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    Freiberger

    Alter: 4.5.2012 Farbe: Stckm.: 1,55


    Name: Web

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Liebes Pferd, super Charakter. Ideal Für das Reiten und Fahren. Sehr schöne, raumgreifende Gänge. Feldtest Noten: Fahren 8.14, Reiten 7.40. Lyroi/Judäa


    Preis: auf Anfrage


    info@cheval-jura.ch 

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    Friesen

    Alter: 10+19 Jahre Farbe: Rappe Stckm.: ca. 1,70


    Name: Dirk und Otti Kurzbeschreibung des Pferdes: Vater: Ottmar Reitze, Dirk Leffert (leider keine Papiere). Dirk ist leicht angeritten, sehr lernwillig, im Umgang mit Mensch und Tier sehr verträglich, er ist ein echter Kumpel, eben ein echter Friese. Ottmar ist Zirzensisch ausgebildet, Kutsche gefahren und auch sehr, sehr umgänglich mit Mensch und Tier, eben sehr anhänglich.


    Preis: VB


    Tel. 0160/96359158

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    Freiberger

    Alter: 23.4.2012 Farbe: Stckm.: 1,53


    Name: Lotard

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Pferd mit schönem Kopf, mittelgroß, willig an der Arbeit, temperamentvoll. Er würde sich für den Ausritt eignen und möglicherweise auch für den Sport. Sehr angenehm zum Reiten, er geht sehr gut zum Fahren aber er braucht ein erfahrener Fahrer. Feldtest Noten: Fahren 8.14, Reiten 7.80. Leonardo/Hobispo


    Preis: auf Anfrage


    info@cheval-jura.ch 

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    Bayerisches Warmblut

    Alter: 2012 Farbe: Rappe Stckm: ca. 166


    Name: Uncle Sam

    Kurzbeschreibung des Pferdes, Uncle Sam ist ein liebenswerter Kumpel wenn man ihn für sich gewonnen hat, geht er durch dick und dünn. Er hat drei sehr gute GGA ist sehr bequem zu sitzen. Ausbildungsstand: angeritten.


    Preis: auf Anfrage


    Tel.: +49 (0) 163/6855078 mail@pferdezucht-zellhuber.de 

Aktuelles

Aktuelles

MÜNCHEN-RIEM WO SIND BAYERNS MEISTER?

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München-Riem I Meister auf die Treppchen: Vom 10. bis 12. Juli geht es in Riem wieder um Gold, Silber und Bronze: Zum zehnten Mal finden auf der Olympia- Reitanlage die Bayerischen Meisterschaften in Dressur und Springen sowie die der Reiter mit Handicap statt. Zum ersten Mal werden im Rahmen der Veranstaltung in diesem Jahr auch die Meister der Vierkämpfer gekürt. In allen Altersklassen, vom Ponyreiter bis zu den Damen und Herren sowie den Reitern mit Handicap kämpfen da die Besten im Sattel um Meisterschaftsmeriten. Nicht dabei sind in diesem Jahr allerdings die Voltigierer, die aufgrund von Terminüberschneidungen an diesem Wochenende passen müssen. Für die Springspezialisten sind wieder zahlreiche Prüfungen bis hin zu S** ausgeschrieben. Die Dressurreiter treffen sich in der NÜRNBERGER Dressur- Arena bis auf Grand–Prix- Niveau.

 

Für die Dressurreiter der Altersklasse U 25 (Jahrgang 1990 und jünger) gibt es jetzt drei eigene Prüfungen. Auch die Reiter mit Handicap sind wieder mit von der Partie. Dabei gibt es auch hier eine kleine Neuerung: Eine Prüfung findet erst statt, wenn dafür mindestens drei Nennungen abgegeben wurden. Im Rahmen der Bayerischen Meisterschaften wird auch wieder ein Vierkampf- Wettbewerb ausgetragen, zu dem neben Startern aus Bayern Gäste aus Baden- Württemberg, Österreich und der Schweiz eingeladen worden sind. Natürlich werden für die Meisterschaft nur die bayerischen Starter bewertet. Am Samstag sollen die Disziplinen Schwimmen und Dressur ausgetragen werden, am Sonntag stehen für die Teilnehmer dann das Laufen- und Springprüfungen auf dem Programm.

 

Das Springen findet – aufgrund der abwesenden Voltigierer - wieder in der Olympia- Reithalle statt, die Dressurwettbewerbe werden auf einem der Riemer Außenplätze ausgetragen. Die Gesamtleitung hat der Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, Michael Hohlmeier, übernommen, unterstützt wird er von Severin Palasik (Springen), Ulla Schlattmann (Dressur), Michaela Beer (Jugend), Toni Lein (Vierkampf) und Uta Härlein (Reiter mit Handicap). Als Schirmherr fungiert übrigens Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.

 

Martina Scheibenpflug

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Aktuelles

REITSCHULEN UND IHRE VERGESSENEN SCHÄTZE: SCHULPFERDE, KNAST UNTER ZWANGSARBEIT?

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Es wird Zeit für eine Modernisierung maroder Reitställe, die nicht selten über viele Jahre kurz vor dem finanziellen Aus stehen. Die Leidtragenden sind immer die Pferde.

 

Während er frisst, sattele ich ihn. Unangebunden auf der Weide lässt er es entspannt über sich ergehen. Heute war ein guter Tag. Langsam durfte ich den Gurt festziehen, ohne dass er sich wehrte.  Das vorletzte Mal ging er dabei in die „Knie“, ich hatte schon Angst, er wollte sich hinschmeißen. Ein anderes Mal schoss er mit einem deftigen Satz in die Höhe, mit gekrümmten Rücken. Panik war in seinen Augen zu lesen. Doch inzwischen saß ich auch schon zweimal auf ihm. Sehr vorsichtig. Denn sobald mein Schenkel ihn berühren, spannt er sich an, will ausbrechen.

Die Geschichte des Zehnjährigen ist so erschreckend wie typisch: Ein Prachtkerl, der in seinem kurzen Leben Enormes geleistet hat. Mit vier Jahren wurde er von seinem Züchter in der Tschechei zu einem deutschen Händler gestellt. Von dort kaufte ihn ein junges Mädchen, das ihn einritt und ihn schon nach kurzer Zeit auf Springturnieren vorstellte. Bald lahmte er und wurde mit einem Arthrosebefund wieder an einen Händler gegeben. Fünfjährig, also eigentlich noch ein Teenager, kaufte ihn eine Reitschule.

 

Von nun an lief der talentierte Wallach die meisten Reitstunden im Verein, oft viele Longenstunden hintereinander. Am Wochenende startete er erfolgreich auf Springturnieren. Immer wieder unter verschiedenen Reitern. Auszeiten zum Erholen gab es wenig. Er war sehr beliebt - ein gutes, freundliches Pferd, das vieles mitmachte. Nur seine Schmerzen in den Beinen und dann auch im Rücken wurden schlimmer. Der Sattel passte nicht richtig. Der Tierarzt spritzte ihm Schmerzmittel in den Rücken. Und er lief weiter. Denn als bestes Schulpferd war er für die Reitschule wichtiges Kapital und musste seinen Dienst erledigen.

Eine Auszeit zur Rehabilitation war finanziell genauso wenig drin wie eine Therapie und ein anderer Sattel. So diente er, bis es nicht mehr ging. Als die Schmerzen zu groß wurden, fing er an sich zu wehren. Einige Reiter warf er ab; doch mit vielen Tricks ritten sie ihn weiter. Sein Rücken wurde wieder gespritzt. Bald bockte er schon beim Satteln, er konnte die Tortur nicht mehr aushalten. Vor Menschen, die in seine Box kamen, hatte er Angst.

Als er endgültig keinen Reiter mehr duldete, vom Vorstand als „nicht mehr reitbar“ abgesegnet wurde, sollte er „erlöst“ werden. Mit gerade mal neun Jahren. Seine Rettung vor dem schnellen Ende waren eine engagierte Frau im Vorstand des Vereins und die Mitarbeiterin des Stalls, die dieses Los nicht akzeptieren konnten.

