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    Wallach Rasse: Tschech. Warmblut

    Alter: 7 Jahre Farbe: braun Stckm.: 1,59


    Name: Edgar

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Vater: Dastin, Mutter: Elza. Edgar ist ein sicheres, vorsichtiges Springpferd, A- und L-Springen platziert, ADressur platziert, geländesicher, brav im Umgang.


    Preis: 9.000,– €


    Tel. 0171/8130076

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    Hengst Rasse: Hannoveraner

    Alter: 29.6.2014 Farbe: Fuchs


    Kurzbeschreibung des Pferdes: Vater: Dancier, Mutter: St.Pr.St. von Romanov Blue Hors x Weltmeyer. Herrlich typvolles und bewegungsstarkes Hengstfohlen aus gutem Hannoveraner Mutterstamm.


    Preis: 6.000,– € VB


    Tel. 0160/94753880

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    Hengst Rasse: Quarter Horse

    Alter: *04.05.2013 Farbe: buckskin


    Name: Measles Big Spike

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Vater: Measles Hickory San, Mutter: Lenas Golden Sugar. Hübscher, korrekter Junghengst, mit gutem Pedigree, wächst artgerecht und robust im Herdenverband auf, kann jederzeit besichtigt werden. Es stehen noch weitere Jungpferde aus eigener Zucht zum Verkauf. Facebook Seite Mühlental-Ranch oder www.muehlentalranch.de


    Preis: VBH


    Tel. 0175/4647788 

    Fam. Hofacker

    Zum Rossbach 13

    36396 Steinau

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    Wallach Rasse: Friese

    Alter: 8 Jahre Farbe: Rappe Stckm.: 1,65


    Name: Nammelle von der Nockalm

    Kurzbeschreibung des Pferdes: Nammele ist ein Charakterpferd, sein schon fast zu ruhiges Wesen, lässt ihn zum absoluten Familienpferd werden. Unter dem Sattel ein Traum. War am Turnier, läuft ganz einfach die Grundgangarten und vermittelt ein super Sitzgefühl. Nammele hat Nerven ohne Ende, im Gelände eine Lebensversicherung, im Viereck ein Profi und im Umgang ein echter Schatz. Ein richtiger Lehrmeister und Vollprofi in allem was er macht. Mehr Infos unter www.friesengestuet.at.


    Preis: VBH


    Tel. +43 664 4023231

    Elisabeth Schneeweiss

     

    elisabeth@friesengestuet.at

Aktuelles

Aktuelles

DRESSURMANNSCHAFT DER RSG FALLBACHTAL VERTEIDIGT TITEL!

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Bei der diesjährigen Kreismeisterschaft Dressur des KRB Main-Kinzig am 5. und 06.07.2014 in Altenstadt konnte die Dressurmannschaft der RSG Fallbachtal ihren Titel verteidigen. Mit einer Traumnote von 9,5 für den Gesamteindruck setzten die vier Paare Anne Köhler mit "Lacrosse", Nina Martin mit "Raymann", Katharina Steinkrauss auf "Royal Quaid" und Leandra Leistner auf „Sir Quaid“ neue Maßstäbe. Leandra Leistner konnte sich zusätzlich über eine 9,0 in der Einzelwertung freuen.

 

Auch Anke Scholl verteidigte erfolgreich ihren Titel und holte sich mit ihrer Stute "Davignons Daylight " erneut die Schärpe, für den Sieg in der Leistungsklasse 2, ab. Über den dritten Platz in dieser Leistungsklasse freute sich Wibke Weishaupt auf „Sinatra M“ Vizekreismeister in der Leistungsklasse 5 wurde Nina Martin mit ihrem Rappen "Raymann".

 

Der dritte Kreismeistertitel für die RSG Fallbachtal ging an Tabea Martin auf ihrer Stute „Munsboro Mary Rose“. Sie siegte im Springen in der Leistungsklasse 0. Diese Kreismeisterschaft wurde am letzten Wochenende im Juni von der RSG Fasanenhof in Klein-Auheim ausgetragen. Wir gratulieren allen Siegerinnen und wünschen ihnen viele weitere Erfolge!

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Aktuelles

REITVEREIN HERRIEDEN KOOPERIERT MIT STAATLICHER REALSCHULE HERRIEDEN REITHALLE STATT KLASSENZIMMER

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Seit Januar dieses Jahres bietet die Staatliche Realschule Herrieden Reiten als differenzierten Sport an. Gefördert wird diese Maßnahme durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung und den Förderverein der örtlichen Realschule.

 

Das etwas andere Schulsportangebot wurde durch die Zusammenarbeit mit dem Reit- und Fahrverein Herrieden ermöglicht. Der Verein hat neben der Reithalle und den Außenplätzen auch einen Aufenthaltsraum für den theoretischen Unterricht, denn meist sind es Anfänger, die das Angebot nutzen. Zudem hat der Herrieder Reitverein sechs ausgebildete Schulpferde, die nicht nur willig den Reiternachwuchs auf ihrem Rücken dulden, sondern auch erfolgreich auf Turnieren vorgestellt werden. Die Organisation für diese Schulstunden übernahm die Schulsportbeauftragte der FN in Bayern Julia Fröhlich, die selbst eine Trainerlizenz für den Reitsport besitzt. Den Unterricht erteilt aber Elke Lehr, die langjährige Reitlehrerin des Reitvereins in Herrieden.

 

Die sechs Schülerinnen und zwei Schüler der 6. und 7. Klasse begannen mit einfachen Übungen auf dem Pferderücken unterstützt von viel Theorie über die richtige Haltung und den korrekten Umgang mit dem Pferd. Inzwischen reiten alle frei die vorgeschriebenen Hufschlagfiguren und sind mit großem Eifer bei der Sache. Nach eigenem Bekunden der Schulkinder macht es großen Spaß und die jeweiligen Lieblingspferde sind auch schon benannt. Zum Abschluss des Schuljahres ist geplant, dass die Schülerinnen und Schüler je nach Leistungsstand das entsprechende Reitabzeichen ablegen. Bei genügend Interesse und weiterer Unterstützung soll dieses Angebot auch im nächsten Schuljahr wieder auf dem Programm stehen.

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FERIENSPASS AUF DEM REITERHOF

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Für pferdebegeisterte Kinder und Jugendliche gab es beim RuFV Kürnachtal e.V. in Lengfeld in den Pfingstferien die Möglichkeit, sich intensiv ihrem Hobby zu widmen und viel Neues dazuzulernen: Gabriele Mitnacht bot für die Kleinen einen Ferienreitkurs an, bei dem Kinder im Alter von 6- 10 Jahren erstmals Pferdeluft schnuppern konnten und die wichtigsten Grundregeln im Umgang mit und auf dem Pferd erlernten.

