, es aufzusetzen... Humpelnder schmerzender Gang und abartige Gewichtsabnahme über die nachfolgenden vier Monate aufgrund der starken Schmerzen. Was tun? Einschläfern, retten, was soll man retten? Das Pferd von den Schmerzen erlösen? Schlaflose Nächte, endlose Konsultationen bei Tierkliniken im Rhein-Main-Gebiet mit den Röntgenbildern . Auch bei solchen, die sehr gute Erfahrungen mit Vollblütern haben. Einen Hoffnungsschimmer hatten wir, nachdem wir eine weitere Meinung aus den USA bekamen. Dort sah man zwei Möglichkeiten: Eine OP mit ungewissem Ausgang oder eine 50%-Chance, die man dem Pferd (je nach dem wie man zu dem Pferd steht) zugestehen sollte. Wir nahmen die 50% an. Wir lasen im Internet, kauften Vet. Bücher, befassten uns mit Brüchen beim Pferd, sahen uns immer wieder Röntgen-Aufnahmen von anderen Knochenbrüchen an, informierten uns in England über die Möglichkeiten, die 50% auszubauen. Ziel war die Lebensqualität zu verbessern und dem Pferd zu helfen, mehr als 50 % Überlebenschance zu sichern. Also begannen wir, trotz Abraten der Pferdekliniken und der behandelnden Tierärzte, welche mit dem Amtstierarzt drohten, unser Pferd bestmöglichst zu versorgen.

 

Therapieplan: Klassische Schmerzmittel über 8Wochen (Beginnender Gewichtsabnahme, mit Fressunlust) / Blutegel gegen die Schwellung (Vermehrte Gewichtsabnahme, mit Fressunlust) / Homöopathie - Osteopathie mit Kräutern, Magensäure verbessernde Bakterien, Kanne Milchsäurebakterien, Lymphabschwellende Mittel, (immer noch Gewichtsabnahme, jedoch mit aufsteigender Fresstätigkeit) / Chinesische Schmerzkräuter anstatt der klassischen Schmerzmittel eingesetzt, Chin. Knochenheilungskräuter / Akupunktur -> ging völlig in die Hose, das Pferd bekam durch die falsche Anwendung einen massiven Einschuss in das Gelenk. Warf das Pferd 6-8 Wochen zurück. Den Mut nicht verloren, nach ca. 8-9 Wochen erste Belastungsversuche des Pferdes von sich aus. Boxeneinzelhaft wurde nach 2 Wochen aufgehoben, und dem Pferd überlassen, wie und wann es auftreten wollte und konnte. Nach 4 Monaten am 1. Februar, Geländespaziergang von 20 Minuten mit ihrer Schwester. Das Pferd wollte es selbst. Dies alles ist geschehen in einem Offenstall, also nix überdachte Box oder mit einer Halle zum üben, Reiterstübchen um sich aufzuwärmen. Regen, Schnee, Kälte, Minus Temperaturen. Max. Pflege, ihre Schwester, andere Pferde, nie die Hoffnung aufgeben, und der Mutter Natur vertrauen. Pferde sind Steppentiere, auch wenn sie für Galoppsport wie unsere gezüchtet werden (die ältere Stute kurze oder die jüngere Stute für lange Distanzen). Das Gen ist vorhanden. Mit freundlichen Grüßen Andre und Ute Frauböse PS: Willenskraft, max. Respekt dem Tier gegenüber, und es selbst tun lassen, was es kann, ist unser Credo in dieser Angelegenheit. Auffällig, dass man bei Pferden in England und in den USA den Pferden eine ganz andere Zeit zur Rehabilitation gewährt als bei uns!Warum das so ist? WIR wissen es nicht.

 

Liebes Pferde-Rhein-Main- Team,

ich habe den Artikel gelesen und muss gestehen, dass ich geschockt war. Natürlich gibt es die Menschen, die ihre Pferde entsorgen, wenn sie alt werden und keine sportlichen Höchstleistungen mehr erbringen können. Und ja, das ist schlimm und nicht richtig. ABER es gibt auch genügend Menschen, die ihre Pferde lieben und die sich Gedanken machen wie es weiter gehen soll. Und die wenigsten Pferde schlafen in hohem Alter einfach ein und der Mensch muss keine Entscheidung treffen. Aber auch da stehen wir in der Verantwortung. Das Thema geht mir so nahe, weil ich vor 1,5 Jahren für meine 15jährige Stute diese Entscheidung fällen musste. Meine Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen und viele Leute in meinem Umfeld konnten meine Entscheidung nicht nachvollziehen, aber ich kann heute sagen, dass ich jeder Zeit wieder so handeln würde wenn ich noch einmal vor dieser Situation stünde. Hier mal kurz die Geschichte meiner Stute: Durch einen Weideunfall, für den keiner etwas konnte, verletzte sich meine Stute am Knie.

 

Durch diese Verletzung musste sie erst einmal geschont werden und sollte laut Tierarzt Schritt geritten werden ,aber nicht auf die Weide. Da sie voll im Trainig war und eh eine von der quirligen Sorte, stand sie während der Zeit in der Box ungern still und zappelte viel.Dadurch kam ein Fesselträgerschaden zum Knieproblem. Wir waren mehrfach mit ihr in der Klinik und über denWinter war Schritt führen mit Boxenruhe angesagt Wenn es ihr besser ging, tat sie alles außer still in der Box zu stehen und es ging so weit, dass sie sich die Vorderbeine kahl fraß. Im Frühjahr bei einem Kontrollbesuch in der Klinik wurde uns mitgeteilt, dass sie wahrscheinlich beschränkt reitbar, aber nicht mehr weidefähig sein wird. Meine Entscheidung stand schnell fest: Wir suchten einen geeigneten Offenstallplatz mit einer kleinen Herde und viel Weideflächen. Denn Schrittausritte und ansonsten Boxenhaft sind meiner Meinung kein pferdegerechtes Leben und das hatte sie nicht verdient. Sie verbrachte noch 3 Monate auf der Wiese, bis sie wieder lahm lief, das Knie unglaublich geschwollen war und ihr anzusehen war, dass sie starke Schmerzen hatte.