 

Heute bin ich jeden Tag froh um diese Entscheidung, wenn er mir auf der Koppel wiehernd entgegen läuft. Denn eigentlich will er Menschen lieben, obwohl er von ihnen das Fürchten gelernt hat. Selbst der Hufschmied macht ihm bis heute Angst. Jeder, der etwas „will“, das ihn an vergangene peinigende Situationen erinnert. Zwang, Enge, Druck lassen ihn fast panisch werden. Er braucht viel Zeit, unendlich viel Stabilität und Vertrauen, Geduld und Freiheit.  Und doch wird er vielleicht niemals alles vergessen können.

 

Die Realität der Schulpferde

Ein bedauerlicher Einzelfall? Leider nein. Ein Fall von vielen. Was in einigen Reitschulen tagtäglich praktiziert wird, wie tatsächlich mit den Pferden umgegangen wird, realisieren nur wenige. So können dort raue, militärische Umgangsformen zwischen Mensch und Tier  fortleben, wie sie leider schon vor über 40 Jahren verbreitet waren. Pferde müssen funktionieren, egal wie. Die Reitschüler lernen nichts Anderes. Sie bekommen von den „Profis“ beigebracht, wie mit Pferden umzugehen ist.

Es ist auch heute die Regel, dass Schulpferde eng ausgebunden mehrere Reitstunden hintereinander laufen müssen. Trotz Aufklärung über Rollkur und über die daraus resultierenden Schäden wird hier weggeschaut. Ganz zu schweigen von der üblichen Boxenhaltung, auf Sägespänen hinter Gittern, ohne ausreichend freie Bewegungsmöglichkeiten. Die Sättel passen oft nicht richtig, sind schon zu alt, wandern von einem Pferd zum nächsten. An guter Hufbearbeitung wird gespart, lahmende Pferde werden mit Schmerzmittel versorgt, aber nicht therapeutisch behandelt, denn das alles kostet viel Geld. Schulpferde werden günstig gekauft; viele wurden vorher bei Händlern abgegeben, viele mit einem tierärztlichen Befund. Als Schulpferd laufen sie so lange weiter, oft unter Schmerzen, bis sie endgültig nicht mehr funktionieren. Um die Pferde anzutreiben, lernt der Reitschüler schon von Anfang an, die Gerte einzusetzen.

 

Überprüfen tut das alles keiner. Ist ein Pferd überhaupt geeignet ist, einen solch anstrengenden Job zu leisten? Arbeitszeitenregelung, Urlaub, Reha und Rente? Davon kann leider nur geträumt werden. Der Lohn ist ein Überleben in einer Zelle. Mit der Aussicht auf ein Ende wieder beim Händler oder in der Wurst.

Ja, es gibt auch gute Ställe. Wo für die Tiere gut gesorgt wird. Aber das sind die Ausnahmen. Und nein, das ist nicht übertrieben.

 

Gesucht: Reitställe mit Vorbildfunktion

Gepflegte Ställe, die gut für ihre Pferde sorgen, sind oft in privater Hand. Die Besitzer sorgen sich selbst um ihre Tiere, Ausrüstung und Anlage sind in Ordnung. Vielleicht gibt es dort sogar eine  Rentnerkoppel für die Alten zu finden, nach denen gerne geschaut wird. Die Pferde in der Reitstunde  werden niemals überfordert und sind gesund. Ein freundlicher Umgangston in der Reitstunde ist üblich. Respekt vor dem Pferd wird den Schülern von Anfang an gelehrt. Nur so ist es richtig. Solche Schulen gilt es zu finden und  zu unterstützen, denn nur so wird Reiten vernünftig gelehrt und darf verbreitet werden.

 

Kasten(Evtl. Nebendran oder zum Schluss):

 

 

Reiten bedeutet moralische Verantwortung zu übernehmen

In Zeiten der sozialen Netzwerke und Computerspiele ist es heute wertvoller denn je, wenn unsere Jugend zwischen Natur und Tieren heranwachsen darf. Dort erleben und lernen sie, verantwortlich mit unseren Mitgeschöpfen umzugehen, sich um Schwächere zu kümmern und sich dabei noch in ein anderes Wesen hinein zu denken, mit vernünftiger Kommunikation  zielführend Vertrauen zu gewinnen. Sie lernen, dass ein Versorgen von Abhängigen oder Schwächeren  auch bei Krankheiten und im Alter selbstverständlich ist.

 

Stehen Geld und Leistungsdruck im Vordergrund und werden Verantwortungen abgeschoben, ist Gewalt gegen Tiere sogar an der Tagesordnung, brauchen wir uns letztendlich über soziale Inkompetenz in der eigenen Familie nicht zu wundern.

 

Richtlinien für Reitschulpferde

Es ist deshalb ungemein wichtig, klare Gesetze und Bedingungen zum Schutz für Schulpferde einzuführen. Diese Regeln müssten überwacht werden, regelmäßige Inspektionen für einen letztendlich fairen Sport, der das Wohl unserer tierischen Partner im Blick hat. Werden die Bedingungen nicht erfüllt, könnte die FN zum Beispiel den Verein für Turniere sperren oder ihm die FN-Plakette entziehen. So könnte die FN zumindest moralischen Druck ausüben.

Zu diesen Schutzbedingungen könnte als Mindeststandard einiges gehören, was wir in unseren FN-Richtlinien bereits vorfinden: pro Pferd mindestens 0,5 ha Weideland, täglichen Auslauf außerhalb der Reitstunde.  Dazu regelmäßige Kontrollen zum Gesundheitszustand der Pferde inclusive der Überprüfung von Zubehör, denn schlechtes Sattelzeug und falsche Gebisse verursachen Schmerzen.

Außerdem müsste die Stundenzahl der täglichen Reitstunden fest geregelt sein. Dazu die Auszeiten von etwa zwei Tagen pro Woche und einer Urlaubszeit von zusammenhängenden 6 bis 8 Wochen im Jahr zur Regeneration. Nicht mehr als eine Stunde Longe am Tag. Oder mindestens drei Stunden Pause zwischen 2 Longenstunden. Als Pferdewirt lernten wir, 20 Minuten Longenarbeit ist für ein Pferd am Tag völlig ausreichend. Und das stimmt sicherlich. Leider kann sich solche Haltungs- und Unterrichtsbedingungen kaum ein Reitstall leisten.

 

Reitstunden sind zu günstig

Damit diese Regeln realisierbar werden, müssen die Reitstundenpreise erhöht werden. Solange für nur 10 bis 15 Euro die Stunde geritten werden kann, läuft etwas schief. Heute ist eine Klavierstunde oft teurer als eine Reitstunde. Dabei wird für eine Reitstunde ein Pferd, eine Versicherung, Zubehör, eine Anlage und zusätzlich ein Reitlehrer benötigt. Und an all dem muss gespart werden, damit am Ende auch noch was übrig bleibt. Qualität in jeder Form wird unter solchen Bedingungen Mangelware.

Dumpingpreise verschärfen das Los der Schulpferde, die bis an ihr Ende überfordert werden. Erschwerend hinzu kommt, dass ein Vereinsvorstandschaft selten einen echten Draht zu den vereinseigenen Pferden hat. Er regiert über die Gelder und muss den Verein stramm führen, damit die Kasse stimmt und der Verein überlebt. Tierschutz hat keinen  Platz mehr, wenn Gebühren für Turniereintragungen, Futter, Lohn und vieles mehr knallhart kalkuliert werden müssen.

 

Die FN in Verantwortung

Es ist gut, das die Deutsche Reiterliche Vereinigung ihre Plakette nach einer Kontrolle an Ställe vergibt. Vielleicht könnte in diesem Zusammenhang eine bessere Überprüfung der Schulpferde stattfinden, die darauf abzielt, die Pferde vor Missbrauch zu schützen. Warendorf trägt hier eine große Verantwortung. Pferdewirte werden nach den Richtlinien ausgebildet und geprüft. Die werden jedoch schnell über den Haufen geworfen, wenn die Realität in vielen Ställen anders aussieht.

Ethik im Reitsport muss in erster Linie moderner Tierschutz sein. Es geht eben nicht nur um Sport und Leistungen, die sich nur am Menschen orientieren.