 

Neben dem Pflegen und Reiten der Ponys standen auch Bewegungsspiele auf dem Programm, wobei die Beregnungsanlage der Reithalle an heißen Tagen für Abkühlung und Begeisterung sorgte. Als Highlight des Kurses unternahmen die Kinder einen langen Ausritt am Führstrick nach Estenfeld, wo jeder mit einem Eis überrascht wurde.

 

Die fortgeschrittenen Kinder und Jugendlichen des Vereins hatten dagegen ein strafferes Programm: Sie wurden von Manuela Mitnacht auf die Prüfung für die Reitabzeichen 9 bzw. 7 vorbereitet, welche sowohl einen Praxisteil mit Dressur und kleineren Sprüngen als auch theoretisches Wissen zur Pferdekunde beinhalten. Am Ende zahlte sich die geleistete Arbeit aus und es konnten alle Teilnehmer ihre Prüfung erfolgreich ablegen.

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Aktuelles

PFERDEFREUNDE MAIN-SPESSART SCHNUPPERFAHRKURS

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Am Sonntag, den 15.06.14 fand der 2. Schnupperfahrkurs der Pferdefreunde Main-Spessart in Wiesenfeld statt. Um 9.00 Uhr fand sich die erste Gruppe am Stall ein, um unter der Anleitung von FN-Fahrlehrer Hubertus Scapan die Leinen des Fahrschulgespannes erstmals in die Hand zu nehmen. Im Wechsel ging die Fahrt mit den Pferden Timon und Amadeus zur Burgruine Schönrain. Um 11.00 Uhr folgte die zweite Gruppe. Insgesamt machten 7 pferdebegeisterte Teilnehmer ihre ersten Kilometer auf dem Kutschbock. Anschließend gab es für Alle eine zünftige Brotzeit. Nach der Mittagspause zeigten die Teilnehmer, die bereits seit einigen Jahren Erfahrung auf dem Kutschbock gesammelt haben, ihr Geschick beim Kegelfahren entweder mit dem eigenen Gespann oder mit den Schulpferden. Auch hier waren alle Aktiven mit Ehrgeiz bei der Sache und steuerten die Pferde unter dem Applaus der Zuschauer sicher durch den Parcours.

 

Auch unser Fahrlehrer demonstrierte den Anwesenden sein Können und fuhr im gestreckten Galopp zielsicher durch die aufgestellten Kegel. Zum Ausklang der Veranstaltung lobte Herr Scapan bei Kaffee und Kuchen vor allem die Schnupperfahrer und bescheinigte ihnen viel Gefühl für die Leinenführung und den Umgang mit dem Gespann. Da dieser Tag Allen so gut gefallen hat, verabredeten sich gleich einige der Teilnehmer für das darauffolgende Wochenende zu einem Wanderritt/-fahrt.

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Leserbrief

Improvisationstalent = Reitlehrer?

zum Artikel in Ausgabe Juli 2014 „Vom Telefonverkäufer zum Sattelservice“

 

Stellen sie sich einmal vor, sie hätten sich vor nicht ganz vier Wochen ein neues Auto gekauft. Aus irgendeinem nicht nachvollziehbarem Grund steht das edle Gefährt nun in der Garage und läuft nicht. Was tun sie?

 

• Sie gehören zu der Gruppe Menschen, die generell bei diesem Fall an eine Verschwörung oder an das bekannte „Murphy´s Law“ denken, und weigern sich beharrlich einen kompetenten Fachmann zu Rate zu ziehen und der Nachbar, der vor Jahren mit dem KFZ-Mechatroniker ein Bierchen getrunken hat, kommt zu ihnen und will helfen – oder sie gehören zu den uninteressanten Menschen – nämlich zu

 

• Sie rufen einfach die Vertragswerkstatt an, verabreden einen Termin und schon bald steht ein kompetenter Fachmann da, der mindestens 3 Jahre Ausbildung investiert hat, um ih - nen bei diesem Problem zu helfen. Nun sind Pferde und Reiter natürlich nur begrenzt mit Boliden zu vergleichen, aber dennoch entwickelt sich in Reiterkreisen eine Art Protestbewegung, de - ren Grundursache ein gewisses Improvisationstalent von Umschülern oder Besserwisssern ist. Die Gruppe A) wächst. „Wannabe-Reitlehrer“ sind der neue Trend.

 

Ein kleines Beispiel gefällig? Marianne B. passionierte Hobbyreiterin , Späteinsteiger , kauft sich mit 45 Jahren einen kleinen kernigen Wallach..Tierärzte checken den Kerl durch, ein Sattel ist auch schnell gefunden und der Offenstall um die Ecke hat selbstverständlich ein Plätzchen für Marianne B. frei, deren selbstgebakkene Kuchen zu Turnieren oder ähnlichem überregional bekannt sind. So weit so gut. Acht Wochen passiert erstmal recht wenig. Alles ist neu, man tastet sich aneinander. Zwecks Datenschutz – Gründen nennen wir Mariannes Neuzugang einmal Balduin. Balduin hat sich nun ein neues Hobby überlegt, er macht nämlich einfach mal… gar nix;-)

 

Mariannes Geduld ist nun am Ende und auch der Sammeltermin von Sattler, Tierarzt, Ostheopath und Heilpraktiker hat nichts gebracht. Nun ist guter Rat teuer, doch nicht zu teuer, wenn man von Sabine W. ausgeht, die ebenfalls ihre Bestimmung darin gefunden hat, für ein geringes Entgelt von fünfzehn Euro pro Stunde, Reitwissen auf unterirdischem Niveau vermitteln zu wollen. Menschlich eine sehr nette Person , die aber leider reiterlich überhaupt nichts vorzuweisen hat, außer die Mini-Shetties des Nachbarn jeden Morgen von der Hauptverkehrsstraße ein - zusammeln. Nun denn. Marianne B. freut sich über die Aufmerksamkeit von Sabine, fühlt sich in netter Gesellschaft, doch am Kernproblem „Balduin“ ändert sich doch auch nach zwölf Monaten Intensivbetreuung nichts. Pech für Balduin , Glück für Sabine. Nach dem freitäglichem Glas Prosecco beschließen die Damen dann einen neuen Schlachtplan. Balduin geht in Beritt, aber nein, nein... nicht zu einer FN oder EWU oder einer anderen anerkannten Ausbildungseinrichtung, nein zu Sabine W. in den heimischen Garten. Schon nach weiteren fünf Monaten und unzähligen Reitstunden und den Berittkosten von 500 Euro kann man durchaus Erfolge erkennen.