 

Auch Schmerzmittel halfen nichts. Der nächste Schritt wäre gewesen, sie in die Klinik zum MRT zu fahren, aber das wollte ich ihr nicht zumuten. Also stand die Entscheidung fest, sie musste sterben, um ihr weiteres Leid zu ersparen. In der Nacht bevor sie sterben musste schwirrte mir in einer Tour der Satz im Kopf herum "Das Herz sagt, du kannst sie nicht gehen lasse, aber der Kopf sagt, du darfst sie nicht quälen!". Wir haben eine ganz tolle Tierärztin, die ihr einen würdigen Tod bescherte ohne schlimme Bilder. Sie hat sich in Ruhe hingelegt und als es so weit war einmal tief ausgeatmet und es war vorbei. Ja, es ist ein heikles Thema, was aber sehr persönlich ist. In den Wochen danach ist aufgefallen, dass viele Leute meine Entscheidung nicht verstehen konnten, aber die Entscheidung war meinem Pferd zu Liebe. Ich hätte weiter Geld in sie investiert und sie hätte die nächsten 15 Jahre auf der Weide verbringen dürfen.Aber genauso wie es nicht fair ist, ein Pferd einfach abzuschieben, ist es nicht fair, sich aus der Verantwortung zu stehlen, weil man keine Entscheidung treffen will. Es muss jeder für sich entscheiden, wie weit er geht, ob er schlachten lassen möchte oder einschläfern. Aber für mich war ganz wichtig, dass ich sie bis zur letzten Sekunde begleiten konnte und weiß, dass sie nicht unnötig gelitten hat. Im Laufe der Zeit kam aber auch immer mehr heraus, dass viele Pferdeleute in meinem Umfeld das Thema Tod ganz weit von sich weg geschoben haben, weil ihr Pferd ja noch nicht alt ist. Aber was ist, wenn der Tag auf einmal da ist? Kann man dann eine faire Entscheidung dem Pferd gegenüber fällen, wenn man sich mit dem Thema nie befasst hat? Jetzt ist die E-Mail doch länger geworden als geplant, aber ich musste mir meine Gedanken zu dem Thema von der Seele schreiben. Und ich glaube ich bin nicht die Einzige, die so denkt.

 

Liebe Grüße Kira Krämer

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei mein ERFAHRUNGSBERICHT AUS DEM FREIZEITREITSTALL: Vor 23 Jahren habe ich den "Freizeitreitstall Kapellenhof" im schönen Bayerischen Wald eröffnet. Anfangs dachte ich nicht darüber nach, was passiert, wenn meine Pferde alt sind. Nach 10 Jahren, die ersten Schulpferde waren nun 20 Jahre und älter, war klar - so gesund und fit wie sie sind - leben sie noch sehr lange. Für uns stellte sich nie die Frage: Wohin mit den "Alten"?, sondern: Wie können unsere Pferde noch lange gesund und glücklich, hier, in ihrem Zuhause leben und neue Aufgaben finden? Sancho (26) macht noch manchmal mit "kleinen" Reitanfängern beim Reitunterricht und bei Anfängerausritten mit.

 

Santana (27), Sir (25), Sancho und bis 2013 Stingo (35) haben bei Spaziergängen mit Familien richtig Spaß. Tagestouren zum Keltendorf oder im Ilztal - die Kinder sitzen auf dem Rücken der Pferde - die Eltern wandern daneben her... sind für unsere "Oldies" kein Problem. Stingo (35) und Pusta (35) sind die unsere ältesten Pferde. Oma Pusta ist schon seit Jahren Rentnerin, da sie immer wieder Probleme mit einem Hinterbein hatte. Stingo dagegen zeigte uns erst im Sommer 2013, dass er jetzt keine Lust mehr auf die "Reitwanderungen" hat. Beide sind gesund und munter, wie auch der Rest unserer bunt gemischten Herde. Meine jüngsten Schulpferde sind 13, Bonfire, der Teenager der Herde fünf. Das Durchschnittsalter in unserem 22köpfigem (davon 10 Einstellpferde) Pferdestall ist 19,5 Jahre... und von "Burn Out - Schulpferden" ist nichts zu sehen.Woher auch, wir lieben unsere Pferde doch, oder? Natürlich steht fest, dass nicht jeder so ein schönes "Fleckchen Erde" für sein Pferd zur Verfügung hat.

 

Aber sollen wir uns dann überhaupt für ein Pferd entscheiden, wenn wir für eine artgerechte Haltung nicht garantieren können? Nur weil wir es wollen? Am Kapellenhof gibt es 20 ha natürliche Weideflächen für 20 Pferde (die Shettys haben eigene Weiden). Der erste Preis beim Bundeswettbewerb "Artenvielfalt auf der Pferdeweide" spricht für unsere Weidelandschaft, ein Mosaik von Sumpfflächen, Wäldchen, Gebüschsäumen und trockenen Teilbereichen, auf denen auch Arzneipflanzen gedeihen. Dr. Renate U. Vanselow, eine promovierte Diplom-Biologin, meinte nach der Begehung der Weideflächen: "Würde es mehr solcher Weiden in der Pferdehaltung geben, wären viele Naturschützer glücklich und Tierärzte arbeitslos." Wir können dem nur zustimmen und freuen uns über unsere jungen und alten Vierbeiner, die es verdient haben, so lange zu leben wie sie wollen...

 

Gisela Thuringer, Freizeitreitstall Kapellenhof Kreissprecherin (Lkr. FRG) VFD - Niederbayern Pressewart IG-Pferdetourismus Niederbayern/Bayerischer Wald

 

Betreff: Leserbrief zum Artikel wir töten was wir lieben

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Autorin dieses Artikels erhebt den Zeigefinger und pauschaliert sehr stark. Und der Stil, in dem sie schreibt gefällt mir überhaupt nicht. Als Hufschmied habe ich schon viele Pferdeleute und damit natürlich viele Pferde und Pferdeställe gesehen. Ich kann die Einschätzung, dass zu viele Leute ihre Pferde einfach töten lassen, überhaupt nicht teilen. Meine Erfahrung ist, dass die Pferdebesitzer ihre Tiere zu sehr vermenschlichen und verhätscheln und folglich auch zu sehr als Familienmitglieder ansehen. Das passt dann aber gar nicht zur Theorie, die Pferde würden einfach weggeschmissen wenn man sie nicht mehr braucht. Pferde bleiben aber immer Pferde und auch Pferde muss man schlachten können ohne mit erhobenem Zeigefinger gemaßregelt zu werden. Ich habe mein Pferd, als es geschlachtet wurde, bei seinem Weg zum Schlachter begleitet und war bei ihm bis zum letzten Moment.