Wer trägt die Verantwortung dafür, wie es unseren Reitpferden ergeht?

 

Interessensvertreter der Tiere: Der Deutsche Tierschutzbund?

Hier könnte sich auch der Deutscher Tierschutzbund engagieren. Vielleicht wäre ein Zusammenschluß von Tierschutzvertretern, die sich mit Pferden hervorragend auskennen (wo sind die zu finden?),  und der FN anzustreben, um dem Staat Regelungen anzubieten. Das wäre ja schon einmal ein großartiger Anfang.

 

Helfen Sie mit!

Um etwas zu verändern, braucht es eine Lobby. Wir würden gerne Ihre Erfahrungen sammeln und dann die FN und den Deutschen Tierschutzbund sowie PeTA mit einem Anschreiben um Unterstützung bitten, hier an langfristigen Veränderungen gemeinsam zu arbeiten.

Selbstverständlich veröffentlichen wir neue Erkenntnisse oder Antwortschreiben.

Gerne erwarten wir auch Ihre Zuschriften von positiven Beispielen. Reitställe, die ihre Pferde gut behandeln. Mit einem durchdachten System, damit Pferd und Mensch aneinander langfristig Freude haben und Reitsport im Sinne des Pferdes vertretbar bleibt.

 

Wir freuen uns über Ihre Erfahrungen. Bitte senden Sie uns Ihre Meinung und  Beobachtungen!

Vielen Dank.

 

Katrin Ehrlich

e-mail bitte an:

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JUBILÄUMSFOHLENSCHAU 2015 IN SCHWARZENAU

Am 19. Juli 2015 findet im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Schwarzenau in Unterfranken wiederum das traditionelle „Fest der Pferde“ statt, dieses Mal in Verbindung mit der Feier zum 25jährigen Bestehen des Pferdezuchtvereines Schwarzenau. Vor nämlich gut fünfundzwanzig Jahren befanden etliche pferdebegeisterte Leute in Unterfranken, angeführt von Helmut Wehr, dem weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannten Pferdefachmann und damaligen Deckstellenleiters, dass es sich in Gemeinschaft besser züchten ließe. Man blickte sozusagen um die Ecke des eigenen Stalles, verglich die eigenen Rösser mit denen des Vereinskollegen, tauschte sich über den oder jenen Hengst aus und.... nicht zu vergessen!! traf in Schwarzenau auf der Deckstation Leute über Leute. Der junge Verein entwickelte sich rasant weiter, zu den neunzehn Gründungsmitgliedern kamen im Laufe der Jahre viele weitere hinzu.

 

Das ursprüngliche Ziel, die Förderung der Zucht von Warm- und Kaltblutpferden, von Haflingern und Ponys, immer im Auge behaltend, hatte man sich die Beratung und Betreuung der Züchter und die Förderung des pferdebegeisterten Nachwuchses auf die Fahnen geschrieben. Zudem wurde ein monatlicher Stammtisch ins Leben gerufen, der bis heute jedes Mal gut besucht ist. Gemeinsame Veranstaltungen wie z.B. der Besuch der Süddeutschen Hengsttage oder die Fahrt zu Hengstparaden und Stutenschauen stehen auf dem Programm. Und nicht zuletzt sind der Züchterlehrgang in jedem Frühjahr, die Präsentation der Schwaigangerer Hengste, die die Decksaison in Schwarzenau verbringen, und die sommerliche Fohlenschau, das Schwarzenauer „Fest der Pferde“, im weiten Umkreis bekannt.

 

Seine fachliche Heimat hat der Pferdezuchtverein Schwarzenau auf der Deckstation im Lehr-, Versuchsund Fachzentrum Schwarzenau, die sich unter den wohlwollenden Augen des derzeitigen Hausherrn Herrn Dr. Lindner, zur größten in Bayern entwickelt hat. Der Verein hat also allen Grund zu feiern. Das wollen wir eben an diesem 19. Juli ab 11:00 Uhr auf dem altbekannten herrlichen Platz neben dem Schwarzenauer Campingplatz tun und laden dazu alle Pferdeinteressierte und Roßnarrische herzlich ein. Lassen Sie sich verzaubern von chicen Pferdemüttern mit ihrem hoffnungsvollen Nachwuchs und seien Sie gespannt auf etliche Überraschungen!

 

Dr. E. Hummel,

Schriftführerin PZV Schwarzenau

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Aktuelles

25. ALTMÜHLTURNIER: EIN WIMPERNSCHLAG DER DAS S*-SPRINGEN ENTSCHIED

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Am Wochenende vom 12. bis 14. Juni lockte das 25. Altmühlturnier eine Heerschar von Zuschauern auf das Vereinsgelände des Herrieder Reitvereins, darunter erfreulich viele einheimische Besucher. Seit 1984 finden verschiedene Pferdeleistungsschauen unter der Regie der Herrieder Reiter statt. Da man in den vergangenen 31 Jahren auch Bayerische und Fränkische Meisterschaften ausrichtete, die nicht unter den Begriff Altmühlturnier fallen, konnte man in diesem Jahr das silberne Jubiläum feiern. Zahlreiche Reitsportler wetteiferten an den drei Turniertagen um Siege und Platzierungen. Die Palette reichte dabei von der Ponyführzügelklasse – hier zeigten sich schon Vierjährige den Juroren und dem Publikum – bis hin zu Dressur- und Springprüfungen der schweren Klasse. Neben Reiterinnen und Reitern aus Franken, Schwaben und dem angrenzenden Baden Württemberg präsentierten sich auch die Herrieder Reiterinnen und Reiter in ausgezeichneter Form. Von den ca. 50 Startern für den gastgebenden Verein belegten 19 am Ende einen Platz auf dem Treppchen, darunter fünf Mal das Siegerpodest. Das Interesse der Pferdesportler am Altmühlturnier war wieder einmal enorm.

 

Deshalb wurden die Prüfungen auf drei Außenplätzen und in der Reithalle durchgeführt. Insgesamt wurden bei den 32 ausgeschriebenen Prüfungen aufgrund der notwendigen Teilungen am Ende 45 Goldene Schleifen durch das Richtergremium mit Marle Koch-Schneider als LK-Beauftragte vergeben. Wertungsprüfungen für die Ansbacher Kreismeisterschaft, Stationen für den Nürnberger Burgpokal, zwei Prüfungen für den Sattel-Profi-Cup, das Mannschaftsspringen sowie ein Kostümspringen gestalteten das Turnierprogramm sehr abwechslungsreich. Richtig zur Sache ging es beim Zwei-Phasen-M**-Springen und dem S*-Springen mit Siegerrunde, galt es bei beiden zunächst den Normalparcours fehlerfrei zu überwinden. Beim ersten schloss sich das Stechen unmittelbar an das letzte Hindernis an, bei der Klasse S kamen nur die vier Besten in die Siegerrunde. In beiden Wettbewerben lieferten sich Nico Fackler aus Arberg und Martin Joas aus Gerolfingen einen spannenden Zweikampf um den Sieg. Beim M-Springen trennten beide am Ende nur zwei Hundertstel Sekunden. Auch bei der Siegerrunde fehlten Joas weniger als eine Sekunde auf Fackler.

 

Nicht minder spannende Leistungsvergleiche gab es im Dressurviereck. Wobei hier weniger die Sekunden als mehr die Bewertung durch die bis zu dreiköpfige Jury über Sieg und Platzierung entscheiden. Bei der S*-Dressur am Sonntagvormittag lag am Ende Alexandra Sessler (Gut Rosenberg) souverän vorne. Anders bei der M**-Dressur am Samstagnachmittag. Hier lagen die ersten vier Reiterinnen nur 0,26% auseinander. Gewonnen hat diese und auch die M*-Dressur Simone Moll (Herrieden), die damit ihren Vorjahresdoppelerfolg wiederholen konnte. Auf Platz 2 bzw. 5 landete Marion Fohrer (Sachsbach), die auch bei der S*-Dressur und beim S*-Springen jeweils den vierten Platz belegte. Sie zählt damit zu den wohl vielseitigsten erfolgreichen Reiterinnen aus dem westlichen Mittelfranken in den höheren Reitsportprüfungen.