 

Balduin hat endlich eine Bestimmung gefunden. Er startet nun eine Zweitkarriere als Rodeopferd, lässt keinen Reiter mehr aufsteigen und plötzlich fängt Marianne an, logisch zu denken. Sie wühlt sich nun Nächte lang durch diverse Internet-Foren und findet tatsächlich keine drei Kilometer von ihrem Zuhause entfernt, einen netten Reiterhof, Meisterbetrieb mit angestellten Trainern und Bereitern, die sich ständig fortbilden und neue Lizenzen erwerben müssen. Ich brauch ihnen nun nicht zu sagen, dass der Prosecco zwar weniger wurde, aber Balduin jetzt durchaus ein rittiges Kerlchen geworden ist. Marianne hat nun genug Zeit und genug sprichwörtliches Lehrgeld bezahlt und genau dies ist das Problem in der Reiterszene. Theoretisch darf jeder, wirklich jeder Reitunterricht geben, die Frage ist nur... Was bringt´s?? Schauen sie sich Reitlehrer in Ruhe an, fragen sie nach Referenzen und fragen sie auch mal bei anderen Reitschülern nach. Sie werden sehen, die Pferde und ihr Geldbeutel werden es ihnen Danken.

 

Name und Anschrift ist der Redaktion bekannt

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Aktuelles

EQUESTRIAN SUMMER CIRCUIT 2014 ANDREAS BRENNER KÜRTE SICH ZUM BIG TOUR-SIEGER

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Lake Arena – Zum Abschluss eines genialen Turniertages kam es zum ersten Aufeinandertreffen der angereisten Reitprominenz, denn ab 18:00 Uhr wurde es für die Arrivierten mit der ersten Qualifikationsprüfung für den Großen Preis ernst. Kursdesigner Franz Madl baute einen selektiven Parcours, der mit seinen 1,45 Meter mächtig wirkte. Unbeeindruckt von den Abmessungen konnte das Siegerpaar Andreas Brenner und sein imposanter Schimmelwallach „Cronos“ sein. Der Sieger vom letzten Lake Arena-Grand Prix im Juni hatte den mittlerweile elfjährigen Nachkommen des Corrado I x Lord bereits vor zwei Jahren zur Global Champions Tour-Platzierung geritten – damals sorgten sie am Rathausplatz für eine kleine Sensation – und holten seither auf internationaler Bühne Erfolge am laufenden Band. Heute siegte das eingespielte Duo mit nicht weniger als gut viereinhalb Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Sencer Can, der auf „AB 19 Chepetto“ vom ersten Sprung weg ordentlich aufs Tempo drückte. Dritter wurde Jan Distel, der mit „Last Minute 60“ ebenfalls Risiko und Speed wagte.

 

Zufrieden Bilanz ziehen konnten auch die Gastgeber, die mit Stefanie Bistan und Stefan Eder zwei Top- Reiter in der Platzierung hatten. Niederösterreichs Spitzenamazone, gerade vor gut einer Woche als Vize-Staatsmeisterin hochbejubelt, gelang auf „Celline 2“ eine grandiose Runde, die für Platz acht reichte. Kaderreiter Stefan Eder lieferte am Ende des Starterfeldes auf „Carolino“ in bewährt souveräner Manier einen Glanzritt ab, der ihm den elften Rang sicherte. Zudem bei der Siegerehrung dabei waren Giampiero Garofalo, Omer Karaevle und Carina Hindelang, die sich mit ihren brillanten Auftritten unter den Besten wiederfanden. Nach der Prämierung hieß es schnell absteigen, denn ab 20:15 Uhr startete ja in der neu umgebauten Partyzone die Übertragung vom Nationenpreis in Aachen, die man am großen Beamer natürlich nicht verpassen wollte.

 

Im Finale zurückgeschlagen! Luca Ferrari gewann Children Grand Prix

Der Donnerstag versprach vom ersten Bewerb weg spannend zu werden, denn am heutigen vierten Veranstaltungstag des Equestrian Summer Circuits stand nicht nur das Finalspringen der Children Tour an, sondern auch die Einlaufprüfungen der Kleinen, Mittleren und Großen Tour. Hier stellten sich die Profis den gefinkelten Parcours von Franz Madl und lieferten sich knallharte Duelle um die ersehnten Bestzeiten. Den Beginn machte die Children Tour, wo sich Luca Ferrari einen großen Traum erfüllen konnte. Hatte er in den ersten beiden Prüfungen noch das Nachsehen und musste sich hinter Mitstreiter Niels Bulthuis anstellen, so lieferte er gemeinsam mit „Zandman“ im Finale eine beachtliche Performance ab, die ihm den sicheren Sieg bescherte. In 44,71 Sekunden stellte er im Stechen die Bestzeit auf und durfte sich bei der Siegerehrung mit der blauen Decke schmükken. Zweitplatziert war Niels Bulthuis, der im Stechen in 45,51 Sekunden über die Ziellinie brauste.

 

Auftaktsieg in rot-weiß-rot! Bianca Babanitz brillierte in der Small Tour

Nichts zu schenken hatten sich die Arrivierten im 1,25 Meter hohen Opening der Small Tour, das von Anfang an zum Angreifen und flottem Durchbrausen einlud. Der Blick auf die endgültige Ergebnisliste verdeutlichte den dramatischen Ausgang dieser Auftaktprüfung, denn nur hauchdünne sieben Hundertstel trennten am Ende die ersten Drei voneinander.

 

Zur riesengroßen Freude des heimischen Publikums gelang der im Burgenland beheimateten Bianca Babanitz in fabelhaften 64,33 Sekunden der Sprung an die Spitze. Die sympathische Amazone trumpfte ja bereits gestern und vorgestern in den Youngster Touren mit tollen Vorstellungen und rot-weiß-roten Platzierungen auf und ging heute dementsprechend hochmotiviert ins Rennen. Trotz des riskanten hohen Tempos verlor die 26-Jährige mit ihrer „Centina Cat“ nie die Übersicht und zeichnete sich am Ende verdient mit dem Siegerpokal und der Lake Arena-Decke aus. Und das kennt die flinke Centadel-Tochter aus dem Oldenburger Zuchtgebiet nur allzu gut, denn sie konnte sich in ihrer noch relativ jungen Karriere unter anderem hier in Wiener Neustadt mit dem Finalsieg der Youngster Tour auszeichnen. Mit zwei und sieben Hundertstel Rückstand reihten sich Theo Muff und Sven Joseph Hadley am zweiten und dritten Rang ein. Die beiden stellten mit ihren Pferden „Tita de la Grange“ und „Cassinitine“ die Top-Zeiten von 64,35 und 64,40 Sekunden auf. Des Weiteren ganz vorne klassiert waren die Vorarlberger Carola Lehner und Alexander Bösch. Sie sattelten ihre flotten Pferde „Twain“ und „Conway“, mit denen sie in 68,01 und 71,28 Sekunden über den Kurs flogen.