 

Es ist ohne Angst und ohne Aufregung gestorben, Der Pferdehändler, der dies organisiert hat, war jener dessen Anzeige mitten in Ihrem Artikel über das Töten von Pferden, platziert ist. Meine acht Pferde sind alle als Schlachtpferde deklariert und ich habe, wie bereits erwähnt, auch schon eines schlachten lassen. Ich habe aber trotz dieses Artikels kein schlechtes Gewissen. Es gibt auch Situationen für Pferdebesitzer, in denen diese ein Pferd aus finanziellen Gründen schlachten müssen. Dies muss man auch, ohne erhobene Zeigefinger gezeigt zu bekommen, tun können. Ich habe in den 32 Jahren, seit wir Pferde haben, noch niemanden kennen gelernt der sein Pferd leichtfertig oder zum Spaß töten lies. Keines meiner Pferde würde ich, bei einer Kolik, am Darm operieren lassen. Die Pferde in meinem Stall haben folgendes Alter: 25; 24: 21; 17: 19: 5; 2; 12; 26; 23 Die ersten acht Altersangaben sind für meine Pferde. Schlachten ist für ein Pferd besser als einschläfern. Bei uns im Ort gibt es einen Landwirt der auch Metzger ist, solange sie Kühe hatten waren diese im Sommer auf der Weide und wurden auch dort gemolken.

 

Alle seine Kühe hatten einen Namen, der Landwirt hat alles dafür getan dass es seinen Kühen gut geht und trotzdem wurde immer mal eine Kuh geschlachtet und verspeist. Wir hatten lange Zeit einen Metzger im Ort mit eigenem Schlachthaus, dort ist der Bauer dann mit der Kuh, die geschlachtet werden sollte, hingelaufen. Diese ist treu und brav mit ihm durch den Ort gelaufen. Jeder wusste, die Kuh wird geschlachtet und niemand hat sich darüber aufgeregt. Warum auch? Es ist und bleibt ein Stück Vieh. Wenn ein Pferd alt ist oder nicht mehr geritten werden kann, dann kann man es doch nicht jemandem verkaufen oder verschenken, damit dieser dann die Kosten übernehmen soll, das aber will die Autorin wohl. Ist das richtig? Auch ist es nicht korrekt wenn man seinen Namen nicht unter einen Artikel schreibt.

 

Stefan Jochem

 

Hallo,

Mit großem Interesse habe ich Ihren Leitartikel in der Februar- Ausgabe gelesen und würde zu diesem Thema gern meine – glücklicherweise etwas positivere - persönliche Erfahrung beisteuern: Als Hufpflegerin betreue ich sehr viele Pferde, die älter als 20 Jahre sind und ich kann bestätigen: es gibt sie, diese kleine Gruppe pferdebesessener Phantasten, die fernab jeglicher finanzieller Vernunft ihre Vierbeiner liebevoll pflegt bis zum Ende deren Lebens! Die säckeweise Heucobs ankarren und einweichen, sie anreichern mit diversen Pülverchen und Kräutern und immer auf der Suche nach geeigneten homöopathischen Kügelchen sind; die nach jedem Strohhalm greifen, um ihrem liebgewonnenen Freizeitpartner das Leben zu erleichtern bzw. noch zu verlängern. Sie schauen sich täglich sorgenvoll die Konsistenz der Ausscheidungen an, beobachten Kautätigkeit und Atmung. Sie sich freuen sich, wenn wieder einmal ein Winter bzw. Sommer – je nach gesundheitlicher Schwäche des Pferdes – überstanden ist. Sie erzählen mit feuchten Augen, dass ihr altes Pferd ein paar Schritte über die Weide galoppiert ist und verzichten ihrem Vierbeiner zuliebe selbst auf so manchen persönlichen Luxus.

 

Viele fahren nach der Arbeit todmüde zum Stall, um mit ihrem alten Pferd noch ein paar Schritte zu gehen: schließlich könnte es der letzte gemeinsame Abend sein! So mancher Partner wird vorsorglich nicht ganz so genau über die Höhe der letzten Tierarztrechnung informiert, um die Ehe nicht zu gefährden. Ein Ehepaar verzichtet auf gemeinsame Ausflüge, damit das alte Pony immer rechtzeitig seine Medikamente bekommt. Eine Kundin stand des Öfteren sogar mitten in der Nacht wieder auf und fuhr zum Stall, um ihrem Schützling eine Regendecke anzuziehen. Und es gibt auch die Tierärzte, die sich weigern ein Pferd einzuschläfern, weil sie es noch für zu vital halten. Sogar von einem Pferdemetzger habe ich gehört, der versuchte, einen guten Platz für ein Pferd zu finden, das er zur Schlachtung hätte abholen sollen und noch „zu gesund“ war. Es gibt sie wirklich, diese nicht ganz ausgestorbene Spezies, die sich bis zum Ende liebevoll um ihre Vierbeiner kümmert, vorsichtshalber nicht das Verhältnis Kosten- Nutzen sondern dereinst übernommene Verantwortung und Zuneigung als Maßstab für ihr Handeln nimmt. Und das ist gut so! Herzliche Grüße Carmen Bös Bad Soden-Salmünster

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Aktuelles

HANDELSOBJEKT PFERD – PARTNERSCHAFT AUF ZEIT

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Mit Pferden wird schon seit Jahrhunderten gehandelt. Werden auf Raten finanziert, geleast oder zwischen mehreren Besitzern geteilt. Sie werden verkauft, ein- oder umgetauscht, verschenkt, wenn sie nicht mehr gebraucht werden oder ihrem Menschen nicht passen. Mit schnellem Zeitgeist änderte sich einiges in den letzten Jahren. Durch das Internet und der Möglichkeit, weite Strecken zu reisen, entwickelten sich Möglichkeiten, die wir uns noch vor wenigen Jahren nicht vorstellen konnten. Sie hat viele Vorteile, diese überregionale Vernetzung. Doch was macht das Phänomen mit uns und unseren Pferden?