 

Das Rote Kreuz aus Herrieden hatte nur wenig zu tun, da die seltenen Stürze zum Glück alle glimpflich verliefen. Das überaus große Zuschauerinteresse begeisterte sogar Johann Sedlmeier, den Ehrenpräsidenten des gastgebenden Vereins und Initiator der Altmühlturniere in Herrieden.

 

Eine Besonderheit wurde in diesem Jahr am Sonntagnachmittag geboten. Zu den Grußworten des Schirmherrn, dem Bürgermeister der Stadt Herrieden, spielten nicht nur die Es-Bläser der Herrieder Jagdhorngruppe auf, es präsentierten sich auch die Siegerin und die Platzierten der S*-Dressur auf dem großen Springplatz den dort zahlreich anwesenden Zuschauern. Ein Bild das man bei Turnieren dieser Kategorie nicht oft geboten bekommt. Der Schirmherr, Manfred Niederauer als amtierender Bürgermeister und Vereinsvorstand Günther Heinrich bedankten sich vor allem auch bei der Vielzahl an freiwilligen Helfern, die eine derart große Veranstaltung nun schon seit so langer Zeit mit gleichbleibendem Engagement und Erfolg durchführen. Dem Bewirtungsteam um Uschi Heinrich gelang es mit vereinten Kräften die Teilnehmer und Gäste vom Frühstück bis zum Abendessen zu verköstigen. Als Neuerung gab es nicht nur „Fairen Kaffee“ – in der „Fairtrade-Gemeinde“ – sondern auch täglich frisch geräucherte Forellen aus der Region.

 

Viele hundert Reiter mit ihren Pferden, die in über 30 Prüfungen an den Start gehen, sorgen natürlich für einen ordentlichen Trubel, nicht nur bei den Siegerehrungen. Dass es trotz des hektischen Treibens auf dem Vereinsgelände auch in diesem Jahr wieder gelang, während der traditionellen Vorabendmesse mit den Jagdhornbläsern die notwendige Ruhe einkehren zu lassen, verblüfft immer wieder. So ist es auch für Stadtpfarrer Peter Wenzel inzwischen eine willkommene Gelegenheit außerhalb der Kirchenmauern eine  stattliche Anzahl von Gläubigen an einem etwas ungewöhnlichen Ort ungestört und mit Andacht begrüßen zu können.

 

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VIERNHEIM: NO LIMIT UND DIARADO STELLEN DIE PREISSPITZEN

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Zwei Mal fiel der Hammer von Auktionator Hendrik Schulze Rückamp bei der ersten von vier Deutschen Sportpferde-Fohlenauktionen des Jahres 2015 bei 8.300 Euro. Zum einen für ein mit viel Typ und Schmelz ausgestattetem Hengstfohlen des 23jährigen ehemals im schweren Springsport erfolgreichen und in Sachsen stehenden Nimmerdor-Sohnes No Limit und zum anderen für eine Tochter des Diarado aus einer Mutter von Quidam de Revel.

 

Die sportlich aufgemachte Dolce Vita aus der Zucht von Volker Langbein in Lichtenfels sicherte sich Volker Wulff, der mit seiner Agentur Engarde unter anderem die Turniere in Hamburg, die Munic Indoors oder die Peterhof Dressurgala und viele weitere Reitsport Events veranstaltet. Wulff übernahm noch ein weiteres Fohlen, einen Sohn des Contendro I aus einer Mutter von Argentinus (Zü.: Gabriele Eder, Osterhofen).

 

Wie bereits viele „Shooting Stars“ wird die zweite Preisspitze, das Hengstfohlen von No Limit, künftig „Im alten Weinheimer Weg“ in Viernheim zu Hause sein: Beim ehemaligen Springreiter Gerhard Helfrich, der gemeinsam mit Wolfgang Heinze den No Limit – Balou du Rouet-Sohn aus der Zucht von Johannes Reppe in Kodersdorf erwarb, wird der Braune aufwachsen. Der Reiterhof Kühner, ebenfalls dem Reiterverein Viernheim angeschlossen, erwarb zwei weitere Fohlen. Überhaupt ist die Zusammenarbeit mit dem Reiterverein Viernheim für die süddeutschen Pferdezüchter top. Zum einen wird hier von Martina und Bernd Herbert sowie dem Vorsitzenden Peter Holzschuh und seinem Team alles möglich gemacht, um Sport und Zucht beim Turnier zu vereinen. Dies geht bis zum Besuch der Viernheimer Reitschüler im Fohlenstallzelt. Zum anderen wird einfach alles getan und alle Wünsche erfüllt um hervorragende Bedingungen für das Auktionsgeschehen zu bieten.

 

Die Preisspitze im Dressurlot stellte der Bundeschampion Fürst Fohlenhof im Besitz des Ehepaares Heicke aus Hassloch. Das Hengstfohlen aus einer Mutter von Sir Donnerhall aus der Zucht von Rainer Lechl sicherte sich ein Hengstaufzüchter aus Oberderdingen. Weitere Käufer aus dem gesamten Bundesgebiet sicherten sich einen „Shooting Star“ des Jahrgangs 2015 in Viernheim.

 

Die Auktion mit insgesamt 27 Fohlen schloss mit einem Durchschnittspreis von 4918,52 Euro ab. „Der Absatz war gut, das Preisgefüge allerdings nur zufriedenstellend. Einige traditionelle Käufer waren dieses Jahr in Viernheim nicht am Start aber werden sich unsere Kollektionen beim 100. CSIO in Mannheim und bei der Elite-Fohlenauktion in Nördlingen intensiver anschauen“, kommentiert Roland Metz, Geschäftsführer der Süddeutschen Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH, das Auktionsergebnis, welches online auf www.suedpferde.de steht.

 

Weiter geht es im Reigen der DSP-Fohlenauktionen am 18. Juli beim CSIO Mannheim, eine Woche später folgt die Auktion mit einer Kollektion von 60 Fohlen beim Scharlachrennen und den Süddeutschen Championaten in Nördlingen und den Abschluss macht die „Last Chance“ am 26. September beim CSI in Biblis.

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TURNIER WAMPEN ERFOLGREICHE NACHWUCHSARBEIT

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18 Schleifen war die imposante Bilanz der heimischen Reiter beim Turnier der Reitsportgemeinschaft Wampen. Im Stall Hohe Warte der Familie Tandler konnten sich die Teilnehmer in 16 Prüfungen von Einsteigerniveau bis zur Klasse M miteinander messen. Reiter und Reiterinnen aus ganz Oberfranken, Mittel- und Unterfranken und der Oberpfalz waren angereist, um auf der gepflegten Anlage an der Autobahn 93 ihren Spaß beim Sport mit ihren Vierbeinern zu haben. Schleifensammlerin Nummer 1 des gastgebenden Vereins war erwartungsgemäß Trainerin Fabienne Tandler, die mit eigenen und Berittpferden in den höheren Klassen abräumte: Mit „Chiasma“ gelang ihr ein hervorragender 3. Rang in der Springprüfung Klasse M. Neuland in der Höhe für die junge Fuchsstute, die zum ersten Mal in ihrem Leben auf diesem Niveau – immerhin sind die Sprünge bis zu 1,25 Meter hoch – einen Wettkampfparcours bestreiten musste.

 

Dazu stellte Fabienne Tandler erfolgreich die Jungpferde „Admiree“ und Indiana Jones in der Springpferdeprüfung der Klasse A vor, bei denen sie mit beiden einen dritten und einen vierten Platz belegte. Dass die Jugendarbeit in Wampen groß geschrieben wird, beweisen auch die zahlreichen Schleifen, die der zweibeinige Nachwuchs am Turnier einheimste: In den Pony-Führzügel-Wettbewerben verließen Hannah Bayreuther, Paula Huber, Emilia Rogler sowie Antonia und Niklas Weiß mit Schleifen ausgezeichnet das Viereck. Jessica Groschwitz, Charlotte Leidl, Susanne Lorke, Larissa Mohr und Nele Plass waren beim Reiterwettbewerb erfolgreich. In der nächst höheren Klasse E platzierte sich Sabrina Erlacher im Stilspringen mit Scotch v.H. und einer Stilnote von 7,5 auf Rang zwei.