 

Stefan Laditsch siegte in der Großen Elite Tour

Der Triumphzug für den Stall Babanitz hielt an: Nachdem Trainerin Bianca mit ihren Pferden für Platzierungen en suite und den fantastischen Auftaktsieg in der Small Tour sorgte legte ihr langjähriger Schüler Stefan Laditsch fulminant nach: Im Sattel seines Schimmelwallachs „Balvini“ hatte er als zehnter Starter in der Elite Tour Big die Nase vorne. Der Niederösterreicher, der sich hier in der Lake Arena zum wahren Seriensieger mauserte, konnte in unschlagbaren 60,31 Sekunden Shiekh Samir Mirdad am zweiten (61,91 Sekunden) und Nikoletta Juhasz am dritten Rang (62,38 Sekunden) verweisen. Nicht weniger als dreimal durften sich die Gastgeber noch über heimische Platzierungen freuen: Neben Nicole Batliner am sechsten und Akela Sixta am siebenten Rang schaffte auch Marleen Egger den Sprung auf die vordersten Ränge und wurde Zwölfte.

 

Antonio Maria Garofalo gelang in der Medium Tour eine Traumrunde

Zum Auftakt der Medium Tour feierten die Italiener einen überragenden Dreifachsieg. Angeführt von Antonio Maria Garofalo folgten am zweiten und dritten Rang Giampiero Garofalo und Vincenzo Chimirri. Als bester Österreicher glänzte wie schon sooft Markus Saurugg, der sich auf „What Ever“ hinter Jürgen Stenfert am fünften Rang reihte. Mit Antonio Maria Garofalo siegte im heutigen Opening der Mittleren Tour ein bekanntes Gesicht, das sich schon beim letztjährigen October Festival zum mehrfachen Winner auszeichnete. Nicht weniger als drei Siege gingen damals an den couragierten Italiener, der es sich nicht nehmen ließ, auch beim Equestrian Summer Circuit voll anzugreifen.

 

Im Sattel von „Onnyl Des Seruois“, einem zwölfjährigen Wallach aus französischer Zucht, zeigte er eine Runde, die beim Zusehen gar nicht so schnell wirkte, aber irre effektiv angelegt war: Sämtliche engen Linien und weiten Wege erwischte er flüssig und stets aus dem Galoppieren, sodass er am Ende als einziger die 60-Sekundenmarke toppte und in 59,02 Sekunden klar den Triumph holte. Hinter ihm machten Giampiero Garofalo und Vincenzo Chimirri den italienischen Dreifacherfolg perfekt. Sie stellten mit Traumrunden die Bombenzeiten von 60,02 und 60,31 Sekunden auf.

 

Als allerletzter Starter nutzte Markus Saurugg nochmals die Chance auf einen Angriff und flog auf „What Ever“, dem sprunggewaltigen Phin Phin-Nachkommen aus dem Besitz von Michael Steinbrecher, der Spitzenplatzierung entgegen. Der Steirer hat ja an diesem Wochenende einen straffen Zeitplan und pendelt zwischen dem Casino-Turnier im steirischen Farrach und dem CSI2*-Event in Wiener Neustadt hin und her und konnte sich umso mehr über morgendliche LMPlatzierungen auf nationaler Bühne und Rang fünf zum Auftakt der Medium Tour freuen. Zudem ganz vorne prämiert wurden Laura Lehner, Stefan Eder und Miklos Tassilo Csillaghy. Die letztjährige Staatsmeisterin der Jungen Reiter hatte mit Paradepferd „Uster Van´T Heike“ nach einer genialen Runde einen unglücklichen Fehler am letzten Hindernis, strengte sich mit ihrer schneeweißen „Nicolien 2“ am Ende des Teilnehmerfeldes nochmals gehörig an und holte in cool gerittenen 65,14 Sekunden den 14. Rang. Nicht minder zufrieden durften ihre Landsmänner sein, die sich in 65,55 und 66,21 Sekunden noch die Plätze 17 und 18 sicherten.

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Der Gesunde Pferderücken

Rückenprobleme – oft komplexer als gedacht

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Ihr Pferd ist nicht mehr durchlässig, wirkt steif, zeigt Probleme mit Übergängen, lässt sich schwer biegen oder ist kaum noch auszusitzen? Bei der Arbeit erscheint es Ihnen gebremst und vielleicht sogar unwillig, evtl. schlechter unterm Sattel? Dann hat Ihr Pferd möglicherweise ein „Rückenproblem“. Da diese aber oft komplexer sind als man denkt, ist die richtige Therapie hier nicht immer leicht zu finden. Zuerst denkt man bei „Rükken“ sicher an Probleme mit Wirbelkörpern, Wirbelgelenken, Dornfortsätzen und den begleitenden Rükkenmuskeln, auf denen der Reiter sich ausbalanciert. Und richtig: Muskelverspannungen aufgrund von Blockaden werden meist durch akute Traumata ausgelöst, können aber auch durch andauernde Fehlbelastung auftreten.

 

Huffehlstellungen und schlecht sitzenden Sätteln ist hier besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Wie also lebt mein Pferd? Wie sind seine Bewegungszeiten, Arbeitszeiten, Ruhezeiten? Was erwarte ich sportlich von meinem Pferd? Wie trainieren wir? Wie sind der Körperbau und damit die Veranlagung meines Pferdes? Alle diese Faktoren haben großen Einfluss auf die Kräfte und Belastungen, die auf den Rücken des Pferdes einwirken. Verschiedene Probleme können die Beweglichkeit des Rückens einschränken: Bei einer Distorsion kommt es durch mechanischen Einfluss zu einer Gelenkbewegung, die den normalen Bewegungsspielraum des Gelenks überschreitet. Die Verschiebung der Gelenkflächen gegeneinander ist vorübergehend, hinterlässt aber Schäden. Die auffälligsten Symptome der Gelenkverstauchung sind Schmerzen und Schwellung.