 

Partnersuche via Internet Mit Hilfe der verschiedensten Plattformen dürfen heute viele in Not geratene Pferde ein Zuhause finden. Zeitgleich tut sich jedoch auch für Betrüger und Händler hier ein großer Markt auf. Denn der Pferdehandel lebt von Schnelligkeit und nicht von dem gemeinsamen Glück, das der Mensch mit seinem Pferd sucht. Im Gegenteil das Pferd ist heute mehr denn je ein Tausch- und Handelsobjekt, Entfernungen spielen keine große Rolle mehr. Die Auswahl des neuen Partners erfolgt nicht selten vom Handy oder PC aus, denn das Internet ist voll mit schönen Pferden und ansprechenden Websites.

 

Kennen lernen im Blitzverfahren

Als Nicole ihren Westwind zum Kauf anschaute, wurde er beim Probereiten mit Schlaufzügeln vorgeritten. Schön und ordentlich Sattel präsentierte er sich unter dem Sattel, preislich durchaus erschwinglich wurden schnell alle Zweifel aus dem Weg geräumt. Der Handel wurde noch am selben Tag abgeschlossen und Westwind durfte gleich mit seiner neuen Besitzerin nach Hause fahren. Käufer und Verkäufer waren glücklich.

 

Schnell wieder weg, wenn es nicht passt

Kurze Zeit, nachdem Nicole den schicken braunen Wallach in sein neues Zuhause holte, fingen die Probleme an. Westwind wehrte sich gegen das Gebiss und widersetzte sich gegen den Reiter, schlug mit dem Kopf, buckelte und setzte dann sogar seine Reitbeteiligung in den Sand. Diese wurde unsicher und gab schnell auf. Von nun an galt Westwind als „schwierig“ und „unreitbar“, der Siebenjährige wurde ein beliebtes Gesprächsthema in seinem neuen Stall. Alle waren sich einig, er war halt ein Fehlkauf. Viele Tipps bekam nun die Besitzerin von vermeintlichen Pferdekennern, immer wieder wurde ihr das Pferd genau erklärt. „Er ist ein „Headshaker, gib auf, bringt nichts, gebe ihn zurück. Da kann man nichts machen“ oder „der Gaul ist bekloppt, da ist Trakehner drin. Das wird nie was.“ Solche Sätze ließen große Bedenken aufkommen. Doch hatte Westwind großes Glück, denn seine Besitzerin war nicht bereit, so schnell aufzugeben und holte sich Hilfe.

 

Wo Probleme sind, gibt es auch Lösungen

Auf jede Art von Druck reagierte Westwind mit heftigstem Widersetzen. Er schlug mit dem Kopf schon an der Longe, beim Reiten noch schlimmer. Er kannte keine Nachgiebigkeit und wollte keinen Kontakt zum Menschen aufbauen, er traute einfach nicht. Seine Gründe kannte keiner. Ein neuer Weg wurde gesucht und gefunden. Endlich wehrte er sich nicht mehr mit Kopfschlagen, als er gebisslos geritten wurde, er fühlte sich sichtlich wohler. Zeitgleich wurde der Wallach im Umgang zunehmend ruhiger und ließ sich viel besser auf den Menschen ein. Er fing an auch mit Gummigebiss nachzugeben und Vertrauen zu fassen. Die gemeinsamen Fortschritte waren bald deutlich erkennbar, sodass den Zuschauern nur noch ein Staunen übrig blieb oder ein „das fängt alles bald wieder von vorne an…“ Für die Ausdauer und den Mut, den die Besitzerin aufbrachte, bekam sie keinerlei Lob von den Kritikern, mit Argusaugen wurde das Geschehen überwacht. Schön wäre es, sie dabei auf ihrem Weg zu bestärken und nicht weiter zum Aufgeben zu motivieren.

 

Zeit für gemeinsames Wachstum

Zeit und Durchhaltevermögen sind oft das Allerwichtigste in der Reitpferdeausbildung. Höchstleistungen eines Dressurpferdes werden oft erst nach einem Jahrzehnt Ausbildung erreicht. Heute ist dafür oft nicht mehr genügend Zeit vorhanden. Dabei ist Druck in jeder Form Gift für eine gute Beziehung und schadet jeder gesunden Entwicklung. Vertrauen, das gemeinsame Verstehen und Kennen lernen sowie die Bereitschaft zur Anpassung in die gegenseitigen Fähigkeiten sind dabei Grundlagen für gemeinsames Wachstum. Ob bei Mensch oder Pferd.

 

Wir wachsen mit unseren Aufgaben

Erst durch gemeinsame Aufgaben können Besitzer und Pferd näher zusammen finden. Und das benötigt vor allem eins: Geduld. Westwind wurde, wie viele Pferde, viel zu schnell angeschafft, zum richtigen Kennen lernen war zu wenig Zeit. Fangen dann Probleme an, wird viel zu schnell aufgegeben. Doch tauschen wir immer wieder das Pferd aus, weil es die eine oder andere „Macke“ hat, die wir auf die Schnelle nicht lösen können, werden wir womöglich sehr lange auf der Suche bleiben. Die Ähnlichkeit im Umgang mit menschlichen Beziehungen wird hier klar. Oft dauert es Jahre, bis Pferd und Reiter das perfekte Team werden. Das von Anfang an zu erwarten, ist ebenso selten, wie sich im Internet einen Partner zu suchen und es funktioniert auf Anhieb über Jahre hinweg ohne Einbrüche. Das ist und wäre wie ein Sechser im Lotto. Sicherlich muss es auch Trennungen geben, wenn es gar nicht gemeinsam funktioniert. Doch diese passieren meist viel zu schnell. Es scheint dann der leichtere Weg zu sein, statt sich auf den langen und oftmals steinigen Weg zu machen, sich aufeinander einzustellen. Doch es ist sicherlich von Anfang an das Wichtigste, richtig auszusuchen. Ist das Pferd von Beginn an „eine Nummer zu groß“ oder zu temperamentvoll, vielleicht schlecht ausgebildet, ist mancher Reiter schlichtweg überfordert. Dazu ist oft gute professionelle Hilfe notwendig, die es zu finden gilt. Wenn nun der Mensch einen passenden Trainer sucht, weil er eben nicht gleich aufgeben möchte, fängt oft ein zweites Problem an.