 

Sie holte auch die rote Schleife für den 5. Rang im Stilspringen der Klasse *A. In dieser Prüfung wurde Franziska Weiß mit „Indonezija“ Dritte. Sarah Gruber holte mit „Bors“ in der A-Dressur einen 10. Platz. Fabienne Tandler steuerte die beiden Jungpferde „Admiree“ und „Indiana Jones“ fehlerfrei durch die Springparcours der Klasse A** und galoppierte mit zwei Schleifen für den 5. und den 7. Platz auf die Ehrenrunde. Das Fun-Highlight des Turniers für Zuschauer und Teilnehmer bildete das Jump-and-Run, bei dem 17 Reiter/Läufer-Mannschaften einen kleinen Parcours zu bewältigen hatten. Als besonderer Clou wurde auch das Kostüm prämiert. Bei diesem Gaudiwettbewerb siegte Corinna Siegle aus Marktredwitz, die Wampener Teams belegten die Plätze 2 (Reiterin Birgit Scharnagl), 6 (Franziska Weiß), 10 (Lena Dvorschak), 11 (Charlotte Leidl), 13 (Nele Plaß), 15 (Jessica Groschwitz), 16 (Tanja Köstler), und 17 (Angela Meier). KLY

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Allergien vorbeugen und bekämpfen

Eine Allergie beginnt immer im Darm!

Eine dramatisch steigende Anzahl Menschen und inzwischen auch Pferde/Tiere sehen sich, hauptsächlich in den westlichen Industrieländern, von Allergien betroffen.Eine Allergie ist eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems , die Abwehrzellen des Organismus reagieren zu stark auf körperfremde Stoffe (Allergene), manchmal auch auf körpereigene Stoffe (Autoimmunreaktion). 

 

Bei Pferden können sich Allergien in erster Linie wie folgt äußern:

 

1) Über die Haut als Ekzem oder (schubweise) Nesselsucht (Quaddelbildung in bestimmten Körperregionen oder sogar am ganzen Körper). 

2) Über die Lunge als Dauerhusten/Reiz husten mit und ohne Schleimbildung, oder noch schlimmer,als anfallartige Atemnot.

3)Über den Darm, z.B. bei Futterallergien als Durchfall, Krämpfe, meist auch mit massiven Blähungen, gelegentlich entwickelt sich als Folge dieser Unverträglichkeiten auch eine erhöhte Kolikanfälligkeit

 

Allergien steht man in aller Regel bisher ziemlich hilflos gegenüber. Üblicherweise wird im Notfall vom Tierarzt natürlich Cortison gespritzt, um die akuten Symptome wie starken Juckreiz oder Quaddelbildung sowie Atemnot einzudämmen. Cortison setzt aber leider nur bei der kurzzeitigen Beseitigung der Symptome an, nie kurativ an den Ursachen von Allergien.

 

Ansonsten muss man, ähnlich wie beim Menschen, versuchen, die Allergene, soweit möglich, zu meiden, z.B. durch eine entsprechende Diät bei Futterallergien oder Bedampfen/Anfeuchten des Raufutters bei Reaktionen auf Hefe-und Schimmelpilze sowie Staub. Man kann außerdem, ähnlich wie beim Menschen, versuchen, den Körper gegenüber den die Allergie auslösenden Stoffen zu desensibilisieren, das sind beim Ekzemer meist der Speichel der Kriebelmücke, beim Lungenallergiker in der Regel Staub, Pollen oder Schimmelpilze aus dem Raufutter/Stroh, manchmal auch bestimmte Gräser. Auch dieser Therapieversuch setzt nicht an den Ursachen für Allergien an, ist aber durchaus ein Versuch, etwas Erleichterung für das Pferd und den Besitzer zu schaffen. Auch Eigenblutbehandlungen zeigen manchmal einen gewissen Erfolg. Wie entsteht die Bereitschaft des Immunsystems im Organismus allergisch auf eigentlich normale Stoffe aus der Umwelt zu reagieren?Leider gibt es im Pferdebereich viel zu wenig Grundlagenforschung (zu teuer) und wenn, dann nur solche, die von der Industrie finanziert wird und die letztlich immer in verkäufliche Produkte münden muss.

 

Viele Menschen in unserem Land haben in den letzten Monaten fasziniert den Bestseller von Guilia Enders „Darm mit Charme“ gelesen. Dieses Buch informiert den Leser auf charmante Art, sehr aufschlussreich zum Thema Darmgesundheit beim Menschen. Die Informationen in diesem Buch lassen sich in weiten Teilen auch auf unsere Pferde übertragen, sie schärfen vor allem das Bewusstsein für die immense Bedeutung dieses größten sensorischen Organs im Körper für die Gesundheit des gesamten Organismus. Der Darm ist sowohl beim Menschen als auch beim Pferd neben der Leber das zentrale Organ im Stoffwechsel sowie die Zentrale des Immunsystems und ganz sicher sehr viel mehr als nur ein großer Schlauch, der zuständig ist für die Aufnahme von Nährstoffen und die Abgabe von Abfallstoffen.

 

Er verfügt zum Beispiel über ein Nervengeflecht, das in seiner Dichte, Größe und Bedeutung dem des Gehirns nahekommt. Man spricht daher auch vom Darmhirn und vom Darmgedächtnis. Diese überaus dichten Nervenverbindungen wären niemals notwendig allein für die Funktion des Darmes als reines Ausscheidungsorgan bzw. Aufnahmeorgan für Nahrungsbestandteile. Wir beginnen gerade erst zu verstehen, welche immense Bedeutung der Darm für den gesamten Organismus und dessen Gesundheit darstellt.Die Nervenenden des Darmhirns reichen z.B. weit in die Muskulatur, oftmals lassen sich ständig wiederkehrende Rücken- oder Beckenprobleme ursächlich auf Darm-/Verdauungsprobleme zurück führen.

 

Der Darm ist außerdem der zentrale Ort des Stoffübertritts von Nährstoffen, aber auch von Giftstoffen im Futter/Wasser in den Körper. Diese Aufnahme von Substanzen findet auf der gigantischen Fläche der Darmschleimhäute statt, ebenso der Abtransport von Abfallprodukten aus den verschiedenen Stoffwechselfunktionen des Körpers und seiner Zellen. Mittlerweile weiß man, dass sich 80% aller Immunzellen des Körpers in den Darmschleimhäuten befinden, unter anderem, um dort engmaschig zu kontrollieren, welche Substanzen in den Körper gelangen dürfen und welche im Darm verbleiben und der Ausscheidung zugeführt werden. Diese Immunzellen stehen natürlich auch in ständigem Austausch mit dem restlichen Immunsystem des Körpers, das sich auch in anderen Häuten/Schleimhäuten/Körperoberflächen des Organismus konzentriert. Außerdem ist die Darmschleimhaut direkt assoziiert mit den anderen Häuten/Schleimhäuten und schon allein aufgrund ihrer schieren Größe von zentraler Bedeutung auch für andere Flächen im Körper. Belastungen im Darm können nicht nur über eine mögliche Stoffaufnahme in den Körper Auswirkungen auf alle anderen Körperbereiche haben, sondern auch über die miteinander kommunizierenden Immunzellen.

 

Wenn der Darm beispielsweise verklebt und verschmutzt ist, z.B. durch eine längerfristig unsachgemäße Fütterung, muss das Immunsystem permanent gegen dieses Verschmutzungen angehen. Auf Dauer kann diese Belastung zu Überreaktionen des Immunsystems des Darmes führen und somit auch zu Überreaktionen von Immunzellen in anderen Körperregionen, meist in den Körperoberflächen, also der Außenhaut, der Bronchialschleimhaut oder der Nasenschleimhaut.nicht nur lokal im Darm. Diese Verklebungen und Verschmutzungen entstehen durch z.B. eine Fehl-ernährung des Pferdes mit zu viel Getreidestärke/ Klebereiweis (z.B. aus Weizen- und Dinkelanteilen im Futter), zu viel Zucker/Melasse und sehr oft im Fertigfutter befindlichen synthetischen Stoffen, wie künstliche Farb-, Duft-, Geschmacks-und Konservierungsstoffe. Bei der Verdauung all dieser Stoffe entsteht u.a. eine Vielzahl von freien Radikalen, die Reizungen und später Entzündungen an den Darmschleimhäuten hervorrufen können. Diese Entzündungen können zu dauerhaft überreagierenden Immunzellen in den Darmschleimhäuten führen. In der Folge kann auch das Immunsystem an den Heustaub oder Kriebelmückenspeichel kommt, kann dies zu Überreaktionen auch an diesen anderen Körperoberflächen kommen. Die Allergie ist am Entstehen.