 

Die Belastung des Gelenks ist zwar schmerzhaft, aber meist dennoch möglich. Bei der Subluxation bleibt die Verschiebung der Gelenkflächen gegeneinander bestehen und schränkt die Beweglichkeit des entsprechenden Bereichs stark ein. Lahmheit, eingeschränkte Gelenkbewegl ichkei t , Schmerz, Lokale Wärme oder Kälte, Erhöhter Muskeltonus oder Muskelschwund sind dann zu finden. Direkt schädigenden Einfluss auf den Pferderükken hat Satteldruck durch einen zu engen oder sonst unpassenden oder schlecht angepassten Sattel. Durch den stetigen Druck entstehen zuerst örtliche Hautveränderungen mit abgeriebenen oder weiß nachgewachsenen Fellstellen, reversible Ödeme nach dem Reiten, Muskelatrophien und dann Wirbelblockaden. in der Sattellage, Unwilligkeit beim Satteln und Druckschmerz. Satteldruck kann sogar bis zu Auflösungserscheinungen an den Dornfortsätzen reichen. Bei Kissing Spines rücken die Dornfortsätze von Rükkenwirbeln sich derart nahe, dass sie sich berühren und dadurch so starke Reizungen entstehen, dass der Rücken extrem schmerzhaft reagiert und das Pferd unreitbar wird. Ursächlich können körperliche Veranlagung oder reiterliche Fehler verantwortlich gemacht werden. Aber die Dornfortsätze von Rükkenwirbeln sich derart nahe, dass sie sich berühren und dadurch so starke Reizungen entstehen, dass der Rücken extrem schmerzhaft reagiert und das Pferd unreitbar wird. Ursächlich können körperliche Veranlagung oder reiterliche Fehler verantwortlich gemacht werden.

 

Aber des Pferdes ein und Ausgleichsversuche im Rücken können dort zu schmerzhaften Prozessen führen, was bis zur Unreitbarkeit des Pferdes gehen kann. Beim Pferd finden wir besonders häufig Blockaden in Genick, Widerrist, ISG, Lendenwirbeln, Karpal- Tarsal-, Fesselgelenken. Und was hat das mit dem Rükken zu tun? Was Ostepathen und Akupunkteure schon lange nutzen: Alle Gewebe sind komplex über eine einzige Struktur miteinander verbunden: Die Faszie ist nicht nur die weiße Hülle, die jeden Muskel umschließt. Sie ist eine Einheit aus Bindegewebsplatten, Bändern, Gelenkkapseln, Bindegewebssträngen, hüllenartiger Muskelfaszie, Hirnhäute und Rückenmarkshaut, die Hüllen der Nerven und Gefäße, Brust-, Bauch- und Zwerchfell, die Organhüllen, die Knochenhaut.

 

Sie sind alle miteinander verbunden! Wir können also von einer einzigen Körperfaszie reden, die sich in alle Gebiete erstreckt und in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Funktionen hat. Faszienforscher wie Serge Paoletti , Robert Schleip und andere haben in jüngerer Zeit dazu interessante Arbeit geleistet und veröffentlicht. Die Faszie verzweigt sich zu einem Netzwerk aus bindegewebigen Strängen, Hüllen, Beuteln und Septen, die den ganzen Körper durchziehen und verbinden. Mit diesem Wissen ist es kein Problem mehr, sich vorzustellen, dass die Blockade eines Karpalgelenks Schmerzen an Hals, Wiederrist und Sattellage auslösen kann, dass eine Neigung zu brennendem Kotwasser Rückenschmerzen in den über dem Darm liegenden Rückenbereichen auslösen und ein verknöchertes Nackenband die Beweglichkeit der Wirbelsäule einschränken kann.

 

Und was hat das alles für eine Bedeutung für mich und mein Pferd? Vieles zur Gesunderhaltung des Rükkens kann ich selber leisten, aber wenn ich jemanden konsultiere, der uns mit unserem „Rückenproblem“ helfen soll, dann darf nicht nur kurz der Rücken abgegriffen oder evtl. geröntgt werden und zu Medikamenten gegriffen. Mein Pferd muss komplett untersucht werden, nicht nur Teilbereiche des Körpers oder sogar nur einzelne Gelenke. Die Zusammenhänge der Biomechanik zeigen immer wieder, dass ein Problem eines einzelnen Gelenks in der Folge an scheinbar unbeteiligten Stellen Probleme auslösen kann. Die berühmte „Diagonale“ von Problemen ist ein Beispiel dafür.

 

Akupunktur und Osteopathie sind ideale Methoden, um eine erfolgreiche sensologische Diagnostik und Therapie durchzuführen. Über manuelles Aufspüren von Spannungszuständen und Erkennen von Störungen im Energiefluss bestimmter Oberflächenregionen und Akupunkturpunkte kann man sehr zielgerichtet Problemzonen und betroffene Gelenke auffinden und auch behandeln. Die Tiere spüren die lösende Wirkung dieser Arbeit sehr schnell und lassen sich meist willig und entspannt behandeln. Falls nach einer solchen Untersuchung noch Fragen offen bleiben, ist es von Vorteil, dass man gleich direkte Hinweise geben kann, welche Gelenke beispielsweise durch Röntgen oder Ultraschall überprüft werden müssen. Bioresonanztherapie, Homöopathie, Blutegeltherapie sind ebenfalls Teilbereiche der Komplementärmedizin, die bei Rückenproblemen gute Dienste leisten können. Wichtig bleibt dabei immer, dass ich einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker finde, dem/ der ich vertrauen kann. Da es leider bis heute keine staatliche anerkannte Ausbildung oder Prüfung zum Tierheilpraktiker gibt, muss man sich da im Einzelfall immer über die Seriosität oder Ausbildung informieren.

 

Beim Tierarzt muss man sich immer erst erkundigen, ob er eine zusätzliche Ausbildung in Akupunktur, Naturheilverfahren oder Osteo pathie hat. Vetsensus, das Ausbildungsinstitut für sensologische Diagnostik und Therapie hat sich zum Ziel gesetzt, diese Brücke zu bauen. Tierärzte und Tierheilpraktiker werden dort abgeholt, wo sie sind. Kenntnis und Praxis der Schulmedizin wird mit den Naturheilverfahren und energetischer Medizin so komplex verknüpft, dass sie in der täglichen Arbeit zu einem erfolgreichen Konzept der Diagnostik und Therapie ohne Geräte wird. Die chinesische Medizin mit Akupunktur ist dabei der alles verbindende rote Faden. Die Kluft zwischen Schul- und Naturmedizin sollte endlich geschlossen werden! Und Geräte sollten zu dem werden, was sie sein sollten: Nur Hilfsmittel!