 

Leichtigkeit statt starre Lektionen

Bei uns Menschen gibt es für Partnerschaftsprobleme Psychologen, Therapeuten und die verschiedensten Möglichkeiten, einen gemeinsamen Weg zu finden. Bei unseren Pferden gibt es Trainer und Reitlehrer, die aus verschiedensten Richtungen ihr Wissen weitergeben. Doch zeichnen sich diese eher durch verschiedene Reitweisen aus, als um das Erkennen und Lösen individueller Probleme, Ängste und Nöte. Ein Trainer sollte „coachen“, dem Reiter in seinem persönlichen Anliegen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es passt dann, wenn dieser und sein Pferd sich wohl und verstanden fühlen und es spürbar vorwärts geht. Ohne Druck, das versteht sich von selbst, denn das bringt nur weiteren Stress. Leider gibt es sie sehr selten, diese erfahrene Pferdetrainer, die nicht nur gut reiten können, sondern auch positiv vermitteln und dabei diese beiden, miteinander zu verbindenden Seelen, verstehen. Wir übernehmen Verantwortung für unser Handeln! Verantwortung übernehmen, bedeutet, dass wir für unsere Entscheidung alle Konsequenzen tragen. Ganz oder gar nicht. Ein bisschen Pferd kaufen, mit der Option, es ist ja wieder verkäuflich oder sogar mit dem Gedanken, es eine zeitlang auszuprobieren - wenn es nicht passt, muss es wieder weg? Das ist eine weit verbreitete Einstellung, die dazu verhilft, dass immer wieder ausgetauscht wird. Ein Durcheinander entsteht und keiner wird davon profitieren. Der Leidtragende ist hier das Pferd, das durch viele Hände wandert, dadurch leidet und vielleicht sogar krank wird.

 

Stress tötet alles

Ein Pferd würde in der Natur seine schützende Herde niemals freiwillig verlassen. Wir Menschen reißen sie regelmäßig aus ihrem gewohnten Umfeld, weg von seiner Stabilität, seiner „Familie“. Es wechselt Ställe, Reiter, Besitzer im Takt seiner Menschen, die es umgeben. So kann es häufig nicht verstanden werden, sondern muss sich im Eiltempo neu einfügen, ganz gegen seine Natur. Eine sichere Welt gerät dadurch regelmäßig ins wanken. Was es heute auf dem einen Platz durfte und fester Bestandteil einer Herde ist, das ist morgen plötzlich anders. Dadurch geschehen Probleme, die aus Missverständnissen heraus passieren. Es ist schön, wenn wir von unseren Freunden die Möglichkeit bekommen, irgendwo zu bleiben. In einem passenden Zuhause, das stabil ist. Denn wir wissen, die Zeit heilt oft alle Wunden.

 

Katrin Ehrlich

 

Möchten Sie uns Ihre Geschichte oder Meinung dazu schreiben? Wir freuen uns über Ihren Beitrag e-mail an: pferde-rheinmain@t-online.de 

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Alle Themen

Start in die Saison

Start in die Saison

Pferdeshampoo und eventuell einen speziellen Kamm für den Fellwechsel, mit dem lose Haare entfernt werden (dies klappt auch gut mit der gezackten Seite des Schweißmessers, allerdings fliegen hier die Haare durch die Gegend). Glanz ins Fell bringt man übrigens nicht nur durch sorgfältiges Putzen, sondern vor allem über die Fütterung, beziehungsweise gute Qualität des Rau- und Kraftfutters/ Mineralfutters. Hier kann man zum Beispiel auch seinen Tierarzt fragen, was er speziell für das Pferd empfiehlt. Vor allem im Fellwechsel kann man zum Beispiel täglich Leinsamen zufüttern.

 

Im Wasser muss er gut aufquellen, dann wird er durchgekocht und lauwarm verfüttert. Wenn man mit seinem Pferd also einen besonderen Eindruck machen möchte, kann glänzendes Fell nur von Vorteil sein. Ganz einfach geht das mit Glanzspray aus dem Reitsportfachhandel. Geputzt wird mit einer weichen Kardätsche. Zum Schluss bekommt das Fell mit einem Lappen den letzten Schliff. Die Sattellage wird hierbei am besten ausgespart, da sonst die Satteldecke zu stark rutschen kann. Der Hingucker schlechthin auf dem Turnier ist ein Muster auf der Pferdehinterhand. Für Schachbrett- und andere Muster gibt es in Reitsportgeschäften spezielle Schablonen, die auf das vorher angefeuchtete Fell gelegt werden. Dann wird gegen den Strich über die Schablone gebürstet. Zum Schluss nimmt man die Schablone vorsichtig ab und das gemusterte Fell kann trocknen.

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Rund um den Fahrsport

Traditionsfahren

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Über Jahrhunderte war das Pferd vor dem Wagen nicht nur Arbeitskraft für Landwirtschaft, Handel, Militär, Personenbeförderung und Wirtschaft, sondern auch ein gutes Medium zur Selbstdarstellung seines Besitzers. Adel und Bürgertum verwendeten es mit exquisiten Kutschen zur Repräsentation; legendär sind die abendlichen Spazierfahrten der Herrschaften in den Alleen der Großstädte, wo man sich in nobler Aufmachung zeigen konnte, um gesehen zu werden, und auch selbst die „Konkurrenz“ begutachten konnte.

 

Sportliche Herrenfahrer brillierten bei Landausflügen vor ihrem Freundeskreis mit rasanten Gespannen. Jeder Bauer, der etwas auf sich hielt, war stolz auf seine Rösser, wenn er sonntags zur Kirche fuhr. Wie vieles auf der Welt, ist auch das Fahren mit Pferd und Wagen ständig weiterentwickelt worden. Dabei ist durch neue Materialien und Technik vieles an Schönheit und Eleganz verlorengegangen. Die Pferdebegeisterten, die sich dem Traditionskutschenfahren verschrieben haben, möchten das Kulturgut „Kutsche-Pferd- Anspannung“ in seiner Blütezeit (also um 1900) erhalten und einem interessierten Publikum nahebringen.

 

Um ein harmonisches Gesamtbild zu erreichen, genügt es nicht, eine historische Kutsche mit viel Liebe und Verständnis zum Detail zu restaurieren, auch der Herr und die Dame auf der Kutsche sollen in ihrer Kleidung – elegant oder sportlich – dazu passen. Selbstverständlich sollten sowohl die Pferde als auch das Geschirr der Gesamterscheinung entsprechen. Um miteinander freundschaftlich konkurrieren zu können, werden alle diese Punkte sowie die evtl. vereinbarten sportlichen Leistungen (Geländestrecke, Hindernisparcours, Geschicklichkeitsaufgaben) von einem Richterkollegium bewertet. Ein bisschen träumen von der „guten alten Zeit“ kommt natürlich auch dazu.