 

In hohem Maße mitverantwortlich für eine Überreaktion des Immunsystems kann auch eine Fehlbesiedelung der Darmflora sein, also das Vorhanden sein von (potentiell) pathogenen Keimen in relevanten Mengen im Darm. Eine solche Dysbiose (also ein mengenmäßiges Missverhältnis von gesunden zu krankmachenden Keimen im Darm) kann auf unterschiedliche Art und Weise entstehen. Zum Beispiel durch eine oder mehrere vorangegangene Antibiotikabehandlungen, dies kann auch viele Monate zurückliegen. Dann kann u.U. eine mehr oder weniger massive Pilzbesiedelung der 

Darmflora entstehen. Aber auch eine Magenschleimhautproblematik kann der Auslöser sein für Milieuveränderungen im Dickdarm (es wird saurer), dann werden es säureliebende Pilze oder Bakterien sein, die sich dort im Übermaß ansiedeln. Zu viel Getreidestärke und Zucker, in zu viel Kraftfutter, kann ebenfalls zu einer Übersäuerung des Magens/Darmes mit der möglichen Folge einer Dysbiose führen.

 

Allen Fällen gemeinsam ist es, dass neben den Problemkeimen zu wenige normale, gesunde Darmbakterien in der Darmflora siedeln, so dass es zu Problemen bei der Verdauung kommen kann.Dann kann die Verdauung nicht einwandfrei von statten gehen, da der Futterbrei nicht vollständig verdaut werden kann. Es kommt häufig zu Fehlgärungen des Futters (dabei entsteht Säure) und/oder zu Fäulnisprozessen (dabei entsteht Ammoniak). Durch die Säure werden die Darmschleimhäute mehr oder weniger großflächig gereizt, später kommen Entzündungen hinzu.

 

Durch Ammoniak werden die Schleimhäute gereizt, aber auch die Leber und der gesamte Stoffwechsel belastet, da solche Substanzen nicht nur im Darm verbleiben, sondern durch die Darmschleimhäute resorbiert und mit dem Blut zur Entgiftungsstation Nr. 1, der Leber, transportiert werden. Auch ist es mitunter möglich, dass die Keime, die im Darm in diesen Mengen oder überhaupt nicht natürlicherweise vertreten sind, Stoffwechselprodukte herstellen, die giftig sind für das Pferd. Man denke hier z.B. an Schimmelpilze, verabreicht mit qualitativ minderwertigem Raufutter, die im Darm siedeln und Mycotoxine, also Schimmelpilzgifte produzieren können. Das Pferd hat dann eine massive Giftfabrik im Darm, deren Toxine das ganze Pferd überschwemmen können. Solche Pferde haben in der Regel ausgeprägte gesundheitliche Probleme, sind meist schlapp, haben sehr schlechte, trotz aller Gegenmaßnahmen auch dauerhaft oder wiederkehrend sehr schlechte Leberwerte, hohe Entzündungswerte, oft auch diverse Darm-/Lungen- und Hautkrankheiten.

 

In aller Regel ist auch die Futterverwertung nicht optimal, die Pferde sind in aller Regel schmal mit schlechter Bemuskelung und nehmen auch kaum bis nicht zu. Oft liegen zusätzlich Futtermittelunverträglichkeiten vor, da ein Pferd mit einer Dysbiose viele Futterbestandteile nicht mehr wirklich verdauen kann, was dann wiederum die Menge an Fäulnisprozessen im Darm erhöht mit allen oben erwähnten Folgen.Pferde mit einer Dysbiose können auch mit Vitaminen unterversorgt sein, diese werden normalerweise weitgehend von einer gesunden Dickdarmflora produziert. Ist diese gestört, kann auch die Vitaminsynthese verringert sein. Eine sehr effektive Möglichkeit, diese Folgeerkrankungen ursächlich in den Griff zu bekommen, kann eine Darmsanierung sein, d. h. die Darmflora wieder zu normalisieren.

 

Das ist nicht immer einfach, manchmal sogar sehr schwierig, je nachdem, welche Keime die Darmflora besiedeln. Manchmal braucht man auch mehrere Anläufe mit verschiedenen Vorgehensweisen, um das Problem zu beheben.Immer wesentlich ist es als Grundlage, das Futter umzustellen. Es ist immens wichtig, sowohl gänzlich auf Getreidestärke als auch auf jegliche zugesetzten Zucker zu verzichten, also auf alle Getreide außer Reis (z.B. HBD‘s®OryVital), auf Melasse und weitestgehend auch auf andere Zuckerquellen wie z.B. Karotten und Rote Beete. Dies ist der erste entscheidende Schritt, um die Vermehrungsraten der Problemkeime einzudämmen, da diese sich von Zucker und Getreidestärke ernähren.

 

 

Um diese Problemkeime gänzlich zu eliminieren, gibt es mehrere Möglichkeiten, die individuell mit dem Pferdebesitzer erörtert werden sollten. Immer hilfreich ist der Einsatz von Lebendbakterien(Milchsäurebakterien oder Lebendhefen), um die Anzahl der gesunden Darmkeime zu erhöhen. Das ist aber lediglich als flankierende Maßnahme zu sehen, da damit die Problemkeime nicht verschwinden.Ideal wäre der Einsatz von HBD‘s®DigestoVit®, da dieses Nutrazeutikum zuverlässig und selektiv Problemkeime aus der Darmflora entfernen kann. Beim Allergiker kann es zusätzlich hilfreich sein, statt Cortison im akuten Schub, eine Autonosode zu geben.

 

Diese Homöopatika, werden aus körpereigenem Material des kranken Organismus (Kot/Urin oder Blut) hergestellt. Es gibt einige Labore in Deutschland, die diese Möglichkeit anbieten. Diese Autonosoden können schnell und nebenwirkungsfrei den akuten allergischen Schub eindämmen.Eine Darmsanierung ist immer eine längerfristige Angelegenheit, die mitunter ein halbes Jahr in Anspruch nehmen kann. Sie ist immer individuell auf das jeweilige Pferd abzustimmen. Darüber hinaus ist es fast immer zusätzlich notwendig, die vom Darm in den Organismus gelangten und dort abgelagerten Giftstoffe auszuleiten. Auch dies ist je nach Fall unterschiedlich zu handhaben.

 

Fragen Sie uns, lassen Sie sich beraten, wir helfen Ihnen gerne.

 

Unsere Kompetenz für die Gesundheit und das 

Wohlbefinden Ihrer Pferde!

 

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Rund um den Stall

Reithallenspiegel

Mit Reithallenspiegel stehen ihnen alle Wege offen, denn sie verspiegeln Ihre Ideen. Ein Reiter ist mit einem Reithallenspiegel selber in der Lage, seinen Sitz und seine Haltung zu überprüfen. Hierbei ist aber enorm wichtig, dass der Reithallenspiegel in der richtigen Position angebracht ist. Die beste Position hierfür ist die Mitte der kurzen Seite, dort hat sich der Reiter von allen Seiten im Blick. Die Mitte der langen Seite ist am unpraktischsten. Die Abmessungen des Reithallenspiegels sollten in der Regel 5 x 2 Meter betragen. Es sollte aber auf jeden Fall die Vorraussetzung geschaffen werden, dass Vögel diese Reithallenspiegel als Hindernisse erkennen können. Hier ist es auf jeden Fall ratsam, schwarze Pappvögel auf den Reithallenspiegel aufzukleben.