 

Autor: Dr. Christina Eul-Matern, Idstein

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Sommerzeit

Die fliegenden Plagegeister

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Wer kann schon Fliegen leiden.... niemand! Außer den Vögeln und Fröschen, die sich u.a. von ihnen ernähren. Ansonsten fragt man sich, wozu die gut sein mögen... Auf jeden Fall sind sie für uns Menschen und die meisten Tiere eher von Schaden als von Nutzen. Die Vorstellung, dass die Fliege, die sich gerade auf den Kaffeetassenrand setzt, vorher auf einem Hundehaufen gesessen hat, ist Ekel erregend. Und es ist gefährlich. Denn winzige Keime, mit dem bloßen Auge gar nicht wahrnehmbar, werden von den Fliegen weiter getragen. Tiere erkennen das instinktiv und wehren sich gegen die Fliegen. Hunde schnappen nach ihnen und Pferde zucken mit der Haut, wedeln mit dem Schweif und stellen sich so, dass sie den Fliegen möglicht ausweichen können. Fliegen sind eine Plage und lassen Pferde auch auf der Weide nicht zur Ruhe kommen. Als ersten Schutz kann man den Pferden eine netzartige Fliegedecke überlegen.

 

Sie sollte aus Synthetik und so feinmaschig sein, dass die Fliegen nicht durch die Löcher kommen. Natürlich sind dadurch die Beine und meistens auch der Bauch nicht geschützt – aber es ist „schon mal was“, denn die Fliegen landen meistens von oben. Wichtig sind auch Fliegennetze über den Augen. Für viele Reiter sind sie beim Ausritt oder bei der Arbeit eine Selbstverständlichkeit, weil es ihnen lästig ist, wenn ihr Pferd mit dem Kopf schlägt. Viel wichtiger sind sie jedoch auf der Weide, wo die Pferde den Kopf beim Grasen gern ruhig halten möchten (sonst können sie ja nicht fressen). Mittlerweile gibt es eine Vielfalt von Fliegensprays für Pferde. Seit Jahrzehnten werden sie getestet und verbessert, und man kann ohne weiteres davon ausgehen, dass sie durchweg wirksam sind – sind sie es nicht, sind sie schnell vom Markt, denn ein unwirksames Fliegenspray kauft sich jeder Pferdebesitzer nur einmal. Und der Markt ist hart umkämpft. Wenn man sich kein fertiges Spray, sondern ein Konzentrat kauft, muss man unbedingt das angegebene Mischungsverhältnis einhalten.

 

Stärkere Konzentrationen als auf der Packung angegeben können massive Hautschäden verursachen. Bei Schimmeln und Füchsen – erfahrungsgemäß sind das die Pferde mit der empfindlichsten Haut – sollte man möglichst niedrig dosieren. Manche Leute empfinden industriell hergestellte Anti- Fliegen-Mittel als „chemische Keule“ und mischen im Eigenverfahren ätherische Öle zu einem Fliegenabwehrmittel zusammen. Da werden die tollsten „Rezepte“ ersonnen und gedankenlos weitergegeben. Man kann nicht genug davor warnen. Denn so „natürlich“ ätherische Öle auch sind, sie sind auch aggressiv, können allergische Reaktionen und bei starker Sonneneinstrahlung Verbrennungen hervorrufen. Hinzu kommt, das sich diese Mischungen selten fein dosieren lassen. Die ätherischen Öle sind meist so dickflüssig, dass sie auch in großer Verdünnung innerhalb kürzester Zeit die Sprühköpfe der Sprühflaschen verstopfen. Und wenn man sie mit einem Lappen o. Ä.. aufträgt, kommen sie in Berührung mit der Haut. 

 

Sprühen ist in jedem Fall besser, denn auch das mildeste Antifliegenmittel ist aggressiv. Daher sollte es so wenig als möglich mit der Haut in Kontakt kommen. Die feine Sprühwolke bleibt auf dem Fell liegen – das reicht zur Fliegenabwehr. Leider haben viele Pferde Angst vor der Sprühdose. Oft hilft es aber schon, wenn man statt der fertigen Sprühdose einen einfachen Pumpsprüher benutzt – das Geräusch ist nicht so pfeifend und wird von manchen Pferden eher akzeptiert. Manchmal hilft es auch, einen Wasserhahn platschend laufen zu lassen, während man sprüht – das Geräusch überdeckt das unangenehme Sprühgeräusch. Ist das nicht der Fall, muss man das Mittel am besten mit einem weichen Schwamm auftragen.

 

Das ist natürlich nicht sehr ökonomisch, denn man muss das ganze Fell fein benetzen. Das bedeutet, dass der Schwamm oder das Tuch gut getränkt sein müssen und ein großer Teil der wertvollen Flüssigkeit verloren ist; eine teure Angelegenheit. Als Schutz um die Augen kann man Fliegenstifte benutzen, die es im Handel gibt. Aber Vorsicht – sie dürfen nicht allzu fetthaltig sein, denn das Fett schmilzt in der Sonne und das in den Stiften enthaltene Antifliegenmittel ist ausgesprochen aggressiv, wenn es den Pferden in die Augen kommt. Sicherer ist es, ein kleines Schwämmchen mit etwas verdünntem Antifliegenmittel zu tränken (Verdünnt deshalb, weil die Augenpartie unbehaart ist) und die Augenpartie damit vorsichtig abzuwischen. Wenn man regelmäßig Antifliegenmittel benutzt, sollte man die Pferde ab und an waschen, damit die Haare wieder frei werden. Übrigens sollte man Antifliegenmittel grundsätzlich nicht im Stall auftragen. Hier reichert sich die Luft mit den chemischen Zusätzen an, was zu Atembeschwerden führen kann. Antifliegenmittel also nur im Freien verwenden! Knoblauch ist ein gesundes Zusatzfutter und hilft auch gegen Fliegen. Man muss den Pferden keineswegs so viel füttern, dass man sich in ihrer Nähe die Nase zuhalten muss – Fliegen haben ein empfindlicheres Geruchsorgan und meiden „knoblauchverseuchte“ Pferde schon früher.