 

Quelle: Deutscher Traditions-Fahrclub e.V. 71640 Ludwigsburg www.traditionsfahrclub.de

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Rund um den Stall

Der Weidezaun in voller Länge

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Jeder Pensionspferdehalter sollte es sich zur Pflicht machen, regelmäßig seine Weideflächen zu kontrollieren und schadhafte Stellen in Weidezäunen sofort zu reparieren. Eine hundertprozentig ausbruchsichere Einzäunung gibt es nicht. Gerade deshalb sollte die Einzäunung einer Weide ein Höchstmaß an Stabilität und Sicherheit angestrebt werden, wie Elmar Brügger in seinem Beitrag beschreibt. Ein landwirtschaftlicher Betrieb, der professionell Pferdehaltung betreibt, sollte für die Tiere natürliche Weideflächen zur Verfügung stellen. Das können mehrere kleine Koppelabschnitte sein oder verschiedene große Weiden. Ein Pensions- und Zuchtpferdebetrieb, der ausreichend Weideflächen, eventuell mit einer Winterweide, zur Verfügung hat, ist von besonderer Güte. Wer nicht über Weideflächen verfügt, muss auf teure, künstlich befestigte Auslaufflächen ausweichen. Denn für die Psyche des Pferdes sind diese Fress-, Spiel- und Bewegungsflächen sehr wichtig, besonders, um den Sozialkontakt zu den Artgenossen halten zu können. Ferner wird das Wohlbefinden und die Gesundheit des Tieres durch Klimareize und die Möglichkeit, den natürlichen Bewegungsdrang ausleben zu können, gefördert.

 

Verletzungssichere Begrenzungen

Das Pferd ist ein Fluchtund Bewegungstier, das im Herdenverband andere Verhaltensformen aufweist als ein Einzeltier, das auf der Weide oder im Auslauf gehalten wird. Um ausreichend Futterund Wasserstellen zu finden, legten die Pferde in der Vergangenheit große Wegstrecken zurück. Erkundungsdrang, Fellpflege und Schlafverhalten sind bei der Haltung auf der Weide zu berücksichtigen. Weidebegrenzungen müssen verletzungssicher, ausbruchssicher mit ausreichender Höhe und einem Abschreckungsef fekt , sichtbar, stabil und langlebig sein, darüber hinaus umweltfreundlich und kostengünstig in Errichtung und Unterhaltung. Natürliche Hindernisse, wie kleine Gräben, Wälle, Windschutzstreifen, Böschungen, stellen für Pferde nicht unbedingt eine Begrenzung dar. Der Weidezaun wird nach folgenden Gesichtspunkten unterschieden:

 

– der Hütewirkung: stabiler Zaun mit mechanischer Festigkeit; Elektrozaun, Abschreckwirkung durch elektrische Impulse; Kombizaun zur mechanischen Hütewirkung mit Abschreckwirkung durch elektrische Impulse.

– dem Standort: Außenzaun, der eine Futter- und Bewegungsfläche nach außen abgrenzt; Innenzaun, der eine vom Außenzaun umgebene Futter- und Bewegungsfläche oder eine oder mehrere Teilflächen abgrenzt.

– der Standdauer: Stationärer Zaun, der einmal aufgebaut und über mehrere Jahre stehen bleibt; halbstationärer Zaun, der jährlich einmal auf- und abgebaut wird; mobiler Zaun, der mehrmals pro Jahr auf- und abgebaut wird.

 

Stationäre Außenzäune, die zur Einfriedung der gesamten Weideflächen verwendet werden, müssen vor allem neben Bahnstrecken und verkehrsreichen Straßen besonders stabil und sicher gebaut werden. Dagegen können Innenzäune als mobiler oder halbstationärer Zaun zur Koppelunterteilung einfacher ausgeführt werden. Der Standardweidezaun besteht in der Regel aus Längspfählen und Querverstrebungen. Die Einzäunung sollte eine erforderliche Höhe grundsätzlich von mindestens 1,20 m haben oder entsprechend 0,8 x Widerristhöhe des größten Pferdes. Bei einem Pferd mit der Widerristhöhe von 1,70 m sollte der Zaun also eine Mindesthöhe von etwa 1,40 m haben. Die grundsätzliche Mindesthöhe eines Weidezaunes für Pferde von 1,20 m beruht auf ein Gerichtsurteil vom OLG Celle: Die Zaunpfähle müssen mindestens, je nach Bodenbeschaffenheit, mit einem Drittel ihrer Länge in den Boden eingegraben werden, bis sie stabil und fest stehen. Daraus resultiert eine Gesamtpfahllänge von mindestens 2,00 m bis zu 2,25 m.

 

Quelle: www.landwirtschaftskammer.de

 

Autor: Elmar Brügger

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Rund um den Fahrsport

KUTSCHE FAHREN: Eine Abwechslung oder Alternative zum Reiten?

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Kutsche fahren?

Das ist doch was für alte Leute. Das ist doch viel zu teuer. Außerdem ist es langweilig und veraltet. Solche Antworten bekommt man oft wenn man Menschen zu diesem Thema befragt. Aber weit gefehlt: Es ist Entspannung, Geselligkeit, Spaß und Abwechslung und auch nicht teurer als andere Hobbies. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Welt des Fahrsports gewähren und hoffentlich Ihr Interesse für dieses tolle Hobby und Sport wecken. Denn gibt es etwas Schöneres als mit deinen Freunden oder Familie durchs Grüne zu kutschieren oder „hoch auf dem gelben Wagen“ zu sitzen? Für einen Pferdefreund sicher nicht…

 

Zum Kutsche fahren braucht es vier Dinge:

• Ein Kutsch- bzw. Fahrpferd

• Ein Geschirr

• Eine Kutsche

• Ein gutes Gespür für Pferde und die wichtigsten Handgriffe

 

Zunächst zum Fahrpferd: Grundsätzlich ist jedes Pferd dieser Aufgabe gewachsen- egal ob es ein Mini-mini- Shetty oder ein Kaltblut ist, egal ob groß, klein, dick oder dünn- es sollte nur ruhig und ausgeglichen sein, eine bisherige Erfahrung im Kutschenziehen ist natürlich perfekt. Falls Sie Ihrem Vierbeiner selbst an seinen neuen Job gewöhnen möchten, empfiehlt sich zunächst die Arbeit an der Doppellonge vom Boden aus. Bitte keine waghalsigen Versuche mit Balken oder Autoreifen die Sie hinten ans Pferd hängen- damit verderben sie es nur. Nach erfolgreicher Arbeit mit der Doppellonge gilt es nun, das Pferd mit der Kutsche selbst vertraut zu machen. Hier zahlen sich Geduld und Mühe aus. Selbstverständlich bieten auch viele Fahrställe das Einfahren für Pferde an.