 

Longierhalle

Eine Longierhalle ist eine kleine Halle, zum Longieren von Pferden. In der Regel ist die Longierhalle ein rundes Gebäude, mit einem Durchmesser von ca. 13 m. Eine bessere räumliche Orientierung für die Pferde ist allerdings eine eckige Halle. Egal ob starke Sonneneinstrahlung oder schlimme Schneestürme – in einer Longierhalle haben sie bei jedem Wetter die Möglichkeit ihr energiegeladenes Pferd zu bändigen. Genauso bietet die Longierhalle ihnen die Möglichkeit, ihr Pferd frei laufen zu lassen und es trotzdem unter Kontrolle zu haben.

 

Reithallenbeleuchtung

Reithallen verfügen oft über nicht ausreichendes Tageslicht. Da sie aber in den meisten Fällen in den Abend- bzw. Dämmerungsstunden benutzt werden, ist es enorm wichtig eine gute Reithallenbeleuchtung zu haben. Pferde haben ein besseres Sehvermögen als die Menschen, sie können in der Dämmerung sehr ausgeprägt sehen. Eine optimale Reithallenbeleuchtung ist auch sehr wichtig, weil Jungpferde äußerst beunruhigend auf große Lichtunterschiede reagieren. Man kann sie deshalb enorm schwer einschätzen und man weiß nicht wie sie auf die Lichtunterschiede reagieren. Ein bestmögliches Sichtfeld der Pferde ist mit einer guten Reithallenbeleuchtung gewährleistet.

 

Bahnbuchstaben

Wer die Bahnbuchstaben festgelegt hat und warum gerade diese Buchstaben gewählt wurden, ist nicht bekannt. Das die Bahnbuchstaben zufällig ausgewählt wurden, ist nur Theorie. Es ist aber sicherlich auch darauf geachtet worden, keine Buchstaben zu verwenden die man leicht verwechseln kann (zum Beispiel O, Q, und D), sondern das alle Bahnbuchstaben deutlich zu unterscheiden sind. Mit den Bahnbuchstaben müssen bestimmte Bahnfiguren geritten werden, die für eine Prüfung im Dressurreiten abgelegt wird. Diese Bahnbuchstaben wurden bei der Olympiade 1920 erstmals für alle Reiter gleichermaßen eingesetzt, um diese Dressurprüfung abzulegen.

 

Quelle Texte: www.pferde.de 

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Pferdegesundheit

PFERDE RICHTIG ENTWURMEN WO IST DENN DA DER WURM DRIN

Heutzutage spielen Parasitosen bei Pferden eine große Rolle. Mehr denn je ist Besitzern, Trainern und Hofbesitzern das Gesundheitsrisiko bewusst, dass Wurm und Co. mit sich bringen. Wann aber welchen Wirkstoff gegen welchen Parasit? Selektiv entwurmen oder doch präventiv und ob es andere Möglichkeiten gibt, den Wurmdruck zu vermindern, wollen wir hier einmal genauer unter die Lupe nehmen.

 

In diesem Artikel sprechen wir über die 3 wichtigsten Wurmarten, die unseren Pferden gefährlich werden können: Rundwürmer, Bandwürmer und Magendasseln. Letztere sind eigentlich Insekten, die ihre gelben Eier im Maulbereich, an den Vorderbeinen oder auch an der Flanke absetzen. Diese werden dann oral aufgenommen und entwickeln sich im Maul zu Larven, welche in den Magen abgeschluckt werden. Folgen daraus sind oft Probleme beim Kauen, Schluckbeschwerden, Krampfkoliken und Durchfall. Aber auch Ekzeme und Entzündungen der Schleimhaut bleiben oft nicht aus.

 

Bandwürmer sind bei allen Equidenarten weltweit verbreitet und ihr Vorkommen nimmt stetig zu. Die Parasiten dieser Gruppe heften sich an der Darmwand an und sorgen für ausgeprägte Entzündungen und Ödeme im Anheftungsbereich. Daraus resultieren Koliken, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit und im schlimmsten Fall kann es sogar zur Darmruptur kommen.

 

Die wichtigste und größte Gruppe sind allerdings die Rundwürmer. Zu ihnen zählen:

-      Palisaden- und Blutwürmer (große und kleine Strongyliden)

-      Zwergfadenwürmer (Strongyloides spp.)

-      Spulwürmer (Ascariden)

-      Pfriemenschwänze (Oxyuren)

-      Lungenwürmer (Dictyocaulus arnfeldi)

 

Der Palisadenwurm ist am häufigsten verbreitet und wandert vom Dickdarm aus durch den ganzen Körper des Tieres. Die Larven sitzen im Gras und werden so über das Futter aufgenommen. Sie überleben auch im Heu und können so sogar überwintern. Neben stumpfen Fell sind weitere Symptome auch Koliken, Leberschäden und Thrombosen.

 

Pfriemenschwänze findet man oft bei Pferden in Boxenhaltung. Sie sitzen im Heu und Stroh und die aufgenommen Larven wandern vom Dünndarm in den Dickdarm. Pferde die davon betroffen sind leiden oft unter Ekzemen und  scheuern sich an After und Schweif.

 

Etwas seltener vertreten ist der Lungenwurm. Grund hierfür ist sicher, dass unser Haus- und Sportpferd zwar durchaus Träger sein kann, aber sich dieser Parasit im Pferd, anders als beim Esel, nicht fortpflanzen kann. Deshalb finden wir ihn öfter wenn Pferde zusammen mit Eseln gehalten werden. Die Larven werden über das Weidegras aufgenommen, der Befall äußert sich mit rasselndem trockenem Husten und chronischen Atembeschwerden.

 

Zwergfaden- und Spulwürmer sind beide eine Gefahr für Fohlen und Jungpferde. Bereits über die Muttermilch können Zwergfadenwürmer aufgenommen werden und sorgen für Durchfall und Lungenschäden, wohingegen Spulwürmer oral über das Futter aufgenommen werden. Die Larven wandern vom Dünndarm in die Lunge, werden hochgehustet und in den Magen abgeschluckt. Sie sorgen für Wachstumsstörungen, Fieber, Appetitlosigkeit, und Lungenschäden beim Fohlen.

 

Befindet sich Ihre Weide im Bereich feuchter Niederungen, sollten Sie auch an Leberegelinfektionen denken und Ihr Tier in regelmäßigen Abständen testen lassen.

 

Wie also schützt man sich am Besten gegen dieses Gruselkabinett von blutsaugenden, organfressenden kleinen Parasiten? Früher hat man die Wirkstoffe jährlich durchgewechselt, was sich heutzutage als schwierig erweist, da wir durch aufgetretene Resistenzen nicht mehr so viele Wirkstoffe zur Auswahl haben. Eine große Anzahl von Strongyliden, vor allem der kleinen Strongyliden, weisen Resistenzen gegenüber Benzimidazole (Fenbendazol, Febantel und Mebendazol) auf. Benutzt man diese Wirkstoffe ist es ratsam nach 14 Tagen deren Wirkung mit Hilfe einer Kotuntersuchung zu kontrollieren. Warum dann nicht gleich zur selektiven Entwurmung übergehen? Bei der selektiven Entwurmung werden im ersten Jahr 4 Kotproben angestrebt. Das Grundprinzip dieser gezielten Testung bezog sich anfangs eigentlich auf Strongylideneier. Allerdings kann man mittlerweile auch auf viele anderen Wurmarten untersuchen lassen. Solange unter 200 Eier pro Gramm Kot nachgewiesen werden, spricht man von einem geringen Wurmbefall und muss nicht entwurmen. Liegt das Ergebnis über diesem Wert, wird mit einem wirksamen Präparat entwurmt und nach 14 Tagen erneut getestet, um die Wirkung des Präparates zu bestätigen.

 

Dies ist in der Theorie sowie Praxis gut durchführbar und vielversprechend. Nur der Bandwurm fällt hier aus der Reihe. Eier sind im Kot zwar nachweisbar, allerdings legt diese Spezies ihre Eier in Intervallen was häufig zu „falsch negativen“ Ergebnissen führt. Das Pferd kann mit Bandwürmern befallen sein, aber im Kot werden keine Eier gefunden, da der Parasit gerade keine ausgeschieden hat. Ausserdem sind seine Eier sehr empfindlich und können sich, sobald sie mit dem Kot auf der Erde ankommen, zersetzen.  Deshalb ist es nicht sicher, dass Ihr Pferd, trotz negativem Test, frei von Bandwürmern ist. Es empfiehlt sich daher immer 2 mal im Jahr gegen Bandwürmer zu entwurmen.