 

Viele Pferde fressen klein geschnittenen Knoblauch nach einer vorsichtigen Eingewöhnungszeit ohne weiteres im Kraftfutter. Mittlerweile gibt es aber auch Knoblauchpräparate als Zusatzfutter speziell für Pferde. Im Stall sind die Pferde den Fliegen relativ hilflos ausgeliefert, weil sie dort nicht weglaufen können. Hektisches Schweifschlagen und Kopfschütteln zeigt ihr Unbehagen an. Pferde brauchen Licht und Luft zum Leben. Im Sommer jedoch ziehen sie einen dunklen luftigen Stall oft der freien Natur vor. Denn Fliegen mögen keine Dunkelheit. Wer seinem Pferd also im Sommer einen frei zugänglichen dunklen Offenstall bieten kann, wird erleben, dass es ihn stundenweise gern aufsucht, um dort von den Fliegen ungestört zu dösen. Sprühmittel sollte man im Stall nur dann verwenden, wenn die Pferde nicht drin sind. Das gilt für aufs Fell aufgetragene Antifliegenmittel ebenso wie für Fliegenvernichtungsmittel, die man auf die Wände sprüht. NIEMALS sollte man die Einstreu besprühen, denn die Pferde liegen in ihr – es kann zu Hautreizungen und schweren Augenentzündungen kommen – und sie knibbeln daran.

 

Fliegenvernichtungsmittel sprüht man, bevor man den Stall reinigt. Nachdem das Mittel gewirkt hat, nimmt man die gesamte Einstreu raus, denn in ihr liegen die toten Fliegen, und desinfiziert den Stall gründlich. Fliegen fühlen sich von der Farbe gelb angezogen. So gibt es für Großtierställe im Landhandel mit Vernichtungsmittel getränkte gelbe Farbtafeln und breite Bänder, die man im Stall (bitte unerreichbar für die Pferde!) aufhängen kann. Das Kontaktgift lässt die Fliegen relativ schnell sterben. Die bekannten Plastikvorhänge vor Offenställen halten auch Fliegen und Mükken fern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Stall innen sauber ist, sonst setzen sich die Fliegen innen auf die Plastikvorhänge - und das ist ja nicht der Sinn der Sache.

 

Der Misthaufen

Er sollte möglichst weit entfernt vom Stall errichtet werden und wenn irgend möglich so, dass der Wind nicht vom Misthaufen in Richtung Stall weht. Ein ordentlich aufgestapelter Misthaufen zieht wenig Fliegen an. Dennoch ist es manchmal sinnvoll, den Misthaufen mit einem Hauch Kalk zu überziehen – das mögen die Fliegen gar nicht.

 

Hygiene

im Stall: Sie erschöpft sich nicht darin, täglich gründlich auszumisten und gut zu lüften. Auch die Futtergefäße müssen täglich sauber ausgespült werden. Futtermittelreste – schon gar feuchte – sind eine herrliche Speise und eine prima Eiablage für die Fliegen. auf der Weide: Wenn irgend möglich, sollte man die Weide regelmäßig absammeln. Natürlich ist das auf riesigen Weiden problematisch bis unmöglich. Auf derart großen Weiden haben die Pferde aber auch ausreichend Platz, die Geilstellen zu meiden. Von diesen sollte man aber doch den Kot entfernen und die Geilstellen regelmäßig ausmähen. Wie wichtig das ist, zeigt uns schon die Tatsache, dass früher auf den großen Weiden von Trakehnen den ganzen Tag lang ein Lehrling mit einem von einem Esel gezogenen Karren herumfuhr und den frischen Kot absammelte. Man wusste schon, warum man das tat... Das Abziehen der Weide nach der Weidesaison ist eine Unsitte, die die Fliegeneier und die Würmer im Kot nur schön regelmäßig auf der Weide verteilt. Auch sollte man niemals ein Pferd allein auf die Weide stellen. Zwei können sich schon Kopf an Schweif stellen und sich gegenseitig die Fliegen vertreiben – ein Pferd allein kann das nicht.

 

am Pferd:

Verschwitzte Pferde sollten gründlich mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden. Shampoo ist keineswegs notwendig, es zerstört eher den Schutzmantel der Haut. Reichlich lauwarmes Wasser, dem man zum Schluss einen Schuss Apfelessig beigibt, tut gute Dienste. Pferde, die unter der Abschwitzdecke abschwitzen müssen, neigen dazu sich zu schubbern, weil die Poren durch den Schweiß verstopft sind. Durch das Schubbern entstehen kleinste Wunden, die aber eine große Anziehungskraft auf Fliegen ausüben. Das Abwaschen ist dem Abschwitzen-Lassen also in jedem Fall vorzuziehen (auch wenn es etwas mehr Zeitaufwand ist....).

 

bei Wunden:

Fliegen lieben Wunden und Entzündungen. Darauf können sie sich prima niederlassen und die Wundsekrete saugen und schlimmstenfalls sogar ihre Eier in die Wunden legen. Bei verletzten Pferden, die draußen sind, ist also unbedingt darauf zu achten, dass keine Fliegen an/in die Wunden kommen. Das kann man mit einem entsprechenden Verband verhindern oder mit Inal-Salbe (Tierarzt), die man eng um die Wunde streicht. Inal- Salbe enthält fliegenabwehrende Stoffe.

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Rechtsprechung

Weidekumpels – Wer haftet bei Verletzungen

Pferde sind Herdentiere. Obwohl dies jeder Pferdebesitzer weiß (bzw. wissen sollte), werden noch immer die meisten Tiere in Boxen gehalten, wenngleich sich die Offenstallhaltung auf dem Vormarsch befindet. Vor- und Nachteile beider Haltungsformen sind hinreichend bekannt. Wichtigste Boxenargument: die Verletzungsgefahr.

 

Freilich kommt es bei Pferden, die sich miteinander auseinandersetzen können auch zu Begegnungen, die kostenauslösende Verletzungen nach sich ziehen können. Fraglich dabei ist, ob dann der Halter des schädigenden Pferdes zur Rechenschaft gezogen werden kann. Ein Urteil des OLG Köln vom 10.12.2013 (Az. 18 U 98/13) lässt hierzu aufhorchen: Eine Klägerin begehrte nach einer Trittverletzung durch eines der anderen von insgesamt 4 Pferden Schadenersatz unter Anrechnung eines 25 % Mithaftungsanteils. Die Klage wurde erstinstanzlich abgewiesen. Die Berufung über nunmehr 100 % des Schadens ebenso. Bislang neigten die Gerichte dazu eine Verwirklichung der Tiergefahr anzunehmen und dem verletzen Tier eine Mithaftung zuzuschreiben (so u.a. OLG Düsseldorf 22 U 110/98, OLG Köln OLG Köln 92, 3 U158/91), es kam also darauf an, ob sich bei dem verletzen Pferd eine eigene Tiergefahr verwirklicht hatte, z.B. durch eine Rangelei. Im Umkehrschluss bedeutete dies auch, dass keine Mithaftung in Frage kam, soweit das Tier angegriffen wurde, ohne selber in Interaktion mit dem schädigenden Pferd zu treten. (AG Syke 2007; AG Neustadt a. Rbge 2006).

