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Pferdegesundheit

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09.03.2021     Pferdegesundheit    , Reitsport, Pfede

Die Haut bedeckt als stabile und flexible Hülle den gesamten Körper. Sie fungiert als Abgrenzung zur Außenwelt und ist das größte Sinnesorgan. Als Schutz- und Regulationsorgan hat sie weitere wichtige Aufgaben zu erfüllen. Zusammen mit ihren Haaren, dem Fell, schützt sie vor Trockenheit, Nässe, Kälte, Hitze, Druck, Schmerz, Entzündung, Krankheitserregern und Giftstoffen.

Darüber hinaus ist die Haut am Wasser- und Elektrolyt­haushalt, Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, bei der Aufnahme von Sauerstoff und der Abgabe von Kohlendioxid beteiligt. Und sie hilft der Leber und Niere bei der Ausscheidung von Abbauprodukten im Körper, der Entgiftung.

Wissen Sie schon, dass die Pferdehaut in der feuchten Zeit ganz besonderen Belastungen ausgesetzt ist?

Auf der Hautoberfläche leben eine Vielzahl nützlicher Mikroorganismen. Zusammen mit einem feinen Schutzfilm, der von den Talgdrüsen und Hautzellen gebildet wird, bilden die ­Mikroorganismen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut.

Ist dieser nicht intakt, kann er ein perfekter Nährboden für unerwünschte Keime und Pilze sein. Damit es nicht dazu kommt, hier ein paar ultimative Haut- und Fellpflege-Tipps:

Synthetischen Stoffe meiden

Eine regelmäßige Haut- und Fellpflege ist in der nassen Jahreszeit äußerst wichtig. Dabei sollten Sie Ihr Pferd täglich auf kleine Hautverletzungen kontrollieren und das Fell säubern, um alle groben Verschmutzungen zu entfernen.

Meiden Sie synthetische Stoffe. Sie können das sensible Gleichgewicht des Säureschutzmantels empfindlich stören, was sich auch auf die darunterliegenden Hautschichten negativ auswirkt. Silikonhaltige Produkte sind nicht biologisch abbaubar, reichern sich im Fell an, legen sich um jedes einzelne Haar und verschließen die Hautporen. Bei regelmäßiger Anwendung kann es zu Rötungen, Juckreiz und Schuppenbildung kommen. Auch stehen sie in Verdacht Allergien auszulösen.

Natürliche Pflege von außen

Falls doch einmal eine intensivere Pflege notwendig ist, greifen Sie auf Produkte mit natürlichen Bestandteilen zurück. Verwenden Sie bei der Reinigung grundsätzlich Mittel, die dem pH-Wert der Pferdehaut entsprechen. Geeignet sind Pflegeprodukte mit natürlichen Ölen, Heilpflanzenauszüge und Effektiven Mikroorganismen (EM).

Äußerlich aufgesprüht bewahrt EM das positive Hautmilieu und stärkt die Haut gegen äußere Umwelteinflüsse. Es stabilisiert den natürlichen Säureschutzmantel und hilft Ihrem Pferd seine Haut aus eigener Kraft zu regenerieren. Auch lässt sich mit ihnen Schmutz gut lösen, ohne die Haut anzugreifen. Ihr Pferd bekommt eine gesunde Haut und ein glänzendes Fell. Gerade im Fellwechsel sind die kleinen Helfer eine gute Unterstützung. Aber auch zur Unterdrückung von Fäulnis und schadhaften Pilzen an den Hufen kommt EM zum Einsatz.

Wichtig: bitte nie übertrieben Putzen oder Waschen, denn das natürliche Gleichgewicht des Säureschutzmantels der Haut und die fettige Talgschicht im Fell soll erhalten bleiben. Nur so ist Ihr Pferd gut vor Kälte und Nässe geschützt und es können sich keine unerwünschten Hautkeime oder Hautpilze ausbreiten.

Natürliche Pflege von innen

Bei Haut- und Fellproblemen werden EM zeitgleich gefüttert. Es gibt sie in flüssig und als Bokashi. Gefüttert werden sie über mehrere Monate, nur so regeneriert sich das Gleichgewicht im Darm und trägt zu einem intakten Immunsystem bzw. Hautstoffwechsel bei. Danach rate ich zu einer kurweise Fütterung mehrmals im Jahr oder bei Notwendigkeit auch durchgehend ohne Pause.

Autorin Claudia Schien 

Näheres unter www.hufundpfote.net

 

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