 

Aber welchen Wirkstoff nimmt man nun für welchen Wurm?

Wenn Benzimidazole außer acht gelassen werden bleibt uns zum einen der Wirkstoff Pyrantel, der sowohl fast alle ausgewachsenen Rundwürmern, als auch zum größten Teil ihre Larven und Eier unschädlich macht.  Allerdings wirkt Pyrantel nicht bei Zwergfaden- und Lungenwürmern, bzw Magendasseln. Diese allerdings reagieren empfindlich auf  makrozyklische Laktone, wie Ivermectin und Moxidectin. Der Bandwürmer entledigt man sich am besten mit Praziquantel.

 

Oft kursiert die Angst, das Fohlen würde eine Wurmkur nicht vertragen. Natürlich sollte man darauf achten, dass die Wurmkur für Fohlen zugelassen ist. Die Hersteller geben dazu gute Angaben. Der Wirkstoff Moxidectin z.B. sollte nicht unter einem Alter von 4 Monaten verabreicht werden. Da Würmer allerdings  dem Fohlen einen sehr hohen Schaden anrichten können, sollte es bereits in der 2. oder 3. Lebenswoche gegen Zwergfadenwürmer behandelt werden. Dazu eignet sich der Wirkstoff Fenbendazol sehr gut. Da die Zwergfadenwürmer über die Muttermilch übertragen werden, ist es ratsam am Tag des Abfohlens die  Mutterstute mit Ivermectin zu entwurmen. Nach 6-8 Wochen sollte das Fohlen gegen Spulwürmer mit einem für Fohlen zugelassenen Präparat behandelt werden. Fohlen sollten bis zu ihrem 18ten Lebensmonat in Intervallen von 6 – 8 Wochen entwurmt werden um den Befall so gering wie möglich zu halten.

 

Möchte man sein Pferd präventiv 4 mal im Jahr entwurmen sollte man wie folgt vorgehen:

 

Zeitraum

Parasit

Wirkstoffe

Juli / August

Gefährdung durch Rundwürmer und Bandwürmer

Behandlung mit Ivermectin, Moxidectin oder Pyrantel gegen Rundwürmer und Praziquantel gegen Bandwürmer

August /September

Gefährdung durch Rundwürmer

Ivermectin, Moxidectin oder Pyrantel

Ende der Weidesaison (Oktober / November) mit einsetzen des Frostes.

Jetzt sollten neben Rund- und Bandwürmer auch Magendasseln bekämpft werden

Moxidectin gegen Magendasseln, ansonsten Ivermectin oder Pyrantel  und Praziquantel gegen Bandwürmer.

Anfang der Weidesaison (April /Mai)

Rundwürmer

Ivermectin, Moxidectin oder Pyrantel

 

 

 Auch eine Mischung aus selektiver Entwurmung und halbjährlicher Entwurmung gegen Bandwürmer ist ein ebenso guter Weg unseren vierbeinigen Kameraden eine beschwerdefreie Weidezeit zu ermöglichen.

 

Neben einem sorgfältig durchdachten Entwurmungsplan, den Ihr Haustierarzt gerne mit Ihnen zusammen erstellt, ist es allerdings auch wichtig eine gute Weidehygiene einzuhalten. Der Wurmdruck ist besonders niedrig bei einer Verteilung von 2 Pferden pro Hektar Weide. Da das aber nur selten durchsetzbar ist, sollte man alle 2-3 Tage, mindestens einmal in der Woche, die Koppeln abmisten. Häufiges Wechseln der Weiden hilft auch den Infektionsdruck niedrig zu halten. Teilt man sich die Koppeln mit Rindern vermindert man den Wurmdruck auch, da sich viele Pferdeparasiten in Rindern nicht fortpflanzen und somit nicht vermehren können.

 

Außerdem sollte Ihr Pferd nach der Einnahme der Wurmpaste 1-3 Tage im Paddock oder der Box bleiben, da zu dieser Zeit sehr viele Wurmeier ausgeschieden werden. Der häufig erzählte Mythos „Karottenfütterung erspart das Entwurmen“ ist natürlich falsch. Karotten mögen eine sehr gesunde und bei Pferden sehr beliebte Ergänzung zu ihrer normalen Futterration sein, aber haben leider keinerlei Wirkung gegen die lästigen Schmarotzer im Pferdeorganismus.  

 

Abschließend ist aber zu sagen, dass auch mit dem besten Entwurmungsplan Ihre Tiere nie ganz von den Würmern befreit werden, eine geringe Anzahl von Parasiten lässt sich nicht vermeiden. Aber das gesunde Pferd wird davon nicht beeinträchtigt, im Gegenteil, es regt sogar das Immunsystem an. Der Massenbefall jedoch führt zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden.

 

Deshalb denken Sie daran : „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ und arbeiten Sie mit Ihrem Tierarzt einen konsequenten und kontinuierlichen Plan aus. Dann steht einer komplikationslosen Weidezeit nichts im Weg. 

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Rund um den Stall

Rund um die Reithalle

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Eine Reithalle gehört heute zu fast jeder Reitanlage. Sie bietet nicht nur den Vorteil, dass hier unabhängig von Wetter und Jahreszeit unter den gleichen Bedingungen trainiert werden kann, sondern lässt auch die Konzentration von Pferd und Reiter oft höher erscheinen als auf dem offenen Reitplatz. Wer sich eine eigene Reithalle baut oder bauen lässt, kann natürlich seine eigenen Vorstellungen in Größe und Ausstattung in den Reithallenbau einfließen lassen. Was sollte man aber auf jeden Fall dabei beachten?

 

Auf die Größe der Reithalle achten

Eine entscheidende Rolle beim Bau einer Reithalle spielt die Größe. Hier ist es ratsam, dass sie die Maße von 15x30 Metern nicht unterschreitet, da sonst beispielsweise das Springreiten nicht mehr möglich ist, da die Pferde nicht genügend Platz für das ausbalancierte Abspringen und Landen im Parcours haben. Üblich ist für Reithallen sogar eine Mindestgröße von 20x40 Metern bzw. 20x60 Metern.

 

Neben der Mindestgröße verfügt die Reithalle prinzipiell auch über ein selbsttragendes Gerüst, einen ausreichend breiten Hallenvorraum sowie eine stabile und hohe Hallentür, welche das Pferd am Ausbrechen hindert. Auch ein Hallendach, das genügend Tageslicht in die Reithalle lässt und eine hohe Traglast (vor allem im Winter bei Schnee!) aufweist, spielen in der Planung eine große Rolle. Zudem sorgen ausreichend Fenster oder ein Belüftungssystem und eine gleichmäßige Beleuchtung der Reithalle für ein gutes Hallenklima.

 

Große Bedeutung in der Reitbahn hat der Reithallenboden. Er besteht in der Regel aus drei Schichten: der Tragschicht, der Trennschicht und der Tretschicht. Bei der Wahl von dem Reithallenboden ist es vor allem wichtig, dass der Reithallensand keinen Staub entwickelt, steinfrei ist und einen hohen Lehmanteil besitzt. Für einen rutschfesten und gut federnden Hallenboden wird der Tretschicht meistens noch verschiedene Materialien wie Holz oder Gummi untergemischt.

 

Reithallenboden regelmäßig pflegen

Auch eine tägliche Pflege der Reitbahn ist sehr wichtig. Damit der Reithallenboden lange genutzt werden kann und sich außerdem das Unfallrisiko durch Stolpern oder Stürze des Pferdes verringert, werden üblicherweise während sowie nach dem Reiten nicht nur die Pferdeäpfel entfernt und der Reithallenboden täglich abgezogen, um Löcher und Unebenheiten zu beseitigen. Auch eine tägliche Bewässerung des Hallenbodens durch eine Bewässerungsanlage pflegt den Hallenboden, bindet effektiv den Staub und sorgt so für ein angenehmes Klima in der Reithalle.

Quelle: www.pferde.de

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