 

Die nicht geschädigten Pferdehalter wurden selbst dann zur Kasse gebeten, wenn nicht nachweisbar war, welches andere Pferd die Verletzung verursachte, soweit ausgeschlossen werden konnte, dass sich das Tier selbst verletzt hat. Obwohl nunmehr anders entschieden wurde, werden nach meiner Ansicht auch künftig Ansprüche auf Schadenersatz (Behandlungskosten, Wertminderung, usw.) aufgrund „Koppelverletzung“ Aussicht auf Erfolg haben. Bei genauerer Betrachtung der Urteilsbegründung hielt das Gericht die räumliche Gesamtsituation (ca. 250 m² Paddock für 4 Pferde) für zu gefährlich. Eine Haftung scheide aus, wenn das Verhalten des Geschädigten selbstwidersprüchlich erscheint, weil er dasjenige Risiko übernommen hat, das sich im Schaden verwirklich hat (BGH bereits 1982). Sprich:Wer sein Pferd in einer räumlich zu begrenzten Offenstallhaltung unterbringt, geht die Gefahr der Verletzung bewußt ein. Für den Pferdehalter bedeutet dies zweierlei:

 

  1. Bei jeder Art von gemeinsamer Haltung ist genauestens auf das Platzangebot UND die Charaktere der anderen Pferde zu achten.
  2. Eine Mithaftung als Pferdhalter ist selbst dann möglich, wenn das eigene Pferd (vermutlich) gar keinen Schaden verursacht hat.

 

Nadja Sommer, Rechtsanwältin und Mediatorin

 


 

Rechtsanwältin Nadja Sommer ist von Kindesbeinen an dem Lebewesen Pferd verfallen. Zu Studienzeiten war sie erste Vorsitzende der Studentenreitgruppe Erlangen und deutsche Meisterin. Seit ihrem 1. Juristischen Examen ist sie imVorstand des RC Burgoberbach vertreten. Aktiv ist RAin Sommer als Veranstalter, Ausbilder, Reiter, Vereins- und Verbandsangehörige tätig. Sie ist geprüfter Pferdewart, Berittführer und Trainer C, Mitglied beim DAR und der FN. Mit Pferderecht startete sie unmittelbar nach ihrer Anwaltszulassung und kann durch die Vielzahl der Mandate mittlerweile auf einen großen, auch internationalen Erfahrungsschatz, bauen. Darüber hinaus steht ständige Fortbildung im Vordergrund. Stets auf der Suche nach neuen Entscheidungen der Rechtsprechung arbeitet sie eng mit „Pferderechtskollegen“ zusammen. RAin Sommer betreibt ihre Kanzlei mit 5 Kollegen in Ansbach. Zufällig wurden am Kanzleisitz im 17. Jahrhundert Pferde ausgebildet. Wie passend Kompetenz im PFERDERECHT, insbesondere

 

  • Pferdekaufrecht (auch mit internationalem Bezug)
  • Tierarztrecht, Tierarzthaftpflichtrecht
  • Reitanlagenhaftung, Tierhalterhaftpflicht
  • Gestaltung von Verträgen, insbes. Pferdeverkauf, Einstellerverträge, Pferdeleasing, etc.
  • Auktionsrecht, Vermittlerprovisionen
  • Sport- und Vereinsrecht

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Rund um den Stall

Spaß auf dem Reitplatz

Nicht nur das Geländereiten gehört für viele Pferdebesitzer im Sommer zu den schönsten Möglichkeiten, sich mit seinem Pferd zu beschäftigen. Auch die Arbeit auf dem Reitplatz sorgt in den warmen Sommermonaten für Abwechslung, erleichtert das Einüben neuer Situationen, schafft außerdem eine gute Vertrauensbasis und ist deshalb eine ideale Vorbereitung für das Reiten im Gelände. Aber gerade bei der Arbeit auf dem Außenplatz kann es schnell zu Problemen kommen: das Pferd reagiert unkonzentriert, lustlos oder ängstlich und lässt sich beim Reiten oder Longieren nur schwer motivieren. Ursache: Negative Erlebnisse Verhaltensauffälligkeiten und fehlende Motivation auf dem Reitplatz haben viele Auslöser. So ist der Spring- oder Dressurplatz für einige Pferde der Ort, an dem sie schon einige suboptimale Erfahrungen gemacht haben. Pferde nehmen nämlich beim Lernen auch ihre Umgebung wahr und daher kann es passieren, dass sie beispielsweise eine Strafe nicht mit dem eigenen Verhalten verbinden, sondern mit den beteiligten Personen oder Orten, an dem die sie bestraft wurden. Die Umgebung wird in Folge dessen als negativ abgespeichert. Aber auch neue oder zu viele Umwelteindrücke, fehlende Abwechslung im täglichen Training, eine schlechte Tagesform oder Über- oder Untermotivation des Reiters können der Grund für ein unwilliges Pferdeverhalten auf dem Reitplatz sein.

 

Mit Spaß auf dem Reitplatz

Um Pferde auf dem Reitplatz zu motivieren, sind deshalb nicht nur abwechslungsreiche Übungen, viel Lob und Geduld, sondern vor allem eine klare und realistische Zielsetzung beim täglichen Reiten sehr ratsam. So ist es für ein sicheres Geländereiten beispielsweise vorteilhaft, zunächst Rittigkeit, Durchlässigkeit und Gehorsam durch dem Ausbildungsstand des Pferdes angepasste Dressuraufgaben und Trailhindernisse auf dem Reitplatz zu üben. Die Kombination mit Springgymnastik und Stangenarbeit sorgen beim täglichen Dressurreiten dagegen vor allem für eine sinnvolle Abwechslung, fördern die Aufmerksamkeit des Pferdes auf dem Außenplatz und festigen die Beziehung zwischen Pferdebesitzer und Pferd. Aber auch Bodenarbeit, Zirkuslektionen, Clikkerttraining oder Reiterspiele beugen in der Regel Verhaltensauffälligkeiten vor und fördern so automatisch die Motivation des Pferdes. Am wichtigsten ist aber: der Reiter muss motiviert sein und den Spaß an der Arbeit auch seinem Pferd vermitteln!

 

Quelle: www.pferde.de

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