 

Dann das Geschirr:

Ab dem Erfolg an der Doppellonge benötigt der zukünftige Kutscher und sein Vierbeiner ein Pferdegeschirr. Hier gibt es verschiedene Varianten: • Brustblattgeschirre • Kummetgeschirre (Englisch-, Französisch- bzw. Marathon- und Arbeitskummete) Viele davon in Leder- oder Kunststoffausführung. Zu Beginn empfiehlt sich ein solides Brustblattgeschirr aus hochwertigem Leder oder Kunststoff mit Edelstahlbeschlägen welches gut verarbeitet ist. Das Geschirr sollte vom Fachmann angepasst werden, denn hier gilt es Einiges zu beachten, ebenfalls bei der Einstellung der Schere bzw. Deichsel an der Kutsche.

 

Ach ja – Thema Kutsche:

Auch hier ist die Vielfalt groß- zwei oder vier Räder? Edel oder geländetauglich? Ein- oder Zweispänner? Leicht oder schwer? Aber ruhig Blut- diese Fragen stellen sich doch erst nach einiger Zeit im Fahrsport. Zu Beginn ist die erste Wahl ein Trainingswagen der Einoder Zweispännig gefahren werden kann mit Lufträdern und Scheibenbremsen, denn diese Wägen sind sicher und komfortabel für Pferd und Kutscher. Hier berät Sie gerne ein Fachmann.

 

Zum Schluss noch zu Punkt 4:

Ein gutes Gespür für Pferde sollte grundsätzlich jeder haben der sich mit diesen Tieren intensiv beschäftigt. Die wichtigsten Handgriffe wie Geschirr anlegen, Einund Ausspannen, Leinenhaltung und Fahrverhalten sind gut zu erlernen. Wer hier passioniert werden möchte, der sollte einen Fahrkurs belegen, bei dem der Basispass Pferdekunde sowie das IV- er Fahrabzeichen erworben werden kann. Autor:

 

Alexandra Veh

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Pferdegesundheit

ALLER ANFANG IST SCHWER PFERDE RICHTIG ANWEIDEN

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Bald ist es soweit, der Winter neigt sich dem Ende und das Gras sprießt saftig grün aus dem Boden. Die oftmals lange Durststrecke der weidelosen Zeit unserer Pferde ist vorbei und sie können endlich wieder auf die sehnsüchtig erwartete Koppel. Pferde und Besitzer freuen sich gleichermaßen, allerdings birgt diese Zeit viele Gefahren, die schnell ernüchternd wirken und einen faden Beigeschmack mit sich bringen.

 

Kolik, Hufrehe und Durchfall sind die häufigsten Probleme die mit zu schnellem, oder falschem Anweiden einhergehen. Um zu verstehen warum Pferde so empfindlich auf zu schnelles Anweiden und abrupte Futterumstellungen reagieren, sollte man wissen, dass das Pferd zu den Pflanzenfressern und großen Dickdarmverdauern gehört. Der Magen-Darm-Trakt des Pferdes ist dazu ausgelegt, faserreiches und strukturiertes Futter in kleinen Mengen fast kontinuierlich bis zu 18 Stunden am Tag aufzunehmen. Der Magen ist vergleichsweise klein, umfasst nur 17 – 20 l, dafür verfügt es über einen sehr voluminösen Dickdarm, der als Fermentationsraum dient. Er verfügt über eine große Dichte und Vielfalt an Bakterien und somit können im Dünndarm nicht verdaute Futterreste hier bakteriell verarbeitet werden. Die Darmflora braucht einige Zeit um sich von der graslosen Winterzeit, in der sie viel Heu und faserreiches Futter verdauen muss, auf Gras, dass leicht fermentierbar ist, umzustellen. Geschieht dies zu schnell, ändert sich das Milieu und zahlreiche Bakterien sterben, was zu Toxinen im Körper führt und meist in Hufrehe endet.

 

Oft ging man davon aus, dass zu viel Eiweiß der Übeltäter bei Hufrehe ist. Jedoch ist inzwischen klar, dass eine zu große Menge von Fruktan hier eine entscheide Rolle spielt. Fruktan ist eines der Polysacharide das vermehrt im jungen Weidegras gebildet wird, es dient dem Gras im Wachstum als Energiespeicher. Nimmt das Pferd hohe Mengen an Fruktan und Proteinen auf, bewirkt dies einen Anstieg der Milchsäurebakterien im Darmtrakt, was wiederum zu einer Senkung des pHWertes führt. Dies hat zur Folge, dass viele Bakterien zur gleichen Zeit sterben. Bei diesem sogenannten „Massensterben“ werden eine Vielzahl von Toxinen frei, die über die Darmwand in die Blutbahn gelangen und vorzugsweise die Gefäße der Hufe schädigen. Es kommt zu Lederhautentzündungen und in schweren Fällen, zu Hufrehe. Fruktane befinden sich vor allem im Stängel, weshalb blattloses, kurzes Gras eine höhere Konzentration an Fructanen aufweist.

 

Somit ist nicht nur das junge wachsende Gras im Frühjahr gefährlich, sondern auch abgefressenes Gras im Herbst, eine zwar kleinere aber dennoch vorhandene Gefahr. Pferde die das ganze Jahr über auf Koppeln gehalten werden können haben daher einen klaren Vorteil. Ihre Darmflora gewöhnt sich langsam und schrittweise an das wachsende und gehaltvollere Gras. Da das aber nur sehr selten umgesetzt werden kann, müssen beim Anweiden ein paar Regeln eingehalten werden.

 

1) Schrittweise – Gewöhnung an das frische Gras: Fangen Sie früh an, indem Sie zum Beispiel ihr Pferd an der Hand grasen lassen. 5- 10 min jeden Tag nach dem Reiten.

2) Der erste Koppelgang sollte nicht länger als 15 min sein und dann langsam gesteigert werden. Eine gesunde, ungestörte Darmflora braucht mindestens 2 – 3 Wochen um sich umzustelund len. Weiten Sie den Zeitraum langsam aus. Z.B. lassen Sie Ihre Pferde alle 2-3 Tage 15 Minuten länger draussen bis sie bei einer Stunde sind.

3) Sind 60 Minuten erreicht, schaffen Sie Platz für eine zweite Weidezeit. Die Aufteilung „Vormittag und Nachmittag“ eignet sich hierfür gut. Zum Beispiel 15 Minuten vormittags und 60 Minuten Nachmittags, wobei die zweite Phase sich genau so langsam steigert wie die erste Phase es tat.

4) Schicken Sie Ihr Pferd nie hungrig auf die Weide. Füttern Sie es vor dem Weidegang mit Heu.

5) Kein Kraftfutter kurz vor dem Weidegang, dies kann zu Fehlgärungen umzustelund folglich zu Koliken führen.

6) Nach der Koppel zu erst Heu füttern und mit der Kraftfuttergabe noch etwas warten.

7) Wasser sollte immer ausreichend vorhanden sein.

8) EMS-, Cushing-, PSSModer mit anderweitigen Stoffwechselerkrankungen geplagte Pferde sollte man erst Anweiden wenn das Gras eine bestimmte Länge hat und Blattreich ist, ca 20 - 25 cm.

9) Pausiert man aus diversen Gründen mit dem Weidegang, sollten die Zeiten zurückgesetzt werden und von neuem begonnen werden.

 

Manche Pferde neigen dazu, gerade bei den ersten Weidegängen, ausgelassen herumzutollen oder dem Übermut freien Lauf zu lassen. Das sollte natürlich nicht zur Weidezeit zählen, da es um die tatsächliche Futteraufnahme geht. Ausserdem sollte man bedenken, dass Gräser weitestgehend nährstoffarm sind, daher ist es wichtig auch in der Weidesaison darauf zu achten, dass das Pferd genügend mit Mineralien und Spurenelementen durch ein gutes Mineralfutter versorgt wird. Die zeitweise Zugabe von Probiotika kann helfen, um eine gesunde und stabile Darmflora aufrecht zu erhalten. Der Anfang der Weidesaison birgt aber nicht nur fütterungsbedingte Probleme, auch Verletzungen sind gerade in den ersten Tagen keine Seltenheit.

 

Gehört Ihr Pferd zu den tobenden, übermütigen Pferden, wäre es ratsam Ihr Pferd an den ersten Tagen jeweils vor dem Koppelgang ausreichend zu bewegen. Ausserdem sollte darauf geachtet werden, dass der Herde genug Platz zur Verfügung gestellt wird. Zu klein abgetrennte Koppelbereiche sorgen für Stress und Streit unter den Herdenmitgliedern, Schlagverletzungen bleiben da nicht aus. Abschließend ist zu sagen, befolgt man diese Grundregeln, sollte einem erfolgreichem Anweiden und einer entspannten Weidesaison nichts mehr im Wege stehen.

 

von Frau Dr. Eisenreich

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Reiterferien

So wählen Eltern den passenden Hof fürs Kind

Jedes Kinderherz schlägt höher wenn sich die Gelegenheit in den Ferien ergibt, erste Erfahrungen mit dem Reiten zu sammeln oder die reiterlichen Kenntnisse zu vertiefen. Damit die Reiterferien für die Kids rundum gelingen, gibt es einige Punkte die Eltern beachten sollten. Das Angebot für Reiterferien und Reiterurlaub ist groß, vom kleinem Ponyhof bis hin zur fünf Sterne Reitanlage finden Sie unzählige Angebote. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist die artgerechte Haltung der Pferde und Ponys sowie gut ausgebildetes Personal. Weiterhin sollten Eltern auf eine FN-Prüfplakette und auf Plaketten vom regionalen Verband achten. Hier ist gewährleistet, dass alle drei Jahre der Betrieb von Experten überprüft wird.

 

Ein Pluspunkt ist z.B. die Offenoder Aktivstallhaltung - die Pferde und Ponys haben hier die Möglichkeit sich im freien auszutoben und den sozialen Kontakt zu Artgenossen zu pflegen. Zufriedene Pferde und Ponys gehen so wesentlich gelassener unter dem Sattel. Die Betreuer der Reiterferien sollten den Prüfern eine fundierte Ausbildung z.B. als Reitlehrer nachweisen können. So können Sie sicherstellen, dass die Ferien für die Kinder nicht mit Tränen enden. Wenn möglich - ist es sinnvoll, die Reitanlage vor dem Urlaub zu besichtigen. Der Idealfall ist, wenn das Kind begeistert von den Reiterferien nach Hause kommt und am liebsten wieder zurück möchte.

 

Das ist sicher ein wertvoller Hinweis für die Eltern. Bevor nun Reithelm und Reithose gepackt werden, sollte klar sein, was es für eine Reise werden soll. Ist das Kind oder der Jugendliche ein Anfänger oder sogar schon Fortgeschritten? Welche Reitweise ist interessant oder kommt in Frage? Für Kids die schon regelmäßig reiten, sind auch Abzeichenlehrgänge in den Ferien eine Überlegung wert. Reiten und Theorie stehen meist im Vordergrund. Ein ganz tolles Erlebnis ist, wenn die Kinder und Jugendlichen in den Reiterferien ihr eigenes Pflegepferd oder -pony bekommen. Nicht nur während den Reitstunden oder Ausritten sondern auch bei der alltäglichen Pflege müssen sich die Kids liebevoll um die Vierbeiner kümmern. Dazu zählt das hoch und runter bringen auf die Koppel, putzen und pflegen des Pferdes sowie Sattel und Zaumzeug.

 

Damit das gut klappt, werden Pferde-Reiter- Teams sorgfältig eingeteilt. Damit die Reiterferien am Ende ein rundum gelungenes Erlebnis für Kinder und Jugendliche werden, sollten Eltern sich umfangreich informieren. Eine Ausbildung auf schlecht ausgebildeten Schulpferden und unqualifizierte Betreuer ist risikoreich und macht weniger Spaß, sondern könnte am Ende sogar sehr teuer werden: Ein Anfänger lernt unter Umständen falsche Dinge , die mühsam korrigiert werden müssen.

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